Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 18.03.: Bundeswehr auf A4 im Einsatz

Etwa 20 Corona-Patienten in Sachsens Kliniken, die Bundeswehr im Einsatz beim Rekordstau auf der A4, Schulen und Kitas sind geschlossen, Veranstaltungen wurden abgesagt, die meisten Läden sind ab Donnerstag geschlossen, Firmen und Behörden schicken ihre Mitarbeiter ins Homeoffice - Sachsen steht wegen der Corona-Pandemie vor dem Shutdown. MDR SACHSEN hält Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Einsatzkräfte der Bundeswehr stehen neben zwei Lkw.
Bildrechte: Danilo Dittrich

Meldungen vom Donnerstag

21:54 Uhr | Tickerende und Tageszusammenfassung

Das Redaktionsteam von MDR SACHSEN verabschiedet sich für heute. Danke für Ihr Verbrauen und bleiben Sie gesund!

21:26 Uhr | Öffentliches Leben in Sachsen ruht ab Mitternacht weitestgehend

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird in der kommenden Nacht das öffentliche Leben in Sachsen weitestgehend eingestellt. Um Mitternacht tritt eine Verfügung der Landesregierung in Kraft, nach der fast alle öffentlichen und privaten Einrichtungen schließen müssen. Untersagt sind unter anderem Messen und Volksfeste. Theater, Kinos und Konzerthäuser müssen zu bleiben, ebenso wie Schwimmbädern und Fitnessstudios. Die Regelung gilt voraussichtlich bis zum 20. April.

20:47 Uhr | Finanzämter schränken Besucherverkehr ein

Die Informations- und Annahmestellen der sächsischen Finanzämter bleiben vorerst für den Besucherverkehr geschlossen. Die sächsische Finanzverwaltung reagiere damit auf die zunehmende Verbreitung des Coronavirus, teilte die Behörde in Dresden mit. "Durch die Schließungen soll die Bevölkerung geschützt und die Arbeitsfähigkeit der Bediensteten sichergestellt werden", hieß es. Die Finanzämter arbeiten mit dem gewohnten Service weiter. Steuerpflichtige können sich telefonisch, schriftlich oder per E-Mail an die Finanzämter wenden.

20:39 Uhr | 296 bestätigte Coronainfektionen in Sachsen

In Sachsen leben aktuell 296 Menschen mit einer bestätigten Corona-Infektion. Das teilte das Sozialministerium mit. Damit gibt es 49 registrierte Fälle mehr als am Vortag. Wie man am besten die Fallzahlen der Bundesländer vergleicht und in welcher Altersgruppe in China die Sterblichkeitsrate am höchsten lag, das und mehr im täglichen Corona-Daten-Update.

20:10 Uhr | Hilfen und TIpps zum Umgang mit der Corona-Krise

Die "Stiftung Deutsche Depressionshilfe" bietet Betroffenen digitale Hilfen und Tipps zum Umgang mit der Corona-Krise. Wichtig sei, sich abzulenken, aktiv zu bleiben und das Gespräch mit Freunden und Familie zu suchen, erklärte die Stiftung in Leipzig. Sehr wichtig sei ferner, die Bettzeit nicht zu verlängern, da bei vielen Betroffenen eine längere Liegedauer und auch längerer Schlaf nicht zu einem Abbau, sondern einer Zunahme des Erschöpfungsgefühls und der Depressionsschwere führten. Hilfreich sei es, einen detaillierten Tages- und Wochenplan zu machen.

19:56 Uhr | Öffentliche Tafeln für Bedürftige leeren sich

Die Corona-Krise treibt den Tafel-Vereinen in Sachsen von Tag zu Tag tiefere Sorgenfalten auf die Stirn. In den Ausgabestellen werden nicht nur die frischen Lebensmittel knapp, es fehlt auch an Personal. Der Landesverband hofft, mit einem Hilfsaufruf junge Menschen zu erreichen, die die Jobs der vielen älteren Ehrenamtlichen übernehmen.

19:40 Uhr | Merkel: "Coronakrise größte Herausforderung seit Zweitem Weltkrieg"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Coronakrise als "größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg" bezeichnet. "Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst", sagte die Kanzlerin und appellierte an ein gemeinsames solidarisches Handeln aller Deutschen. Die komplette Rede wurde auf tagesschau24.de bereits ausgestrahlt und wird nach der tagesschau im Ersten Deutschen Fernsehen gezeigt.

19:19 Uhr | Sachsens Landwirtschaftsminister in vollem Supermarkt-Großlager

Landwirtschaftsminister Wolfram Günther hat am Nachmittag das Edeka-Regionallager in Berbersdorf besucht. Seine Botschaft:

Die Versorgung in allen Bereichen ist gesichert.

