Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 16.12.: Inzidenzwert in Görlitz übersteigt 700er-Marke

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Corona-Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Bildrechte: dpa

21:52 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Liveticker zu Corona-Themen aus Sachsen für heute. Wir wünschen Ihnen einen ruhigen Abend und sind am Donnerstagmorgen wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

21:50 Uhr | Chemnitz verabschiedet drittes Maßnahmepaket

Der Stadtrat in Chemnitz hat am Mittwoch das dritte Maßnahmenpaket zur Bewältigung der Corona-Pandemie in der Stadt verabschiedet. Demnach werden weitere 2,6 Millionen Euro für Mehrausgaben zur Verfügung gestellt. Bezahlt werden damit unter anderem im Gesundheitsbereich die weitere Beteiligung der Stadt an der Corona-Ambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung und die Anschaffung von Schutzwänden und Verbrauchsmaterial. Die Stadt rechnet damit, dass sie in diesem Jahr rund 30 Millionen Euro Steuern weniger einnimmt.

21:47 Uhr | Erzgebirgskreis stock Corona-Teams auf

Der Erzgbirgskreis will mit Jahresbeginn die Mitarbeiterzahl in der Kontaktverfolgung noch einmal aufstocken. 51 Mitarbeitende sollen dazukommen. Derzeit sind 187 Menschen damit beschäftigt. Sie arbeiten in 17 Teams von Montag bis Sonntag.

20:58 Uhr | Eltern rufen zu Spenden statt Böllern auf

Die Dresdner Initiativen "Parents for Future" und "Wir lieben Elbe" haben dazu aufgerufen, das für Silvesterböller gedachte Geld zu spenden. Mögliche Empfänger stünden auf einer Liste im Internet unter www.spenden-statt-boellern.de. Immer wieder würden unbeteiligte Menschen und auch Tiere durch die Knallerei geschädigt, hieß es in dem Aufruf. Zudem entstünden Unmengen von Müll. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Verkauf von Feuerwerk zum Jahreswechsel untersagt.

20:41 Uhr | Infektionen und Todesfälle im Seniorenheim Beerendorf

Im AWO-Seniorenzentrum Beerendorf bei Delitzsch ist die Zahl der Corona-Infizierten deutlich gestiegen: Inzwischen seien 49 Bewohnerinnen und Bewohner und 22 Mitarbeitende betroffen, sagte Heimleiter Christian Schulze. Zudem seien in den vergangenen beiden Tagen zwei Senioren gestorben, die vorige Woche positiv getestet worden waren.

Im Seniorenzentrum herrsche derzeit eine angespannte Dienstplan-Situation, sagte Schulze. Die Einrichtung müsse auf vier Mitarbeiter in Arbeitsquarantäne zurückgreifen, das heißt, dass diese Mitarbeiter positiv getestet, aber symptomfrei sind. Mit Zustimmung des Gesundheitsamtes seien sie eingesetzt, um positiv getestete Heimbewohner zu betreuen. Der Zustand der Senioren und der Mitarbeitenden werde überwacht.

20:36 Uhr | Extrem hohe Ansteckungsraten im Erzgebirge - warum?

Im Erzgebirge ist die Corona-Lage schon seit mehreren Wochen sehr ernst. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt jenseits des 500er-Werts und Besserung tritt nicht ein. Mehrere Kommunen haben Inzidenz-Werte von mehr als 1.000. Landrat Frank Vogel ärgerte sich am Mittwoch, dass die Menschen "die Grundregel immer noch nicht verstanden" hätten: nämlich Kontakte zu vermeiden. Die Krankenhäuser seien am Rande des Leistbaren.

20:16 Uhr | Großes Echo auf Helfersuche in Görlitz

Das Görlitzer Klinikum hat nach seinem Suchaufruf auf Facebook zahlreiche Angebote erhalten. Innerhalb weniger Stunden seien 45 Bewerbungen eingegangen, teilte das Klinikum mit. Deshalb ist der Aufruf gestoppt worden. Gesucht wurden Helfer für die Versorgung von Patienten. Sie sollen unter anderem Essen reichen oder bei der Zimmerreinigung helfen.

