Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 27.01.: Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter rückläufig

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Die Corona-Ambulanz des Vogtland-Klinikums
Bildrechte: dpa

Meldungen vom Folgetag

21:16 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Ticker zu Corona-Themen in Sachsen für heute. Wir sind am Donnerstag an gleicher Stelle wieder für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend, bleiben Sie gesund!

20:45 Uhr | IHK kritisiert Ablehnung von kontaktlosem Einzelhandel

Die Industrie- und Handelskammer Leipzig ist verärgert über die neue Corona-Schutzverordnung. Es sei enttäuschend und frustrierend, dass Sachsen als einziges Bundesland den Einzelhändlern die Möglichkeit verwehrt, das Onlinebestellsystem "Click & Collect" zu nutzen, erklärte IHK-Präsident Kristian Kirpal. Auch Gemeinden in Mittelsachsen fordern diese Möglichkeit.

Mit Click&Collect lassen sich Waren über das Internet bestellen, die dann an der Ladentür mit entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln abgeholt werden können. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hatte angekündigt, die Zulassung zu prüfen, aber erst bei niedrigeren Infektionszahlen.

20:27 Uhr | Menschen mit Behinderungen besser schützen

Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern fordern, den Schutz von Menschen mit Behinderungen während der Pandemie-Lage zu verbessern. So geht es darum, Behinderte bei der Impfpriosierung zu berücksichtigen, insbesondere wenn sie ein hohes gesundheitliches Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben oder lebensnotwendig auf Unterstützung in ihrem eigenen häuslichen Bereich angewiesen sind.

Die Beauftragten verlangen auch, dass beispielsweise die Versorgung mit FFP2-Masken deutlich ausgeweitet wird und Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko sowie deren Assistenz- und Pflegekräften ein Anspruch auf Schnelltests eingeräumt wird. In Deutschland werden die meisten Pflegebedürftigen zu Hause versorgt.

19:56 Uhr | Studie vergleicht Verschwörungsmentalität und politische Haltung

Anhänger der AfD sind laut einer Untersuchung der Universität in Leipzig besonders empfänglich für sogenannte Verschwörungsmythen. 73,5 Prozent von ihnen wiesen eine "Verschwörungsmentalität" auf, wie Wissenschaftler des dortigen Else-Frenkel-Brunswik-Instituts (EFBI) heute berichteten. Unter den Anhängern anderer Parteien sei die Quote deutlich geringer.

19:14 Uhr | Wie weit darf Kontrolle im Homeoffice gehen?

Ab heute gilt in Deutschland die Pflicht zum Homeoffice. Es gibt Chefs, die sich damit immer noch schwer tun. Für sie ist es der Freibrief fürs Nichtstun - kann ja doch keiner kontrollieren, wie und was gearbeitet wird. Oder doch? Darf der Chef die Einhaltung der Arbeitszeiten überprüfen und kann er anordnen, dass die Kamera bei Konferenzen am Rechner eingeschaltet sein muss? Der Arbeitsrechtler Silvio Lindemann antwortet.

18:49 Uhr | Geldstrafe für Fußballclub wegen Schneeschippern auf Tribüne

Fußballzweitligist Erzgebirge Aue muss nach Verstößen gegen die Corona-Regeln 4.000 Euro Geldstrafe zahlen. Wie der Deutsche Fußball-Bund heute mitteilte, verurteilte sein Sportgericht den Club wegen unsportlichen Verhaltens und einem nicht ausreichenden Ordnungsdienst.

18:31 Uhr | Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter rückläufig

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben heute 1.221 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 459 weniger als am Mittwoch der vergangenen Woche. Nach den heute gemeldeten Neuinfektionen liegt der Freistaat insgesamt bei einem 7-Tage-Inzidenzwert von 177 auf 100.000 Einwohner. Damit unterschreitet die Gesamtinzidenz den Wert von 200 am vierten Tag in Folge.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus meldeten die Gesundheitsämter der Landkreise und Großstädte heute 106 Todesfälle. Die Gesamtzahl stieg damit auf 6.067.