Wolfram Günther Sächsischer Landwirtschaftsminister und stellv. Ministerpräsident

Hamsterkäufe aber belasteten das System und seien unsolidarisch. Damit schaffe man Notsituationen, die es eigentlich nicht gebe. Laut Ulrich Günther, Betriebsleiter des Lebensmittellagers, gibt es derzeit eine übergroße Nachfrage nach Produkten, die sonst nicht so viel gekauft würden: Toilettenpapier, Nudeln, Reis oder Konserven. Davon gebe es genug, es werde aber teils sofort wieder leergekauft. Laut Günther gilt das Gesagte für alle Märkte - das Regionallager in Berbersdorf sei als Beispiel ausgesucht worden, weil es ein Vollsortiment habe.

Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther (Grüne) vor Lagerregalen eines Supermarkt-Großlagers
Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther (Grüne) vor Lagerregalen eines Supermarkt-Großlagers Bildrechte: MDR/Christine-Brigitte Reißing

19:02 Uhr | Hilfe für Kulturschaffende

Seit der Ausbreitung des Coronavirus hagelt es Veranstaltungsabsagen und Konzertausfälle. Kulturschaffenden brechen damit von heute auf morgen die Einnahmen weg. Was sie tun und auf welche Hilfen sie hoffen können:

18:46 Uhr | Einstellungs- und Investitionsstopp bei RB Leipzig

Trotz des potenten Geldgebers aus Österreich im Rücken trifft die Corona-Krise auch RB Leipzig hart. Club-Boss Oliver Mintzlaff hat die Mitarbeiter in einer E-Mail auf schwere Zeiten eingestellt. Der Vorstand verabschiedete ein internes Maßnahmenpaket, um die Arbeitsplatzerhaltung der über 400 Mitarbeiter zu gewährleisten. "Dabei geht es um die Streichung von Investitionen und Kampagnen. Zudem werden wir 2020 keine Neu-Einstellungen vornehmen. Das gibt uns etwas Luft", sagte Mintzlaff und betonte die Dramatik der Situation:

Wir können sicherlich noch im übernächsten Monat alle Gehälter zahlen. Aber irgendwann können wir das wirtschaftlich nicht mehr auffangen.

Oliver Mintzlaff Club-Boss von Fußball-Bundesligist RB Leipzig

18:19 Uhr | Positive Resonanz auf Blutspendeaufrufe

Die Blutbank des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) ist nach eigenen Angaben von der Resonanz auf einen Aufruf zur Blutspende überrascht: Innerhalb einer Woche seien mehr als 750 Spendewillige registriert worden, teilte das UKL am Mittwoch mit. Unter den Spendern seien mehr als 150 Neuspender gewesen. Der Blutkonservenbestand der Blutbank habe sich damit etwas stabilisiert, wenngleich es noch keine Entwarnung geben könne.

Der Bedarf an lebensrettenden Blutprodukten bleibt weiterhin hoch.

Reinhard Henschler Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin

18:17 Uhr | Bundeswehrsoldaten auf A4 im Einsatz

Nach Angaben der sächsischen Landesregierung sind Soldaten des Landeskommandos Sachsen zur Staustelle auf der A4 befohlen worden. Seit Nachmittag ist ein Vorkommando der Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg vor Ort ein. Zudem befanden sich am Abend 50 Soldaten auf dem Weg zum Einsatzort, zunächst war von 80 die Rede.

Die Soldaten sollen dabei helfen, Menschen auf der Autobahn mit Lebensmitteln, Getränken und Decken zu versorgen. Der Stau hat noch immer eine Länge von mehr als 60 Kilometern.

18:04 Uhr | Hitzige Debatte im Sächsischen Landtag

Im Landtag haben Regierungsvertreter die verhängten Maßnahmen verteidigt und zu Besonnenheit aufgerufen. AfD-Fraktionschef Jörg Urban hielt der Regierung in einer hitzigen Debatte unter anderem vor, nicht schnell genug und viel zu zögerlich gehandelt zu haben.

18:00 Uhr | 8. Literaturtage in Chemnitz werden verschoben

Die 8. Literaturtage LESELUST in Chemnitz finden nicht wie geplant vom 18. März bis zum 4. April 2020 statt. Das teilte die Stadt Chemnitz mit. Bereits erworbene Karten behielten ihre Gültigkeit. Mehr als 40 Veranstaltungen in Chemnitz und acht umliegenden Städten würden abgesagt, so die Organisatoren. LESESLUST solle nach der Coronakrise stattfinden.

17:30 Uhr | Große "Corona-Party" im Dresdner Alaunpark

Im Dresdner Alaunpark wird eine "Corona-Party" gefeiert. Wie eine MDR SACHSEN-Reporterin berichtet, sitzen Menschen zur Stunde dicht an dicht auf Picknickdecken. Andere spielten Tischtennis. Es werde Musik gehört und diskutiert. Zwei Meter Abstand zwischen den Menschen sei Fehlanzeige. Eine ähnliche Situation auch an der Elbe in Dresdens Innenstadt, wie dieses aktuelle Foto zeigt.

18.03.2020 | 19:22 Uhr Rundgang durch die Dresdner Neustadt: Partylaune vor Schließung der Geschäfte

MDR SACHSEN-Reporter sind im Dresdner Stadtteil Neustadt unterwegs gewesen und haben geschaut, wie sich die Menschen auf den Straßen und die Betreiber von Geschäften in der jetztigen Situation verhalten. Ein Rundgang.