20:05 Uhr | Debatte: Triage in Sachsen?

In einem Online-Forum soll ein Mediziner aus Zittau am Dienstagabend davon gesprochen haben, dass am Klinikum Oberlausitzer Bergland schon mehrfach triagiert werden musste, weil nicht genügend Beatmungsbetten zur Verfügung stehen. Triage heißt, dass Ärzte bei knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Die Klinik betonte: "Die Lage ist kritisch", bestätigte den Arzt-Bericht aber nicht. Es werde versucht, die Patienten, für die es keine Versorgung gibt, in eine andere Klinik zu verlegen. Der Landkreis Görlitz, in dem Zittau liegt, ist einer der Corona-Hotspots in Deutschland.

Ich möchte mit Nachdruck deutlich machen, dass es aktuell noch freie Intensivbetten in Sachsen gibt und Patienten über die Krankenhausleitstellen dementsprechend verteilt werden.

Christian Kleber Leiter Krankenhausleitstelle Uniklinikum Dresden

Die Triage ist umstritten und in Deutschland gesetzlich nicht geregelt. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) widersprach Einschätzungen aus Sachsen und verwies auf freie Kapazitäten auf Intensivstationen. Bei einer möglichen regionalen Überlastung von Kliniken sei geregelt, dass Patienten innerhalb Deutschlands verlegt werden können. Die Kapazitäten in Ostsachsen koordiniert eine Krankenhausleitstelle am Uniklinikum Dresden. Deren Chef Christian Kleber betonte: "Kein Krankenhaus in Sachsen ist bisher in der Situation eine Triage vornehmen zu müssen, bei der es darum geht, dass möglichst viele Patienten überleben - um den Preis, das anderen Patienten sterben müssten."

18:39 Uhr | Inzidenzwert in Görlitz übersteigt 700er-Marke

Die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner im Landkreis Görlitz hat mit 703 den höchsten Wert in Sachsen seit Beginn der Pandemie erreicht. Damit liegen insgesamt fünf Landkreise über einer Inzidenz von 600. Nur die Stadt Leipzig weist derzeit einen Wert unterhalb von 200 aus - und zwar 187.

Die Landkreise und Großstädte haben am Mittwoch insgesamt 3.206 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist die Zahl der zurzeit in Sachsen aktiven Corona-Fälle auf 33.355 gestiegen. In sächsischen Kliniken werden derzeit 3.238 Corona-Erkrankte behandelt, 102 mehr als am Dienstag. Davon brauchen 610 Menschen eine intensivmedizinische Versorgung. Im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion sind den Angaben zufolge seit Dienstag 81 Menschen gestorben. Damit wurden seit Beginn der Pandemie in Sachsen insgesamt 1.977 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert.

18:30 Uhr | Taxigewerbe hofft auf öffentliche Aufträge

Rund 200 Taxifahrerinnen und Taxifahrer haben am Mittwoch vor dem Sächsischen Landtag demonstriert. Damit wollten sie auf ihre Not aufmerksam machen. Ihre Umsätze seien um 70 Prozent im Vergleich zu 2019 zurückgegangen. Nun erhoffen sich die Taxifahrer finanzielle Hilfe und mehr Aufträge von der öffentlichen Hand - auch durch den Transport zu Impfzentren.

18:08 Uhr | Leipzig schränkt Versammlungsrecht ein

Leipzig hat das Versammlungsrecht für den Sonnabend, 19. Dezember, eingeschränkt. Demnach ist es jedermann im Stadtgebiet untersagt, an diesem Tag öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel zu veranstalten oder daran teilzunehmen, die nicht bis zum Donnerstagmittag angemeldet worden sind, informierte die Stadt.

Die sogenannte "Querdenken"-Szene mobilisiert derzeit bundesweit für eine Demonstration in Leipzig gegen Corona-Maßnahmen. Eine Versammlung wurde bislang noch nicht angemeldet. Das Netzwerk "Leipzig nimmt Platz" und die Linke haben zu Gegengemonstrationen aufgerufen. Die Polizei bereitet sich auf einen größeren Einsatz vor.