17:53 Uhr | Weniger Wirtschaftswachstum wegen der Corona-Krise

Wegen der Corona-Krise rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr mit einer schwächeren Erholung der Wirtschaft. Nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wird das Wachstum drei Prozent betragen. Die bisherige Prognose lag bei 4,4 Prozent. Während sich die Industrie robust zeigte, war vor allem der Dienstleistungssektor stark vom Lockdown betroffen.

17:19 Uhr | Theater spendet Luftreinigungsgeräte für Schulzentrum

Das Werner-Vogel-Schulzentrum in Leipzig-Lößnig hat heute eine Spende vom Krystallpalast Variete bekommen. Es handelt sich aber nicht um eine Geldspende. Die Schule bekommt übergangsweise 15 Luft-Desinfektionsgeräte. Die Geräte waren ursprünglich Teil des Hygienekonzeptes für die Dinnershow im Spiegelpalast. Allerdings wurden die Veranstaltungen coronabedingt abgesagt. Statt die Geräte einzulagern, bekommt nun das Schulzentrum den zusätzlichen Schutz. Die Geräte reinigen mit UV-C-Licht die Raumluft von fast allen Keimen.

16:50 Uhr | Dynamo-Trainer Kauczinski aus Uniklinik entlassen

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski ist aus der Uniklinik entlassen. Morgen will er wieder das Mannschaftstraining leiten. Am Montag hatte er über Unwohlsein und Übelkeit geklagt. Der 50-Jährige hatte gerade erst eine Corona-Infektion überstanden.

16:44 Uhr | Eisenbahnmuseum vermietet Gleise

Der Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde hat Gleise im Eisenbahnmuseum Schwarzenberg an die Deutsche Bahn als Abstellgleis vermietet. Damit soll ein kleiner Teil der coronabedingten Einnahmeausfälle kompensiert werden. "Die ständigen Einnahmen fehlen, wir konnten auch im vergangenen Jahr unsere große Ausstellung nicht machen. Und wir konnten - bis auf einen - keinerlei Sonderzüge fahren", sagte Vereinschef Axel Schlenkrich. Deshalb habe man die Abstellgleise angeboten. Da könne man jeden Monat eine Rechnung stellen und ein bisschen Geld einnehmen.

16:28 Uhr | Stilles Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus

Am Vormittag ist vielerorts still an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert worden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) legte einen Kranz in der KZ-Gedenkstätte Sachsenburg nieder. In Chemnitz war Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD) zur Kranzniederlegung am Mahnmal im Park der Opfer des Faschismus. Coronabedingt war die Teilnehmerzahl stark begrenzt. Limbach-Oberfrohna gedachte der Opfer des KZ Flossenbürg, das im Ortsteil Wolkenburg ein Außenlager unterhielt.

Der Holocaust-Gedenktag wird seit 1996 weltweit jeweils am 27. Januar begangen. Es ist das Datum der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee.

16:11 Uhr | Chemnitzer Stadtrat will Debatten ins Netz verlegen

Der Chemnitzer Stadtrat will auf seiner nächsten Sitzung darüber beraten, bestimmte Debatten ins Netz zu verlegen. Der Beschlussantrag dazu kommt von der Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90/Die Grünen. Ziel ist es, bei der anhaltenden Corona-Pandemie digital an Gremiensitzungen teilnehmen zu können, um den Stadtrat trotz Lockdown handlungsfähig zu halten. Dabei geht es vorerst noch nicht um ganze Stadtratssitzungen wie beispielsweise in Leipzig.

So soll in Chemnitz bis März die Möglichkeit geschaffen werden, per Videokonferenz beschlussfähig an Ausschuss- und Beiratssitzungen teilzunehmen. Zugleich soll auch die Bürgerbeteiligung digital abgesichert werden.