Zahlreiche Menschen haben sich in einem Park versammelt, gehen spazieren und spielen Tischtennis
Reges Treiben am Mittwochnachmittag im Dresdner Alaunpark. Bildrechte: Kevin Müller
Zahlreiche Menschen haben sich in einem Park versammelt, gehen spazieren und spielen Tischtennis
Reges Treiben am Mittwochnachmittag im Dresdner Alaunpark. Bildrechte: Kevin Müller
Zahlreiche Menschen haben sich in einem Park versammelt
Vor allem junge Menschen haben in dem Park in der Dresdner Neustadt ihre freie Zeit verbracht. Bildrechte: Kevin Müller
Zwei in Folie eingepackte A4-Blätter hängen an einem Baumstamm. Die Überschrift auf dem ersten Blatt lautet: "Sei kein Corona-Arsch"
An einem Baumstamm waren Aushänge mit der Überschrift "Sei kein Corona-Arsch" zu lesen. Der Blogger Schlecky Silberstein hatte den Text vor wenigen Tagen im Netz veröffentlicht. Bildrechte: Kevin Müller
Menschen auf den Elbwiesen in Dresden
Auch an den Elbwiesen haben sich am Mittwochnachmittag zahlreiche Menschen versammelt. Bildrechte: MDR/Konstantin Henß
Schilder an Restaurants in Dresden-Neustadt
Am Mittwochmorgen waren in einigen Lokalen in der Dresdner Neustadt Aushänge zu finden, ... Bildrechte: MDR/Alexandra Walter
Schilder an Restaurants in Dresden-Neustadt
... die auf die Schließung aufmerksam machen. Bildrechte: MDR/Alexandra Walter
Schilder an Restaurants in Dresden-Neustadt
Dieses Lokal bietet Speisen und Getränke nur noch zum Mitnehmen an. Bildrechte: MDR/Alexandra Walter
Schilder an Restaurants in Dresden-Neustadt
In diesem Schaufenster wird darauf aufmerksam gemacht, wie sich die Menschen verhalten sollten: Seid vernünftig, wascht eure Hände mit Seife, vermeidet Menschenmengen und geht zum Arzt, wenn ihr euch krank fühlt. Bildrechte: MDR/Alexandra Walter
Impressionen aus der Dresdner Neustadt
Einen Tag zuvor war noch keine große Aufregung wegen der Schließung vieler Geschäfte zu spüren gewesen ... Bildrechte: MDR/Konstantin Henß
Impressionen aus der Dresdner Neustadt
... Cafes, Bars und Restaurant hatten bei dem guten Wetter noch einmal die Stühle rausgestellt ... Bildrechte: MDR/Konstantin Henß
Impressionen aus der Dresdner Neustadt
... und kleine Grüppchen genossen - etwas zu eng sitzend - das Sonnenlicht. Bildrechte: MDR/Konstantin Henß
Impressionen aus der Dresdner Neustadt
Ein Blumengeschäft lockte Kunden mit Rabatten, denn ab Donnerstag muss das Geschäft geschlossen werden. Bildrechte: MDR/Konstantin Henß
Impressionen aus der Dresdner Neustadt
Wochenmärkte wie dieser auf dem Alaunplatz dürfen auch in den kommenden Wochen stattfinden. Bildrechte: MDR/Konstantin Henß
Impressionen aus der Dresdner Neustadt
Auch Frisöre dürfen vorerst weiter öffnen und ihren Kunden die Haare schneiden. Bildrechte: MDR/Konstantin Henß
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17:15 Uhr | Landestourismusverband fordert schnelle Hilfen

Der Landestourismusverband (LTV) Sachsen hofft auf eine schnelle Zahlung von Hilfsgeldern. LTV-Präsident Rolf Keil:

Rolf Keil/CDU-Landratskandidat Vogtland
Bildrechte: CDU-Landesverband Sachsen/Mandy Kehr

Die klein- und mittelständisch geprägte Tourismuswirtschaft ist substanziell gefährdet und muss nachhaltig unterstützt werden, um diese Krise zu überstehen. Das [...] auf den Weg gebrachte Rettungspaket ist weitreichend und gibt auf viele Forderungen der letzten Tage erste Antworten. Jetzt kommt es darauf an, dass die Regelungen schnell, pragmatisch und vor allem unbürokratisch umgesetzt werden. Die Unterstützung muss zügig bei den Betroffenen ankommen.

Rolf Keil Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen

Tourismus lebe vom Kontakt mit Menschen, so Keil weiter: "Das Coronavirus hat die Welt und auch uns fest im Griff. Die Maßnahmen und Vorgaben werden das touristische Geschäft fast zum Erliegen bringen."