17:51 Uhr | Tschechien will Skifahrer kontrollieren

Die tschechische Polizei plant angesichts der Öffnung der Skigebiete in den Mittelgebirgen ab Freitag schärfere Kontrollen im Grenzgebiet. Das hat Innenminister Jan Hamacek angekündigt. Die Papiere ausländischer Wintersportler sollen auch direkt an den Pisten überprüft werden. Für sie gilt, dass sie einen negativen Corona-PCR-Test vorlegen müssen, der nicht älter als 72 Stunden ist.

In Tschechien können nur Tagestouristen unterwegs sein. Längere Aufenthalte in Wintersportgebieten sind nicht möglich, weil die Hotels geschlossen sein werden. Für alle anderen Reisen nach Tschechien gilt, dass zwingend ein triftiger Grund vorliegen muss, wozu Tourismus und Sport nicht zählen. Ab Freitag gilt in Tschechien wieder die zweithöchste Corona-Warnstufe mit nächtlichen Ausgangssperren.

17:00 Uhr | Zittauer Oberbürgermeister: Schluss mit Corona-Leugnerei

Angesichts der Auslastung der Kapazitäten der Krankenhäuser in der Oberlausitz und knapper werdendem Personal sagte der Zittauer Oberbürgermeister Thomas Zenker: "Es ist klar erkennbar, dass wir in dieser Lage aus eigener Kraft nicht weiterkommen." Bundeswehrsoldaten seien derzeit ein wichtige Stütze zur Aufrechterhaltung des Klinikbetriebs. Er äußerte Unverständnis darüber, dass immer noch "nicht wenige Menschen quer über alle Bevölkerungsgruppen, Einkommensschichten oder politische Zuordnungen" die Situation leugneten. Es sei an der Zeit, endlich gemeinsam daran zu arbeiten, die Krise abzuwenden, verlangte er.

Andere Personengruppen versuchen weiterhin über private Initiativen und vermeintliche religiöse Treffen die Legende zu spinnen, dass hier eine große Verschwörung im Gange sei, auch gewählte Stadt- und Kreisrätinnen und -räte beteiligten sich ihrerseits über Parteiveranstaltungen im Rahmen des Versammlungsrechts an dieser Erzählung. Damit muss nun genug sein!

Thomas Zenker Oberbürgermeister von Zittau

16:19 Uhr | Alle Intensivbetten in Dresdner Kliniken voll belegt

Die Krankenhäuser in Dresden haben auf ihren Intensivstationen derzeit keine Betten mehr frei für Covid-19-Patienten. Am Mittwochmittag waren alle 87 Betten für Corona-Patientinnen und -Patienten belegt, teilte das Gesundheitsamt mit. Die Normalstation kommt mit einer Auslastung von 91 Prozent ebenfalls an ihre Grenzen. Hier sind 363 von insgesamt 400 Betten belegt (37 Plätze frei).

Die Zahlen zu Dresdens Kapazitäten und Entwicklung der Neuinfektionen können Sie hier nachvollziehen.

16:08 Uhr | Chemnitzer Polizei löst Partys auf

Nach Bürgerhinweisen wegen Lärmbelästigung haben Polizisten am Dienstag in Chemnitz mehrere Zusammenkünfte aufgelöst. In einem Park in der Barbarossastraße wurde eine Gruppe von vier Personen festgestellt, die sich ohne triftigen Grund getroffen hatte. Die Beteiligten im Alter zwischen 21 und 27 Jahren bekamen Platzverweise und Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung.

In einer Wohnung in der Brückenstraße feierten in der vergangenen Nacht eine Frau und vier Männer im Alter zwischen 16 und 21 Jahren lautstark eine Party. Auch diese Party wurde beendet und die Ordnungswidrigkeiten angezeigt, teilte die Polizeidirektion Chemnitz mit.

15:54 Uhr | Jugendherbergen in Not

Zur Hauptsaison im Frühjahr durften keine Gruppenreisen und Klassenfahrten stattfinden, nach dem Sommer begannen wieder Einschränkungen: Die Jugendherbergen in Sachsen kämpfen um ihr Überleben, weil Ski-Lager und Familienwochenenden derzeit unmöglich sind. Trotzdem sind die Häuser nicht untätig und arbeiten an Ideen, damit es ab Januar weitergehen kann.