15:27 Uhr | Kein Abfahrtski, dann eben Langlauf

Das anhaltende Winterwetter lässt das Geschäft beim vogtländischen Skihersteller Nordicx boomen. Das Unternehmen aus Klingenthal entwickelt und vertreibt spezielle Langlaufski, die bei allen Schneeverhältnissen ohne Wachs auskommen. "Die Leute wollen sich an der frischen Luft bewegen", sagt Firmenchef Tim Tröschel.

Man spüre aber auch, weil die Lifte jetzt geschlossen sind, dass die Leute dennoch was auf Skiern machen wollen. Die Nachfrage nach Langlaufskiern sei höher. "Wir haben Kunden aus der Region, die die Ski jetzt coronabedingt online kaufen müssen, die verschicken wir dann", so Tröschel. Aber es gebe auch viele überregionale Kunden.

15:05 Uhr | DGB Sachsen begrüßt Recht auf Homeoffice

Der sächsische Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Markus Schlimbach, hat das heute in Kraft getretene Recht auf Homeoffice begrüßt. Die Arbeitgeber müssten sich jetzt bewegen und dies  in die Tat umsetzen. "Wir appellieren insbesondere an öffentliche Arbeitgeber in den Landkreisen und Kommunen, ihrer Vorbildwirkung nachzukommen und den Beschäftigten Homeoffice zu ermöglichen", so Schlimbach.

Weiter müsse klar sein, dass Homeoffice und gleichzeitig Homeschooling oder Kinderbetreuung nicht funktioniere. Außerdem sei Homeoffice nicht für jeden Beruf oder jede Tätigkeit geeignet, betont der Vorsitzende vom DGB Sachsen.

14:47 Uhr | Trotz Inzidenz unter 100 in Chemnitz gilt weiterhin Ausgangssperre

Die Stadt Chemnitz weist darauf hin, dass es trotz andauernder Inzidenzwerte unter 100 keine Möglichkeit gibt, die nächtliche Ausgangssperre in der Stadt aufzuheben. Nach der neuen Corona-Schutzverordnung müssen sowohl die jeweilige Stadt beziehungsweise der Landkreis als auch der Freistaat gleichzeitig fünf Tage unter 100 liegen. Der Freistaat hat diese Zielmarke bislang nicht unterschritten.

Wir freuen uns über die positive Entwicklung bei den Inzidenzzahlen in Chemnitz, ohne dass wir deswegen sorglos oder leichtsinnig werden. Abstandsregelungen und die Beachtung der Hygieneregeln sind nach wie vor wichtig.

Sven Schulze (SPD) Oberbürgermeister von Chemnitz

Viele Bürger hielten sich seit Wochen an die zweifellos einschneidenden Beschränkungen des Lockdowns, so Sven Schulze, Oberbürgermeister von Chemnitz. Für die Akzeptanz der Maßnahmen sei es aber wichtig, dass nachvollziehbare und erreichbare Ziele gesetzt werden. Die Menschen bräuchten eine Perspektive und einen Plan, der sich nicht von Verordnung zu Verordnung quasi "über Nacht" wieder ändere, fügte der OB hinzu.

14:12 Uhr | Lockdown lässt Konsumklima erneut einbrechen

Wegen des zweiten Lockdowns in Corona-Krise hat sich die Kauflaune der Deutschen stark verschlechtert. Das geht aus dem aktuellen Konsumklima-Index des Forschungsinstituts GfK hervor. Die Neigung, größere Anschaffungen zu machen, sei regelrecht zusammengebrochen. Laut der jüngsten GfK-Studie sind aktuell 54 Prozent der Bundesbürger besorgt um ihre eigene wirtschaftliche Zukunft. Mit der Verlängerung des Lockdowns steige zudem die Furcht vor einer Pleitewelle in den betroffenen Branchen.

13:45 Uhr | "Mahngang Täterspuren" im Livestream

Der jährliche "Mahngang Täterspuren" zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg wird wegen der Corona-Pandemie per Livestream übertragen. Aufgrund der geltenden Hygieneregeln werde es am 7. Februar nur sehr begrenzt die Möglichkeit geben, vor Ort dabei zu sein, teilte das Aktionsbündnis "Dresden Nazifrei" am Mittwoch mit.