17:07 Uhr | Sächsischer Fußballverband: Kein Spielbetrieb bis einschließlich 19. April

Bis einschließlich 19. April finden vorerst keine Fußballspiele in Sachsen statt. Das teilte der Sächsische Fußballverband mit. Der Lehrgangsbetrieb sowohl an der Sportschule "Egidius Braun" als auch externe Veranstaltungen wie Vereinsdialoge, DFB-Mobil-Besuche oder Junioren-Regionalkonferenzen würden bis zum 31. März 2020 ruhen. Bis zum Ende des Schuljahres sind zudem alle Schulfußballwettbewerbe, wie "Jugend trainiert für Olympia", abgesagt.

16:58 Uhr | Landessportbund ruft zu Solidarität mit Vereinen auf

Der Landessportbund (LSB) hat an den Gemeinschaftssinn der Menschen in Sachsen im Umgang mit Vereinen während der Corona-Krise appelliert. LSB-Präsident Ulrich Franzen rief die Menschen dazu auf, ihre Mitgliedschaft nicht zu kündigen oder Vereinsbeiträge zurückzufordern. "Angesichts des enormen Engagements, das in jedem einzelnen Verein steckt, wäre das ein falsches Signal", sagte Franzen.

Viele Vereine seien durch die aktuelle Situation unverschuldet mit Problemen konfrontiert. Sie müssten weiterhin für Miete oder Unterhalt ihrer Sportstätten aufkommen, obwohl der Sportbetrieb eingestellt ist und Einnahmen aus Eintrittsgeldern oder Teilnahmegebühren fehlen. Der Landessportbund verzeichnet 675.000 Mitglieder in knapp 4.500 Vereinen.

16:42 Uhr | Polizeidirektionen warnen vor Corona-Trickbetrügern

Nach der Polizeidirektion Leipzig warnt nun auch die Polizeidirektion Zwickau vor Trickbetrügern und bittet um Vorsicht. Unbekannte geben sich nach Angaben der Polizei nach einem vorherigen Anruf als Corona-Tester oder medizinisches Personal aus. Dann besuchten sie Menschen unter dem Vorwand eines Infektionsverdachts für eine Probenentnahme. Diese Situation könne für Diebstähle oder Raubüberfälle ausgenutzt werden, so die Polizei.

16:15 Uhr | Forderung: Bund soll Mehrkosten für Sachsens Kliniken übernehmen

Die Sächsische Krankenhausgesellschaft fordert, dass Mehrkosten für Krankenhäuser und Kliniken, die infolge von Behandlungen für Corona-Patienten entstehen, abgefangen werden. Dies müsse schnell geschehen, sagte Stephan Helm, Geschäftsführer der Sächsischen Krankenhausgesellschaft.

Zurzeit haben wir an einigen Stellen rechtsfreie Räume, für die es so schnell wie möglich verlässliche Regelungen geben muss. Wir wünschen flexible Lösungen, die hohe Handlungsfreiheit in die Kliniken geben.

Stephan Helm Geschäftsführer Sächsische Krankenhausgesellschaft

Helm wünscht sich für Sachsens Krankenhäuser einen "verlässlichen wirtschaftlichen Schutzschirm". Der müsse derzeit auf der Bundesebene realisiert werden, "um auf gesetzgeberischem Wege unbürokratisch Liquidität und Geschäftsbetrieb der Krankenhäuser zu sichern", so Helm. Die Gründe für die Mehrkosten: geplante Behandlungen fallen aus oder müssen verschoben werden, die Beschaffungskosten steigen, Klinikbereiche müssten um- und ausgebaut werden und zusätzliches Personal müsse bezahlt werden.

15:56 Uhr | Sächsische Krankenhausgesellschaft: "Unnötige Krankenbesuche einstellen"

Der Geschäftsführer der Sächsischen Krankenhausgesellschaft Stephan Helm hat an die Menschen appelliert, unnötige Patientenbesuche in Krankenhäusern zu unterlassen.

Es ist ein Worst-Case für uns, wenn sich Personal infiziert hat und wir deshalb schließen müssen.

Stephan Helm Geschäftsführer Sächsische Krankenhausgesellschaft

Christoph Josten von der Uniklinik Leipzig ergänzte: "Auch wenn ein junger Patient Kraft hat, drei Stunden in einer Schlange zu stehen, um sich auf Corona testen zu lassen, sollte er besser zu Hause bleiben." Sonst seien notwendige Intensivkapazitäten an Kliniken erschöpft. Menschen, die einen Corona-Verdacht überprüfen lassen wollen, sollten sich an Corona-Ambulanzen wenden.

15:09 Uhr | Etwa 20 Corona-Patienten in sächsischen Kliniken

Der klinische Vorstand des Uniklinikums Leipzig Christoph Josten hat mitgeteilt, dass sich sachsenweit 20 Corona-Patienten in Kliniken befinden. Das sagte er Pressevertretern in einer Gesprächsrunde mit der Sächsischen Krankenhausgesellschaft. Nur ein Corona-Patient müsse derzeit intensivmedizinsch betreut werden. Dieser Patient befinde sich im Uniklinikum Leipzig.