15:38 Uhr | Kultursenat verlangt dringend Hilfen

Der Sächsische Kultursenat hat vom Freistaat weitere Schritte und Hilfen verlangt, um Kulturschaffende zu unterstützen. "Die seit Monaten bestehenden Einschränkungen führen zu massiven Verwerfungen, die weit über die rein finanziellen Notlagen hinausgehen", urteilte das Gremium und warnt vor irreparablen Folgen. Trotz Nothilfe seien ganze Lebensläufe existenziell betroffen. Perspektivlosigkeit breche sich unter Kulturschaffenden Bahn. Dennoch stellte sich der Kultursenat hinter die Lockdown-Maßnahmen:

Die derzeit wichtigste Pflicht der Kunst und Kultur ist zu helfen, dass die drohende Überlastung der Krankenhäuser und der massive Anstieg der Todesfälle durch das Coronavirus aufgehalten werden. Von daher erachten wir die Maßnahmen der Landesregierung für richtig.

Sächsischer Kultursenat Positionspapier zur Pandemie

Der Sächsische Kultursenat vertritt die sächsischen Kulturinteressen auf Landes- und kommunaler Ebene unter dem Gesichtspunkt der Vielfalt und der Regionalität.

14:16 Uhr | Heftige Kritik im Sächsischen Landtag

Im Sächsischen Landtag hat Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in einem Bericht zur Corona-Pandemie seinen Kurswechsel weg von der weitgehenden Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger hin zu einem harten Lockdown verteidigt. Er kündigte an, die Situation in den nächsten Tagen weiterhin auszuwerten und möglicherweise über weitere Maßnahmen zu entscheiden. Sonst drohe eine "extreme Notlage". Ziel für die nächsten Wochen müsse es sein, die Wocheninzidenz auf 100 bis 150 Neuinfektionen zu senken, um die Kontaktnachverfolgung wieder zu ermöglichen.

Kretschmer kritisierte die AfD für deren Forderungen nach Lockerungen und verglich ihren Umgang mit Erkrankungsfällen in den eigenen Parteireihen als "sektenhaft". Die AfD wiederum verlangte Kretschmers Rücktritt und kritisierte die ergriffenen Corona-Maßnahmen.

13:57 Uhr | Ökumene zu Weihnachten und "Spagat der Nächstenliebe"

Der katholische Bischof Heinrich Timmerevers wirbt auch trotz strenger Einschränkungen im Corona-Lockdown für die Möglichkeit von Gottesdiensten zu Weihnachten. "Das haben wir auch aus der Debatte um Ostern gelernt: Kirchen müssen offenbleiben", sagte der Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Es sei "unser Dienst" für die Menschen.

Dieses Jahr ist Weihnachten ein Spagat der Nächstenliebe.

Heinrich Timmerevers katholischer Bischof Dresden-Meißen

Das katholische Bistum und die Evangelisch-lutherische Landeskirche Sachsens bieten Gottesdienste unter Einhaltung strikter Schutzmaßnahmen an. Zugleich ermutigte Timmerevers, dass man auch aus guten Gründen über Fernsehen und Internet mitfeiern kann. Daher gibt es am Heiligabend auch eine ökumenische Christmette aus dem Seelsorgezentrum des Universitätsklinikums Dresden. Dabei wollen Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz und Timmerevers gemeinsam mit Mitarbeitenden des Uniklinikums "auf die Herausforderungen und Zumutungen des Jahres" 2020 zurückschauen. Der MDR überträgt diesen Gottesdienst live.

Evangelische Geschwister öffnen Kreuzkirche

Weil in der Dresdner Kathedrale derzeit gebaut wird und der Platz eingeschränkt ist, feiern die Katholiken ihre traditionelle katholische Christmette um 21 Uhr in der evangelischen Kreuzkirche. In dem größeren Kirchenraum seien die notwendigen Mindestabstände einhaltbar.

