Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 08.07.: Zahl der Neuinfektionen bleibt niedrig

Eine Ärztin hält das Wattestäbchen eines Coronavirus-Tests in der Hand
Die Zahl der Neuinfektionen bleibt niedrig. In Sachsen wurden am Mittwoch 3 neue Fälle gemeldet. Bildrechte: imago images/Frank Sorge

Überblick: Die wichtigsten Meldungen des Tages

  • 18:45 Uhr | Zahl der Neuinfektionen bleibt niedrig
  • 18:01 Uhr | Schneeberger Bergstreittag mit weniger Teilnehmern
  • 14:12 Uhr | Kulturstiftung weitet Stipendienprogramm aus
  • 05:20 Uhr | Lauterbach warnt vor Fans im Stadion

Meldungen am Folgetag

20:32 Uhr| Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den heutigen Ticker zu Corona-Themen in Sachsen und bedanken uns für Ihr Interesse. Am Donnerstag sind wir wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

18:36 Uhr | Zahl der Neuinfektionen bleibt niedrig

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Sachsen auf niedrigem Niveau. Nach den Angaben der Städte und Landkreise wurden am Mittwoch drei neue Fälle registriert. Einer davon in Nordsachsen. Insgesamt haben sich damit 5.463 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt.

18:01 Uhr | Bergstreittag in Schneeberg mit deutlich weniger Teilnehmern

Der traditionelle Bergstreittag in Schneeberg findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie mit deutlich weniger Teilnehmern statt. Geplant sei ein Gottesdienst in der evangelischen Kirche St. Wolfgang mit Vertretern von Bergkapellen und der Schneeberger Bergparade, teilte Pfarrer Frank Meinel am Mittwoch mit.

Blick auf die Kirche St. Wolfgang in Schneeberg im Abendlicht
Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Der Bergstreittag wird in Schneeberg jährlich am 22. Juli gefeiert. Er erinnert an die erfolgreichen Lohnkämpfe von Arbeitern aus dem Silberbergbau Ende des 15. Jahrhunderts.

15:45 Uhr | Kritik der Fanszenen an Plänen von Köpping

Die Idee der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping, ab September die teilweise Rückkehr von Fußballfans in die Stadien zu erlauben, stößt bei der Fanszene auf wenig Gegenliebe. "Wir sehen das sehr, sehr skeptisch und können den Plänen nicht viel abgewinnen", sagte Sprecher Sig Zelt vom Bündnis ProFans.

Die vorgeschlagenen Hygieneregeln und Nachverfolgung von Kontakten seien im Zusammenhang eines Fußballspiels "realitätsfern und praktisch kaum umsetzbar", so Zelt. "Natürlich gehören die Nähe, das laute Äußern und die Gesänge zu einem Fußballspiel dazu", sagte er. Und die Kontaktnachverfolgung würde zudem "vielen überhaupt nicht schmecken". Sie befürchten, "dass das missbraucht wird".

14:50 Uhr | Neandertaler schuld am Corona-Risiko?

Etwa 2 Prozent Neandertaler-DNA trägt jeder Mensch in sich. Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben nun herausgefunden: Je mehr Neandertaler-Erbgut, desto höher das Corona-Risiko. Schuld ist den Forschern zufolge ein spezieller sogenannten Haplotyp – eine Kombination der Zustandsformen mehrerer Gene auf einem Chromosom. Bereits Anfang Juni wurde festgestellt, dass Abschnitte auf zwei Chromosomen zu einem schweren Krankheitsverlauf beitragen könnten. Einer davon stammt aus der Neandertaler-DNA. Die Leipziger Studie ist allerdings noch eine Vorveröffentlichung und befindet sich noch im wissenschaftlichen Diskurs.