Christoph Josten
Christoph Josten, medizinischer Vorstand des Leipziger Universitätsklinikums Bildrechte: dpa

Der Geschäftsführer der Sächsischen Krankenhausgesellschaft Stephan Helm ergänzt: "Mit Blick auf gestern Abend gibt es in Sachsen ein überschaubares Szenario."

14:33 Uhr | A4-Stau-Chaos: Kretschmer hofft auf Hilfe der Bundeswehr

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer will wegen der extremen Staus an der weitgehend geschlossenen polnischen Grenze notfalls die Bundeswehr zur Hilfe holen. Er habe die Bundesverteidigungsministerin um Unterstützung beim der Versorgung der Wartenden gebeten, falls sich die Situation verschärfe, erklärte Kretschmer.

Der Stau auf der A4 war bis Mittwochmittag auf mehr als 60 Kilometer angewachsen. Die Menschen mussten rund 20 Stunden warten, weil die polnischen Grenzer jeden Einzelnen eingehend kontrollierten.

Inzwischen werden Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen auch an der Görlitzer Stadtbrücke abgefertigt. Dadurch ging der Stau auf der Autobahn etwas zurück. Dennoch sind in Richtung Görlitz alle Auffahrten von Pulsnitz bis zur Grenze gesperrt.

14:18 Uhr | Keine Besuche mehr im Chemnitzer Klinikum

Das Klinikum Chemnitz hat ein absolutes Besuchsverbot erlassen, um Patienten und Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Es gilt nach Angaben der Verwaltung an allen Standorten. Lediglich für die Intensivstationen, die Kinder- und Jugendmedizin sowie die Kinderchirurgie gibt es Ausnahmen. Bisher hatte das Chemnitzer Klinikum Besuche lediglich eingeschränkt.

14:11 Uhr | Köpping will Testkapazitäten weiter erhöhen

In Sachsen können derzeit pro Tag 1.400 Tests auf das Coronavirus vorgenommen werden. Das seien 500 mehr als in der Vorwoche, sagte Sozialministerin Petra Köpping am Mittwoch im Landtag. In den nächsten Tagen würden die bestehenden Kapazitäten weiter verdoppelt.

Es zeichne sich auch ab, dass das Ministerium Schutzmasken und dringend benötigte Hilfsmittel organisieren könne. So könnten voraussichtlich schon in wenigen Tagen 700.000 Schutzmasken geliefert werden. Damit könne der Bedarf zumindest an den dringendsten Stellen schnell gedeckt werden.

14:04 Uhr | Auch Porsche stoppt Produktion

Nach Volkswagen und BMW hat nun auch Porsche angekündigt, seine Produktion zu stoppen. In Leipzig sollten die Beschäftigten ursprünglich nur heute frei haben, um zu Hause die Kinderbetreuung organisieren zu können.

Nun wird ab Sonnabend die Produktion für zwei Wochen ausgesetzt, wie der Autobauer mitteilte. Grund sei nicht nur der Schutz der Belegschaft vor einer Infektion. Auch Engpässe bei den Zulieferern würden eine geordnete Produktion derzeit nicht mehr zulassen. Zugleich geht Porsche für die nächste Zeit von einer geringeren Nachfrage aus.

13:37 Uhr | Iron Man mit Mundschutz in Dresden

Mit der weiteren Verbreitung des Coronavirus kursieren im Internet und den sozialen Medien auch immer mehr Bilder, die sich auf lustige und kreative Weise des Themas annehmen. Meist geht es um Hamsterkäufe und die Hygienemaßnahmen.

Da bekommt die Mona Lisa per Photoshop einen Atemschutz verpasst und in Michelangelos "Erschaffung des Adam" dieser von Gott Desinfektionsmittel auf die Hand gesprüht. In Dresden hat ein Unbekannter einer Statue an der Elbe eine Schutzmaske verpasst. Und damit haben Künstler und Scherzbolde ihre Möglichkeiten wahrscheinlich noch lange nicht ausgeschöpft…

Am Elbhafen Dresden-Neustadt steht eine Bronzestatue, der ein Mundschutz umgebunden wurde.
Bildrechte: MDR/Madeleine Arndt

13:13 Uhr | Trickbetrüger nutzen neue Corona-Masche

Ein Mensch klingelt vor einer Haustür an einer Gegensprechanlage
Bildrechte: Colourbox.de

In Sachsen sind Trickbetrüger unterwegs, die die Corona-Krise für Diebstähle ausnutzen. Die Polizei bestätigte, dass in Beucha bei Leipzig Unbekannte an Haustüren klingelten und sich als medizinisches Personal ausgaben, das angeblich per Hausbesuch Corona-Tests durchführen würde.

Ob und wie oft die Betrüger mit dieser Masche Erfolg hatten, konnte die Polizei nicht sagen. Die Ermittlungen laufen noch. Unbestätigten Berichten zufolge sollen sie mindestens einen Mann um Wertgegenstände erleichtert haben.