13:24 Uhr | Kinder gestalten Kurzfilme

Die Leipziger Filmemacher Alice von Gwinner und Uli Seis haben sich den sogenannten "Mitmalfilm" ausgedacht. Kinder gestalten die Filmwelten im dazu passenden Malbuch. Mit einer App werden die selbst gemalten Bilder ganz einfach im Trickfilm mit Leben gefüllt - eine Beschäftigungsidee für kommende Lockdown-Wochen und dunkle Winternachmittage.

13:01 Uhr | Weitere Messen in Leipzig abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie findet die Leipziger Fachmesse für Geschenk- und Wohntrends Ende Februar 2021 nicht statt. Es werde geprüft, ob die ursprünglich für den 27. Februar bis 1. März geplante Ausstellung auf den April verschoben werden könne, teilte die Leipziger Messegesellschaft heute mit. Auch die grüne Fachbörse Floriga am 28. Februar müsse abgesagt werden.

12:33 Uhr | IHK Chemnitz drängt auf Auszahlung der Finanzhilfen

Der Präsident der IHK Chemnitz, Dieter Pfortner, hat die rasche Auszahlung der Finanzhilfen für coronabedingt geschlossene Betriebe angemahnt. Momentan laufe dies sehr zäh und das gefährde das Vertrauen in die Politik. Prinzipiell unterstütze er die aktuellen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dennoch räumte Pfortner ein, dass die Schließung des Einzelhandels in der Vorweihnachtszeit eine Katastrophe sei. Auch das Gastgewerbe und die Reisebranche seien arg gebeutelt, wie eine Umfrage der Kammer bei Unternehmen der Region zeige.

12:14 Uhr | Landratsamt Zwickau verteilt Infoblätter

Das Landratsamt Zwickau verteilt derzeit ein Flugblatt, auf dem den Einwohnern die neue Corona-Allgemeinverfügung des Landkreises erklärt wird. Das Infoblatt soll bis Ende dieser Woche alle 166.000 Haushalte erreicht haben. Darin wird unter anderem erklärt, dass Personen, die mit einem positiv Getesteten in einem Haushalt leben, sich sofort selbst in häusliche Isolation begeben sollen. Damit soll das Gesundheitsamt entlastet werden. Für den Arbeitgeber reiche der positive Coronatest des Familienangehörigen.

11:52 Uhr | Gegen Ausgangssperre verstoßen

Zwei 24-jährige Männer aus Leutersdorf und Seifhennersdorf haben vergangene Nacht gegen die Bestimmungen der Sächsischen Corona-Schutzverordnung verstoßen. Das teilte heute die Bundespolizei mit. Demnach wurden die Männer von einer Streife kurz nach 1 Uhr in Löbau kontrolliert. Dabei konnten die 24-Jährigen keinen triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung nennen. Es wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstoßes gegen die geltende Ausgangssperre erstattet.

11:23 Uhr | Theater Plauen-Zwickau bleibt bis März zu

Das Theater Plauen-Zwickau pausiert bis mindestens Ende März. Man erwarte weitere Einschränkungen bis weit ins neue Jahr hinein, teilte die Leitung mit. Das Theater Plauen-Zwickau geht damit noch über die Empfehlung des Kulturministeriums hinaus - die lautet bis Ende Februar.

Mit der Schließung wolle man einen eigenständigen Beitrag zur Milderung des Infektionsgeschehens leisten, so der Generalintendant Roland May. Als Wiedereinstieg in den Spielbetrieb ist die Eröffnung des Zwickauer Gewandhauses um Ostern angedacht, mit Inszenierungen aller Sparten und gleichzeitig die Wiederaufnahme des Spielplanes in Plauen.

10:51 Uhr | Kretschmer appelliert an Einhalten der Regeln

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die erneute landesweite Schließung von Geschäften, Schulen und Kitas verteidigt. Die Einschnitte seien nötig, um die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen, sagte Kretschmer im Landtag. Derzeit sei die Situation außer Kontrolle.

Eindringlich rief der CDU-Politiker die Sachsen auf, Abstand zu halten und bei jedem Kontakt außerhalb der Familie einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Anderenfalls werde der Lockdown nicht Wochen, sondern Monate andauern. Sachsen verzeichnet nach wie vor die meisten Corona-Neuinfektionen aller Bundesländer.