14:12 Uhr | Kulturstiftung weitet Stipendienprogramm aus

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsens weitet ihr Stipendienprogramm "Denkzeit" zur Hilfe für Künstler in der Corona-Krise auf weitere Berufsgruppen aus. Ab 15. Juli können sich auch freiberufliche Kulturmanager, Kuratoren, Musikproduzenten, Dramaturgen, Maskenbildner, Illustratoren, Übersetzer, Lektoren oder Musik-, Kunst- und Theaterpädagogen bewerben, teilte die Stiftung mit. Fünf Millionen Euro stehen dafür bis Ende des Jahres bereit. In der ersten Runde der "Denkzeit" waren den Angaben zufolge 1.000 Anträge bewilligt worden.

13:53 Uhr | Dresdner Sinfoniker spielen Konzert auf Parkdeck

Die Dresdner Sinfoniker planen ein ungewöhnliches Konzert in Corona-Zeiten. Wie das Orchester mitteilte, werde am 12. September auf einem Parkdeck im Neubauviertel in Dresden-Prohlis ein Konzert für 16 Alphörner uraufgeführt. Der Komponist Markus Lehmann-Horn habe es für die Topographie dieser Hochhaussiedlung geschrieben. Das Open-Air-Konzert steht unter dem Motto "Himmel über Prohlis".

Mit dem Projekt wolle das Orchester die sogenannte Neue Musik für ein breites Publikum öffnen. In der erzwungenen Neuausrichtung auf Grund der Corona-Pandemie liege die Chance, ganz neue Formate zu denken und zu erproben. Die Produktion findet in Kooperation mit dem Dresdner Societaetstheater statt und wird unter anderem von der Landeshauptstadt Dresden und der Kulturstiftung Dresden gefördert. Der Eintritt ist kostenlos.

13:05 Uhr | Arbeitsverbot für Prostituierte

Sexarbeit und Prostitution bleiben zu Corona-Zeiten bis auf Weiteres untersagt. Die Folgen treffen jene Frauen und Männer hart, die ihr Geld mit erotischen Dienstleistungen verdienen. Seit März dürfen die Dienstleistungen nicht mehr angeboten werden. Vielen ist so ihre Existenzgrundlage weggebrochen.

12:45 Uhr | 200.000 Masken für Sachsens Jobcenter

Ronny Beck, Geschäftsführer der Dresdner Arbeitsagentur, Gesundheitsministerin Petra Köpping, Klaus-Peter Hansen, Chef der sächsischen Arbeitsagenturen, und Dresdens Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann halten Masken in den Händen.
Bildrechte: Sozialministerium

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat heute 200.000 Schutzmasken an die sächsischen Jobcenter übergeben. Diese sollen Kundinnen und Kunden bei persönlichen Besuchen in den Jobcentern zur Verfügung gestellt werden, heißt es aus dem Ministerium.
"Ich freue mich, dass wir, wenn wir die Hygiene- und Abstandsregeln beachten, in einigen Bereichen allmählich wieder zum Normalbetrieb zurückkehren können", so Köpping. Gerade in den Jobcentern sei der persönliche Kontakt bei Beratungen wichtig.

11:54 Uhr | Urlaubsanspruch bei Kurzarbeit

Nichts ist ärgerlicher, als wenn der Urlaub verfällt. Das passiert in der Regel zum Jahresende oder spätestens Ende März des nächsten Jahres. Muss mich der Arbeitgeber da eigentlich vorwarnen? Was ist mit meinem Urlaubsanspruch? Wir sprechen darüber mit dem Dresdner Arbeitsrechtler Silvio Lindemann.

11:11 Uhr | Herbstball in Taucha abgesagt

Der Herbstball in Taucha fällt in diesem Jahr aus. Das berichtet die "Leipziger Volkszeitung" und beruft sich auf das Organisationsteam. Von dort hieß es, man wisse nicht, wie sich die Lage um das Coronavirus weiter entwickle. Nach jetzigem Stand könne man nur eine sehr begrenzte Anzahl von Gästen zulassen. Der nächste Herbstball sei für den 20. November 2021 geplant.