12:41 Uhr | Piwarz: Abi-Prüfungen finden wie geplant statt

Sachsen hält trotz der Corona-Krise an den geplanten Terminen für die Abitur- und Abschlussprüfungen an den Schulen im Freistaat fest. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch mit. Der Start erfolge mit der ersten Abiturprüfung am 22. April. Der zur Prüfung benötigte Unterrichtsstoff sei weitestgehend behandelt worden, so das Ministerium. Die Schüler hätten also noch Zeit und Freiraum für die Prüfungsvorbereitung.

Komplett ausschließen wollte Kultusminister Christian Piwarz eine Verschiebung jedoch nicht. Ende März werde die Situation noch einmal neu bewertet, sagte er. Bayern hatte heute bekanntgegeben, den Beginn der Abiturprüfungen auf den 20. Mai zu verschieben.

Wir stellen unter allen Umständen sicher, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Abschlüsse ableisten können. Niemand wird benachteiligt.

Christian Piwarz Sächsischer Kultusminister

12:09 Uhr | ADAC schließt Anlaufstellen - Gelbe Engel weiter unterwegs

Der Automobilklub ADAC hat wegen der Corona-Krise seine Geschäftsstellen, Reisebüros und Vertretungen geschlossen. Die Mitarbeiter sind den Angaben zufolge aber per Telefon und E-Mail weiter für Mitglieder und Kunden da. Die Gelben Engel seien nach wie vor auf den Straßen in der Region unterwegs, um im Pannenfall zu helfen, betonte der ADAC Sachsen.

11:53 Uhr | Museumsbesuch in den eigenen vier Wänden

Das große Zittauer Fastentuch von 1472 in der zum Museum umgebauten Kirche Zum Heiligen Kreuz in Zittau
Bildrechte: dpa

Weil die Museen in Sachsen wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben müssen, arbeiten einige Einrichtungen an Alternativen. So gewährt das Kulturhistorische Museum in Zittau seit Mittwoch Besuchern virtuell Einlass. Gemeinsam mit einer Spezialfirma wurde ein fotorealistisches Abbild der Ausstellungsräume im Franziskanerkloster erstellt.

Bei dem virtuellen Rundgang sind sogar Räume zu sehen, die normalerweise nicht zugänglich sind, darunter die Dachböden der Klosterkirche und des Heffterbaus. Das Museum hofft, dass die virtuellen Besucher nach der Corona-Krise auch in die "echte" Ausstellung mit den bekannten Zittauer Fastentüchern kommen.

11:29 Uhr | Lebensmittelnot bei Tafeln

Durch die Corona-Krise kommt es bei einigen Tafelvereinen in Sachsen zu Engpässen bei der Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln. Die Freitaler Tafel hat nach eigenen Angaben zuletzt pro Tag nur noch 20 Kisten mit Obst und Gemüse erhalten. Sonst seien es 100 bis 150. Die Lage sei erschreckend, sagte Tafelleiterin Karin Rauschenbach.

Ab heute profitiere die Tafel allerdings von der Schließung des Dresdner Zoos. Obst und Gemüse, das ein Großmarkt sonst dorthin liefere, werde jetzt zum Teil der Tafel zur Verfügung gestellt. Die Freitaler Tafel versorgt pro Woche 1.000 Hilfsbedürftige. Rauschenbach zufolge haben junge Leute jetzt angeboten, Lebensmittel auch zu älteren Leuten nach Hause zu bringen.

11:07 Uhr | Kretschmer im Landtag: Regierung hat vernünftig gehandelt

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat im Landtag das Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verteidigt. Seine Regierung habe innerhalb kurzer Zeit vernünftige Regeln aufgestellt, um die Krise einzudämmen. Das schrittweise Vorgehen bei den Schul- und Kita-Schließungen sei ein besserer Weg, als überstürzt zu handeln, ohne die Folgen zu bedenken.

Kretschmer kündigte an, die 650 Millionen Euro Haushaltsüberschuss von 2019 zur Abmilderung der Krisenfolgen zu verwenden.

10:49 Uhr | Fit vor dem Bildschirm mit Leipziger Handballern

Angesichts der vielen ausfallenden Sportangebote wegen der Corona-Krise bietet der Handball-Bundesligist SC DHfK Leipzig Kindern eine digitale Alternative. Der Klub hat sich nach eigenen Angaben "ein spaßiges Fitnessprogramm" zum Mitmachen ausgedacht.

Zum Auftakt wurde am Mittwoch ein Video mit Rechtsaußen Lucas Krzikalla veröffentlicht. Er zeigte unter der Anleitung von Athletik-Trainer Hagen Pietrek einen spielerischen Zoobesuch in den eigenen vier Wänden. Bei den verschiedenen Übungen wurden Tiere und ihre Bewegungen nachgemacht.

Künftig soll es jeden Montag, Mittwoch und Freitag ein neues Video geben. Und die Eltern dürfen ausdrücklich mitmachen.

10:16 Uhr | Produktionsstopp bei BMW - auch im Werk Leipzig

Der Autobauer BMW fährt wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Fertigungsanlagen in Europa und Südafrika herunter. Vorstandschef Oliver Zipse sagte am Mittwoch, die Produktionsunterbrechung werde voraussichtlich bis zum 19. April dauern. Davon betroffen ist auch das BMW-Werk in Leipzig mit seinen mehr als 5.000 Beschäftigten. Dort rollen sonst täglich rund 1.000 Neuwagen mit Verbrennungs- oder Elektromotor vom Band.