10:45 Uhr | Dresden sucht Helfer für Pflegeheime

Dresden sucht dringend freiwillige Helfer zur Unterstützung von Pflegeheimen in der Corona-Krise. Das ohnehin stark geforderte Personal arbeite in vielen Heimen am Limit seiner Kräfte, teilte Sozialdezernentin Kristin Klaudia Kaufmann heute mit. Ehrenamtler könnten direkt in den Heimen helfen, etwa bei der Essensausgabe, im Hauswirtschaftsbereich oder bei der Durchführung von Schnelltests. Auch ein Einsatz als Einkaufshelfer sei denkbar. Interessierte könnten sich über die Ehrenamtsplattform melden.

Am Montag hatte bereits das Landratsamt Nordsachsen um freiwillige Helfer gebeten. In der Region soll ein Pflegepool aufgebaut werden, um die Heime zu entlasten.

10:34 Uhr | Obdachlosenunterkunft Auerbach auch tagsüber offen

Die Obdachlosenunterkunft im vogtländischen Auerbach passt ihre Regelungen an den Lockdown an. Somit dürfen die Nutzer ab sofort auch tagsüber in der Gemeinschaftsunterkunft bleiben. Normalerweise lautet die Vorgabe, dass die Obdachlosen die Einrichtung tagsüber verlassen müssen, so Sozialamtsleiter Knut Kirsten. Im Sinne der Menschen und der Vorgaben der Corona-Schutzgesetze habe man die Regelung nun angepasst. Insgesamt können in der Notunterkunft acht Personen aufgenommen werden.

10:11 Uhr | Kein Stadtrat in Leipzig, dafür Meinungsaustausch

Die für heute geplante reguläre Sitzung des Leipziger Stadtrates ist abgesagt. Oberbürgermeister Burkhard Jung lädt die Stadträte stattdessen zu einem digitalen Meinungsaustausch ein. Er wird 14 Uhr beginnen und kann per Livestream auf der Seite der Stadt verfolgt werden.

09:45 Uhr | Virtuelle Händlerstrecke statt Budenzauber

Weihnachtsmarktbuden in Altkötzschenbroda
Auch der Radebeuler Weihnachtsmarkt "Lichterglanz und Budenzauber" muss dieses Jahr ausfallen. Bildrechte: Stadt Radebeul

Der Internetauftritt des Radebeuler Weihnachtsmarktes "Lichterglanz und Budenzauber" hat eine neue Rubrik. Weil das Bummeln über dem Adventsmarkt in Kötzschenbroda in diesem Jahr nicht möglich ist, präsentieren sich unter www.weihnachtsmarkt-radebeul.de neben den Winzern auch Händler und Handwerker. Diese virtuelle Händlerstrecke bietet eine Übersicht mit Kontaktdaten und Internetauftritten der einzelnen Gewerbetreibenden und deren Sortiment.

09:24 Uhr | Landkreis Nordsachsen verschiebt Kreistagssitzung

Der Landkreis Nordsachsen hat seine für heute geplante Kreistagssitzung verschoben. Landrat Kai Emanuel (parteilos) teilte mit, die Pandemiebekämpfung habe oberste Priorität. Zwar sei die Durchführung der Sitzung möglich, man habe aber auch eine Vorbildfunktion. Ein neuer Termin für die Sitzung stehe noch nicht fest.

09:05 Uhr | 15 Millionen Euro für Flughäfen Leipzig und Dresden

Impressionen vom Geschehen auf dem Flughafen Dresden International nach dem Neustart des Flugbetriebs: Blick in die leere Abflughalle. Ein Paar läuft Arm in Arm Richtung Ausgang, Blick von hinten.
Leere Stühle, fast leere Gänge am Flughafen Dresden. Bildrechte: imago images/Thomas Eisenhuth

Die Flughäfen Leipzig und Dresden bekommen einen Corona-Zuschuss von insgesamt rund 15 Millionen Euro vom Land. Seit Beginn der Pandemie seien die Betreiber ihrer Verantwortung nachgekommen und hätten die Flughäfen offen gehalten, teilte das sächsische Finanzministerium heute in Dresden mit. Weil Privat- und Geschäftsreisende ausblieben, seien die Unternehmen aber hart getroffen.