10:32 Uhr | Neuer Anlauf für Workshop zur Alten Webschule in Großschönau

In Großschönau soll die Arbeit an der neuen "Textilen Kreativwerkstatt" im September weitergehen. Dann soll der zweite Workshop zur inhaltlichen Ausgestaltung des Projekts stattfinden. Der ursprüngliche Termin im März konnte nicht stattfinden. Dass er nachgeholt wird, sei wichtig, sagte Bürgermeister Frank Peuker. Denn die Bürger sollen in den gesamten Prozess einbezogen werden, der die Belebung der Alten Webschule zum Ziel hat.

Das Gebäude soll ein neues Dach sowie ein zweites Treppenhaus mit Fahrstuhl erhalten. Der Baustart ist für Anfang kommenden Jahres geplant. Mit dem Projekt "Textile Kreativwerkstatt" hatte sich Großschönau beim sächsischen Wettbewerb "Ideen für den ländlichen Raum" beworben und dafür 450.000 Euro bekommen.

09:17 Uhr | Meißen feiert Ende September Weinfest

Meißen feiert vom 25. bis 27. September wieder seinen Wein. Wegen der Corona-Auflagen kann das Fest nicht in der gewohnten Form stattfinden, teilte die Stadtverwaltung mit. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, soll sich das Weinfest über die ganze Stadt und die Stadtgrenzen hinaus erstrecken. Vergleichbar mit dem "Tag des offenen Weingutes" werden Winzer auf ihren Höfen, in Vinotheken, Weinkellern und direkt im Weinberg zu einem Glas Wein sowie kleinem kulturellen Rahmenprogramm einladen.

08:40 Uhr | Zschonergrundbad in Dresden öffnet

In Dresden öffnet heute Mittag wieder das Zschonergrundbad. Eine Bürgerinitiative hatte dafür gesorgt, dass das Bad im Jahr 2015 als Natur-Kultur-Bad wiedereröffnet werden konnte. In den letzten Monaten befand sich die Einrichtung in der "Corona-Pause". Diese wurde genutzt, um die Treppe, die den oberen mit dem unteren Teil des Badgeländes verbindet, von Grund auf zu erneuern. Jetzt werden noch Spenden für einen Treppenlift gesammelt.   

Derzeit sind, coronabedingt, nur 265 Badbesucher zeitgleich zugelassen. Eintrittskarten gibt es online. Im Einzelfall könne man ein Ticket auch noch an der Kasse bekommen, heißt es auf der Internetseite des Zschonergrundbades. Auch die Sinnesspielwiese und der Schaukräutergarten sind ab heute wieder zugänglich.

08:05 Uhr | 142 Verdachtsfälle auf Corona-Soforthilfe-Betrug

In Sachsen sind bisher 142 Verdachtsfälle auf Corona-Soforthilfe-Betrug bekannt. Das berichtet die Sächsische Zeitung und beruft sich auf Angaben der Sächsischen Aufbaubank. Die Fälle würden nach und nach den Strafverfolgungsbehörden übergeben.

In 45 bislang geprüften Fällen seien insgesamt mehr als 500.000 Euro ausgezahlt worden. Gemessen an der Zahl der Anträge im Freistaat habe aber nur ein sehr geringer Teil der Antragsteller mit betrügerischer Absicht gehandelt, so die SAB. Bis Ende Juni seien knapp 104.000 Anträge bewilligt worden. Dazu zählten die Soforthilfen des Bundes sowie die Ausreichung der landeseigenen Darlehen.

07:16 Uhr | Turmuhrenmuseum in Naunhof macht auf

In Naunhof öffnet heute das Turmuhrenmuseum wieder - allerdings nach der Corona-Zwangspause vorerst mit verkürzten Öffnungszeiten. So sei die Sammlung historischer Uhren jeden Mittwoch, Sonnabend und Sonntag von 14 bis 18 Uhr zu sehen, teilte das Museum mit. Dabei könne auch eine neue Sonderausstellung besichtigt werden. Hier werden Keramiken in Raku-Technik gezeigt. Das ist eine 400 Jahre alte Brenntechnik aus Japan. Zu sehen sind Keramiken mit kunstvoll gefertigten Häusern, Türmen, Skulpturen sowie Schmuck.