Wie ein Werkssprecher MDR SACHSEN sagte, wird die Produktion bis Donnerstag schrittweise heruntergefahren, bevor am Freitag die Bänder stillstehen. Die Verwaltung werde ab dann im Homeoffice arbeiten, die anderen Mitarbeiter sollten Überstunden abbauen oder erhielten Kurzarbeitergeld.

10:02 Uhr | Wo die Verwaltung in Leipzig noch persönlich ansprechbar ist

Die Leipziger Stadtverwaltung lässt trotz eingeschränkter Kundenarbeit sechs Bürgerämter geöffnet. Dort werden wichtige Leistungen, wie zum Beispiel im Meldewesen, weiterhin angeboten. Konkret betrifft das laut Aussage der Stadtverwaltung die Bürgerämter im Gohlis-Center, in der Wiedebachpassage, im Paunsdorf-Center, in Schönefeld, am Ratzelbogen in Grünau und in der Otto-Schill-Straße. Allerdings müssen sich die Leipziger auch in diesen Ämtern vorher per Telefon oder E-Mail anmelden, um die Sprechzeiten mit persönlichem Kontakt möglichst gering zu halten.

09:33 Uhr | Update zum A4-Grenzstau: Polen lässt Autos über Stadtbrücke

Um die dramatische Lage auf der Autobahn 4 Richtung Polen zu entspannen, haben die polnischen Behörden einen zweiten Übergang geöffnet. Wie die Polizeidirektion Görlitz dem MDR bestätigte, werden am Görlitzer Übergang Stadtbrücke Fahrzeuge bis 7,5 Tonen abgefertigt, die unter die entsprechende Ausnahmeregelung für eine Einreise nach Polen fallen.

Schwere Lkw dürften dagegen weiterhin ausschließlich den Autobahngrenzübergang bei Ludwigsdorf benutzen, betonte die Polizei. Weil sich das Gerücht über eine Ausreisemöglichkeit über die Stadtbrücke bereits herumgesprochen hatte, bildete sich bereits am frühen Mittwochmorgen eine Fahrzeugschlange vor der Stadtbrücke.

Auf einer Straße zum Görlitzer Grenzübergang Stadtbrücke stehen Pkw und Kleintransporter im Stau.
Bildrechte: Danilo Dittrich

08:54 Uhr | Austrian Airlines unterbricht Flugbetrieb - Leipzig bereits betroffen

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines stellt ihren Flugbetrieb ab Mitternacht vorerst komplett ein. Als Grund gab die Lufthansa-Tochter die weltweit zunehmende Zahl von Einreisestopps wegen der Corona-Pandemie an. Dadurch sei die Nachfrage nach Flugreisen rapide zurückgegangen. Austrian Airlines hat auch die Strecke Wien - Leipzig/Halle im Programm. Diese hatte die Fluggesellschaft allerdings schon seit Montag nicht mehr bedient. Zunächst soll der Flugbetrieb bei Austrian Airlines bis zum 28. März ruhen.

08:20 Uhr | Zum Nachhören: Dienstags direkt zu den wirtschaftlichen Folgen von Corona

08:09 Uhr | 247 Infizierte in Sachsen - Köpping gibt Regierungserklärung zu Corona-Krise ab

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping will am Vormittag im Landtag eine Regierungserklärung zur Ausbreitung des Coronavirus im Freistaat abgeben. Bis zum Vortag hatten sich nach offiziellen Angaben 247 Menschen in Sachsen mit dem Virus infiziert. Die Regierung verabschiedete eine Allgemeinverfügung, die das öffentliche Leben erheblich einschränkt. Dazu gehört die Absage aller Veranstaltungen mit einer größeren Teilnehmerzahl zunächst bis zum 20. April.

Landtagspräsident Matthias Rößler hatte deshalb vorgeschlagen, das Parlament solle in kleinerer Besetzung tagen. Dies scheiterte jedoch am Widerstand der AfD. Diese will für Sachsen den Katastrophenalarm ausrufen lassen.

07:38 Uhr | Handelsverband fordert Zuschüsse, nicht nur zinslose Kredite

Der sächsische Handelsverband fordert wegen der Corona-Krise Zuschüsse für existenzbedrohte kleinere Unternehmen. Geschäftsführer René Glaser sagte dem MDR, zwar gebe es seitens der Regierung unter anderem Kurzarbeitergeld und auch andere Angebote von Banken oder Gewerbeämtern. Echte Hilfe für die kleinen Händler würde aber nur ein Zuschuss-Programm im Sinne eines Rettungsfonds bringen, das unbürokratisch und schnell helfe. Ähnliche Forderungen gibt es aus der Hotelbranche.

Die sächsische Landesregierung hatte am Dienstag einen Hilfsfonds angekündigt, über den zinslose Darlehen an Klein- und Kleinstunternehmen vergeben werden.