Für das Gesamtjahr werde ein Passagierrückgang von 80 Prozent zum Vorjahr erwartet. Mit der Hilfe für die Betreiber und den Dienstleister Portground greife das Land einer vom Bund angekündigten Hilfe für Flughäfen vor, hieß es.

08:49 Uhr | Rückkehrerbörsen teilweise ins Netz verlegt

Die traditionellen Rückkehrerbörsen zwischen Weihnachten und Neujahr finden in der Oberlausitz in diesem Jahr teilweise online statt. Der Landkreis Bautzen hat die siebte Ausgabe seiner Rückkehrerbörse "Wiederda" ins Internet verlegt. Vom 28. bis 31. Dezember können sich Interessenten online über berufliche Möglichkeiten im Landkreis informieren. Unternehmen können sich noch bis morgen anmelden und dann ihre Angebote bei der Börse vorstellen.

Auch die Stadt Weißwasser setzt auf ein Online-Angebot - von Mitte nächster Woche bis Anfang Januar soll es bereit stehen. Zittau und Ebersbach dagegen haben ihre gemeinsame Veranstaltung abgesagt. Mit den Rückkehrerbörsen wenden sich Landkreis und Städte seit Jahren in den Tagen nach Weihnachten an Heimaturlauber, die in die Oberlausitz zurückkehren möchten.

08:18 Uhr | Ausbildungsmesse in Taucha geht online

Heute und morgen findet die Tauchaer Ausbildungsmesse "Youzubi" statt - wegen der Corona-Pandemie allerdings im Internet. Nach Angaben des Landratsamtes werden mehr als 30 Unternehmen mit ihren Ausbildungsberufen vorgestellt. Angeboten würden auch Live-Präsentationen zu den Karrierechancen und Diskussionsforen. Um dabei zu sein, müsse man sich auf der Internetseite "fachkraeftesafari-nordsachsen.de" anmelden. Organisiert wird die Online-Veranstaltung unter anderem von der Oberschule Taucha und dem Landkreis.

07:54 Uhr | Agrarminister: Corona-Krise erschwert Umsetzung von Projekten

Sachsens Umwelt- und Agrarminister Wolfram Günther (Grüne) geht von einer zeitlichen Verschiebung mancher Projekte als Folge der Corona-Krise aus. "Wir steuern das aber so aus, dass wir alle Vorhaben auch angehen können. Die Frage ist nur, mit welchem Schwung das gelingen kann", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Notfalls werde man manche Projekte zeitlich strecken müssen.

Wolfram Günther
Wolfram Günther Bildrechte: dpa

Günther, der auch für die Bereiche Energie und Klimaschutz zuständig ist, sieht für sein Haus 2021 reichlich Handlungsbedarf. "Wir haben gesehen, was drei Jahre Dürre mit dem Wald machen." Das Energie- und Klimaprogramm befinde sich auf der Zielgeraden. Weiterer Schwerpunkt sei die Agrarpolitik. Sachsen übernehme 2021 den Vorsitz in der Agrarministerkonferenz. Auch die Novellierung des Waldgesetzes sei geplant. Zudem stünden Initiativen zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung auf der Agenda.

07:22 Uhr | Lichterzug in Cunewalde fällt aus

In Cunewalde fällt der traditionelle Lichterzug zur Christvesper am 24. Dezember zum ersten Mal seit mehr als 200 Jahren aus. Angesichts der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie habe man sich zu diesem Schritt entschlossen, teilte die evangelische Kirchgemeinde mit. Einen Gottesdienst wird es in der größten Dorfkirche Deutschlands trotzdem am Heiligen Abend geben. Allerdings sind dafür nur 180 Personen zugelassen, die sich vorher telefonisch anmelden müssen.

Den Lichterzug in Cunewalde gibt es seit 1817. Anstelle eines Krippenspiels ziehen seitdem die Konfirmanden während der Christvesper mit ihren Lichterpyramiden, auf denen Kerzen leuchten, in die dunkle Kirche ein. Der Lichterzug zieht normalerweise jedes Jahr mehr als 2.000 Besucher an.