Stationen sind dieses Mal der Wettiner Platz, der Theaterplatz, der Schlossplatz, das Terrassenufer und die Synagoge. Schauspielerinnen und Schauspieler tragen dort Texte vor, die von Studierenden der Technischen Universität Dresden erarbeitet wurden. "Prinzen"-Sänger Sebastian Krumbiegel unterstützt das Programm musikalisch, hieß es. Der mittlerweile 11. Mahngang setzt sich thematisch mit der nationalsozialistischen Idee der "Volksgemeinschaft" auseinander.

13:20 Uhr | Zeitungsbericht: Sachsen plant Notstandsgesetz

Sachsens Regierung plant nach einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" ein "Gesundheitsnotstandsgesetz". Mitten in der Corona-Pandemie wolle das Land die rechtlichen Möglichkeiten zum Durchsetzen staatlicher Schutz- und Hilfsmaßnahmen erweitern, berichtete die Zeitung am Mittwoch.

Das Sozialministerium wollte sich auf Anfrage nicht zu Details äußern. "Es gibt zurzeit im Innenministerium sowie im Gesundheitsministerium Überlegungen, wie im Falle eines Gesundheitsnotstandes Material- und Personalressourcen gesichert werden können", teilte das Sozialressort aber mit. Die für einen derartigen Gesetzentwurf notwendigen Rahmenbedingungen befänden sich noch in der Abstimmung.

Nach dem Zeitungsbericht soll das Gesetz vorerst bis Ende 2022 gelten. Im Fall eines Notstandes seien alle Bürger und Unternehmen verpflichtet, Auskunft darüber zu geben, ob man im Besitz einer bestimmten Menge von medizinischen, pflegerischen oder sanitären Materials ist, das zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung benötigt wird beziehungsweise ob man in der Lage ist, dieses Material herzustellen. Im letzteren Fall könnten die Behörden die Produktion bestimmter Hilfsgüter dann gegen Bezahlung anordnen.

13:12 Uhr | Kinobetreiber wollen ihre Säle für Impfkampagne öffnen

Die Kinobetreiber der UCI-Gruppe wollen ihre Säle als Impfzentren zur Verfügung stellen. Das Unternehmen teilte mit, man habe sich an regionale und lokale Gesundheitsbehörden gewandt. Die Räumlichkeiten der Kinos seien geräumig, belüftet und klimatisiert, somit für eine Impfkampagne geeignet. Außerdem gebe es genügend Strom, um etwa Gefrierschränke für die Impfstoffe zu betreiben. Ferner seien die Standorte leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, so die Kino-Gruppe.

In Dresden betreibt UCI ein Kino am Elbepark sowie in der Leipziger Region im Nova-Eventis-Areal. Wegen der Corona-Auflagen haben die Kinos für Besucher geschlossen.

12:58 Uhr | Burgen Kriebstein und Mildenstein nutzen Corona-Pause für Saisonvorbereitung

Inmitten des verschneiten Zschopautals erhebt sich die Burg Kriebstein.
Auf der Burg Kriebstein arbeiten einige Mitarbeiter an der Saisonvorbereitung. Bildrechte: dpa

Burgen in Mittelsachsen nutzen die wegen Corona verlängerte Winterpause für die Vorbereitung der neuen Saison. Es liefen konzeptionelle Arbeiten für neue Projekte und Ausstellungen, sagte Susanne Tiesler, Schlossleiterin der Burgen Kriebstein und Mildenstein. Wie jeden Winter stünden auch umfangreiche Reinigungsarbeiten und Reparaturen an. Die Burg Kriebstein ist laut Tiesler normalerweise im Dezember und Januar geschlossen, die Burg Mildenstein abgesehen von den Winterferien von Dezember bis März.