07:23 Uhr | Schmalspurbahnen trotzen Corona

Die Schmalspurbahnen im Lößnitzgrund und im Weißeritztal fahren vorerst ohne Einschränkungen weiter. Die beiden vorwiegend mit Dampfloks betriebenen Strecken dienen zwar vorrangig dem Schüler- und Tourismusverkehr. Aber auch wenn Schüler und Ausflügler derzeit fehlten, sei eine Einstellung des Betriebs zwischen Radebeul und Radeburg sowie zwischen Freital und Kipsdorf nicht sinnvoll, sagte ein Sprecher des Verkehrsverbundes Oberelbe, der die Leistungen bestellt hat.

Der Streckenbetreiber Sächsische Dampfeisenbahn hat allerdings alle zusätzlichen, in Eigenregie geplanten Sonderfahrten, Themenfahrten und Veranstaltungen bis Ende Mai abgesagt.

06:40 Uhr | Auch im Zoo Leipzig kein Besucherverkehr mehr

Nicht nur der Zoologische Garten in Dresden ist wegen der Corona-Pandemie ab dem heutigen Mittwoch geschlossen. Auch der artenreichste Tierpark Sachsens in Leipzig darf keine Besucher mehr einlassen. Zoodirektor Jörg Junhold erklärte, damit sollten Gäste und Mitarbeiter gleichermaßen vor einer Ansteckung geschützt werden. Die Versorgung der Tiere sei natürlich gewährleistet. Wer die Bewohner von Gondwanaland, Afrikasavanne, Pongoland und den anderen Gehegen trotzdem sehen möchte, dem sei ein Blick ins Video-Archiv der MDR Sendung "Elefant, Tiger & Co." empfohlen.

06:09 Uhr | Wegen Corona: Weniger Sachsen trauen sich

Die Corona-Krise verhagelt einigen Verliebten in Sachsen den angeblich schönsten Tag im Leben. In Leipzig wurden nach Angaben des Standesamtes bereits sieben Hochzeiten abgesagt. Die Tendenz sei steigend, teilte die Behörde mit und verwies zudem auf krankheitsbedingte Personalausfälle wegen des Coronavirus.

Wegen der Ansteckungsgefahr werden in Leipzig Trauungen derzeit nur noch komplett ohne Gäste durchgeführt: keine Trauzeugen, keine Angehörigen, nicht einmal die eigenen Kinder. Neben dem Standesbeamten und dem Brautpaar darf lediglich ein Fotograf anwesend sein und Aufnahmen machen.

In Chemnitz und Görlitz gelten ähnliche Einschränkungen. In Görlitz verschob ein Paar daraufhin seinen Hochzeitstermin, ebenso in Dresden, obwohl hier noch Gäste in sehr begrenztem Umfang zugelassen sind. In Chemnitz und Zwickau sagen sich bisher allen angemeldeten Paare noch planmäßig ja.

05:35 Uhr | Stau auf A4 immer dramatischer

Der Stau auf der Autobahn 4 in Richtung Polen ist über Nacht weiter gewachsen. Nach Angaben des MDR-Verkehrszentrums hat er inzwischen eine Länge von rund 60 Kilometern erreicht. Das Stauende ist damit fast schon am Anschluss Uhyst am Taucher. Von dort bis Ludwigsdorf sind alle Auffahrten Richtung Görlitz gesperrt. Autos werden bereits in Burkau von der A4 abgeleitet, Lkw müssen sich allerdings weiter anstellen, wenn sie den einzigen noch passierbaren Grenzübergang von Sachsen nach Polen nutzen wollen.

Alle anderen Übergänge hat Polen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Am A4-Grenübergang werden sämtliche Personen auf Anzeichen einer Infektion kontrolliert und Menschen abgewiesen, die nicht unter die Ausnahmeregeln für eine Einreise nach Polen fallen.

Quelle: MDR/stt/kk/tk/dk/al/ms/kh/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.03.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 17.03.2020 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

Zeitgeist vor 26 Wochen

Ja wenn ich in der Regierung wäre, so würde es besser laufen.
1. Würde ich viele LKW 's per Zug nach Polen auf die Reise schicken.
2. Hätte ich auch mal mit der Regierung in Polen und auch Tschechien das Gespräch gesucht.
Leute, ich muß doch nicht für Euch die Arbeit machen, Ihr bekommt doch die fette Kohle.

Volker S. vor 26 Wochen

"Aber wenn Schüler und Ausflügler derzeit fehlten, sei eine Einstellung des Betriebs ... nicht sinnvoll, sagte ein Sprecher des Verkehrsverbundes Oberelbe, der die Leistungen bestellt hat." [???] Da Fahrgäste fehlen, macht die Einstellung der Fahrten keinen Sinn, die er selbst bestellt hat?

DER Beobachter vor 26 Wochen

Offenbar widersprechen die gesandten Bilder vom Genuss im Alaunpark und den Elbwiesen den Darstellugen von 17.30 von einer Corona-Party ... ;)

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