07:01 Uhr | Ferienfahrplan bei Dresdner Verkehrsbetrieben

Die Straßenbahnen und Busse der Dresdner Verkehrsbetriebe fahren seit heute nach dem Ferienfahrplan. Ursprünglich sollte dieser erst am 21. Dezember in Kraft treten. Wegen des Lockdowns rechnen die DVB jedoch schon jetzt mit weniger Fahrgästen. Die Verstärkungsfahrten zur Schülerbeförderung entfallen und die Straßenbahnen fahren tagsüber im 15-Minuten-Takt. Ausnahmen sind die Linien 3, 4, 7, 9 und 11. Sie kommen ab 9 Uhr weiterhin aller zehn Minuten.

06:40 Uhr | Taxifahrer protestieren in Dresden

Rund 200 Taxifahrer aus ganz Sachsen wollen heute vor dem Landtag in Dresden demonstrieren. Alexander Noack von der Dresdner Taxigenossenschaft sagte, man wolle mit der Aktion darauf hinweisen, dass das Taxigewerbe durch Corona extrem ins Hintertreffen geraten sei. Der Umsatzrückgang betrage 70 Prozent im Vergleich zum Dezember vorigen Jahres. Während der Aktion von 8:20 Uhr bis 9:20 Uhr können in Dresden keine Taxis geordert werden.

06:02 Uhr | Sachsen passt Corona-Schutzverordnung an

Die sächsische Landesregierung hat ihre Corona-Schutzverordnung angepasst. So müssen ab heute auch Friseure schließen, der Verkauf von Feuerwerk ist verboten.

05:26 Uhr | Stadtrat in Chemnitz entscheidet über Corona-Hilfspaket

Der Chemnitzer Stadtrat kommt heute nicht im Rathaus, sondern im sanierten Carlowitz-Saal der Stadthalle zusammen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Teilnehmerzahl von 60 auf 38 Abgeordnete reduziert. Zugleich wurde auch die Tagesordnung zusammengestrichen.

Zehn Beschlussvorlagen stehen noch zur Debatte. Eine der wichtigsten ist das dritte Corona-Hilfspaket in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Davon sind rund 275.000 Euro für das Gesundheitswesen bestimmt. So soll die Corona-Testambulanz bis Ende März 2021 bleiben. Für den Katastrophenschutz sind 140.000 Euro eingeplant. Weitere Gelder fließen in die Reinigung von Schulen sowie in die Home-Office-Technik-Ausstattung von Rathausmitarbeitern.

05:13 Uhr | Bundesweiter Lockdown ab heute

In Deutschland ist heute der bundesweite harte Lockdown in Kraft getreten. Das öffentliche Leben wird stark heruntergefahren, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die meisten Geschäfte müssen geschlossen bleiben, ebenso Schulen und Kitas. Im öffentlichen Raum gilt ein striktes Alkoholverbot. Die Maßnahmen sind vorerst bis zum 10. Januar befristet.

Mit den Einschränkungen wollen Bund und Länder erreichen, dass die Zahl der Neuansteckungen sinkt. Ziel sind maximal 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, um die Kontaktnachverfolgung wieder möglich zu machen.

05:07 Uhr | Auftragsboom bei Pfefferküchlern in Pulsnitz

Gebäck
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Trotz abgesagter Weihnachtsmärkte haben die Pulsnitzer Pfefferküchler Schwierigkeiten, die Nachfrage nach dem Weihnachtsgebäck zu erfüllen. Mit der Absage der Weihnachtsmärkte mussten die Pfefferküchlereien entscheiden, ob sie auf Risiko herstellen oder ihre Produktion drosseln. Vor allem die größeren Betriebe haben sich für Letzeres entschieden.

Eine Fehleinschätzung, wie sich jetzt wohl laut dem stellvertretenden Innunngsmeister Sören Tenne herausstellt. Selbst die Pfefferküchlereien, die normal weiterproduziert haben, kommen an ihre Kapazitätsgrenzen. Viele Firmen würden wegen abgesagter Weihnachtsfeiern alternativ Pulsnitzer Pfefferkuchen in großer Stückzahl ordern.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.12.2020 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 16.12.2020 | 19:00 Uhr

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