06:52 Uhr | Wenig Reiseverkehr am Flughafen Leipzig

Reisende stehen am Check-In am Leipziger Flughafen.
Bildrechte: Tobias Junghannß

Die Passagierzahlen am Flughafen Leipzig/Halle sind weiterhin niedrig. Unternehmenssprecher Uwe Schuhart sagte dem MDR, in der ersten Juliwoche habe es 95 Prozent weniger Fluggäste gegeben als in derselben Woche des Vorjahres. Es werde zwei bis drei Jahre dauern, bis die Branche das Vorkrisenniveau wieder erreicht hat, so Schuhart. Am Flughafen Dresden sei die Lage besser. Hier gebe es bereits regelmäßige Linienflüge. Von Leipzig/Halle starten derzeit überwiegend Ferienflieger ins europäische Ausland.

06:09 Uhr | Regelbetrieb in Schulhorten geplant

Das sächsische Kultusministerium will zum Regelbetrieb in Horten zurückkehren. Ministeriumssprecher Dirk Reelfs sagte dem MDR, das Thema werde kommenden Dienstag mit der neuen Allgemeinverfügung im Kabinett behandelt. Er gehe davon aus, dass der Betrieb während der Sommerferien im Normalmodus gefahren werden könne. Öffnungszeiten und Regeln in den Horten würden dem ähneln, was es vor der Corona-Pandemie gab.

05:31 Uhr | Theater Chemnitz spielen ab September

Die Theater Chemnitz haben gestern ihren Spielplan bis Ende Dezember vorgestellt. Demnach soll ab September in allen Sparten und auf den großen Bühnen wieder gespielt werden. Laut Generalintendant Christoph Dittrich sind dabei zahlreiche Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. "Wir haben immer die Seite der Künstler, die auf Abstand stehen müssen, aber auch die Seite des Publikums betrachtet. Wir hoffen, gewissermaßen täglich auf Verbesserungen in diesem Bereich, aber auch mit den bestehenden Regelungen können wir einen Spielplan nunmehr vorstellen, der dem Publikum Freude bereiten wird in allen unseren Sparten", so Dittrich.

05:20 Uhr | Lauterbach warnt vor Fans im Stadion

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat wegen der Corona-Pandemie davor gewarnt, zu früh wieder Fans in den Stadien zuzulassen. "Fußballbundesligaspiele mit Zuschauern halte ich für nicht verantwortbar", sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und betonte: "Auch andere Großveranstaltungen ohne Grenze nach oben sind durch Hygienekonzepte nicht wirklich sicher zu machen. Denn die Kontaktverfolgung wird bei diesen Menschenmengen natürlich nicht gelingen."

Sachsen plant, vom 1. September an wieder Zuschauer in den Fußballstadien und Hallen zuzulassen. Demnach würden dann Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern möglich sein, allerdings unter Einhaltung von Hygieneregeln und der Kontaktverfolgung, wie es Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) gestern ausführte. "Was noch nicht gelten wird, ist, dass das Stadion voll ist", sagte die Ministerin.

05:04 Uhr | Viele Gerichtsentscheidungen zu Corona-Schutzverordnungen

Bei den sächsischen Verwaltungsgerichten und am Oberverwaltungsgericht sind bis Ende Juni nach Angaben des Justizministeriums 106 Eilverfahren und 93 Klagen gegen die Allgemeinverfügungen und die Corona-Schutzverordnungen des Landes eingegangen. Dabei ging es unter anderem um den Mindestabstand in Grundschulen, die Mund-Nasen-Abdeckung bei einem Gehörlosen, Ausnahmen für Versammlungen - oder auch Prostitution mit Hygieneschutz.  

Mehr als jedes zweite Verfahren wurde erledigt. Justizministerin Katja Meier (Grüne) sprach von einem "besonderen Kraftakt" der Gerichte angesichts der Belastungen und Einschränkungen infolge der Pandemie. "Die zügige Bearbeitung der Fälle zeigt, dass die Gerichte auch in Krisenzeiten handlungsfähig sind."

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08.07.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 08.07.2020 | 19:00 Uhr

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