Nun ist die Winterruhe zunächst auf unbestimmte Zeit verlängert. In beiden Burgen sind derzeit laut Tiesler rund zehn Mitarbeiter anwesend. Das festangestellte Servicepersonal, das sonst die Kasse, Gastronomie oder den Museumsshop betreut, sei hingegen in Kurzarbeit.

11:55 Uhr | "Covid-19-Fighter": Nussknacker aus dem Erzgebirge kommt in den Staaten gut an

Ein Mann hält einen Nussknacker, der einem Virologen nachempfunden ist.
Rico Paul hat den Nussknacker nach Vorbild eines Infektiologen persönlich in den USA vorgestellt. Bildrechte: Steinbach Volkskunst GmbH

Die Firma Volkskunst Steinbach aus dem Marienberger Ortsteil Gebirge hat einen Corona-Nussknacker auf den Markt gebracht. Der Nussknacker wurde nun in den USA auf einer Messe in Atlanta vorgestellt und war dort der Renner. Geschäftsführer Rico Paul sagte, das Amerika-Geschäft sei auch der Grund dafür, dass die 20 Mitarbeiter nicht - wie in anderen Betrieben geschehen - in Kurzarbeit geschickt werden mussten. Der Holzkunstbetrieb konzentriert sich nach eigenen Angaben komplett auf den amerikanischen Markt und hat auch in der Vergangenheit schon eher ungewöhnliche Holzkunst "made im Erzgebirge" entwickelt. In den USA sei der neue Nussknacker mit dem Namen Covid-19-Fighter bereits ausverkauft, so Paul.

Mit einem an den Virologen Christian Drosten angelehnten Räuchermann hat der Spielwarenmacherbetrieb Günther aus Seiffen schon seit Dezember für viel Aufmerksamkeit und nach eigenen Angaben gute Umsätze gesorgt.

11:21 Uhr | Klingenthals OB erleichtert über neues Testzentrum

Klingenthals Oberbürgermeister Thomas Hennig zeigt sich erleichtert über das Einrichten der Corona-Schnelltest-Station am Grenzübergang. Die Teststation ist seit heute in Betrieb. Hennig sagte: "Für die Stadt Klingenthal ist es wichtig, aber auch für die umliegenden Kommunen, weil viele im Gewerbegebiet arbeitenden Arbeitnehmer aus Tschechien kommen." Der Rathauschef schätzt, dass rund 600 Pendler täglich den Grenzübergang nutzen."

Die Pendler aus Tschechien müssen sich laut neuer Anordnung zweimal pro Woche einem Corona-Schnelltest unterziehen. Ohne Teststation hätten die Arbeitskräfte nicht mehr einreisen können. Laut Hennig hätte sogar der Grenzübergang geschlossen werden können.

11:17 Uhr | Limbach-Oberfrohna fordert: Händler müssen bestellte Ware ausgeben dürfen

Die Stadt Limbach-Oberfrohna schließt sich der Initiative der Gemeinden aus Mittelsachsen an, die sich für eine Öffnung der gültigen Corona-Schutzverordnung für das sogenannte Verfahren Click & Collect aussprechen. Zum jetzigen Stand der Pandemie komme es der Stadt darauf an, den Einzelhändlern vor Ort wieder eine Perspektive zu bieten. Als einen ersten Schritt sollte man - wie auch in allen anderen Bundesländern - bestellen und abholen ermöglichen. Damit könne Kaufkraft in der Stadt gehalten werden. Bei Click & Collect ordern Kunden ihre Ware online und holen diese zusammengepackt - auch kontaktlos - in den Geschäften ab.

08:44 Uhr | Corona beflügelt Existenzgründer

Trotz der Corona-Krise wagen in Mitteldeutschland viele Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Gründer-Betreuerin Sophia Kuhl von der Handelshochschule Leipzig sagte dem MDR, in der Pandemie sei die Zahl der eingereichten Ideen sogar gestiegen. Die Themen seien dabei sehr vielfältig. Sie reichten vom digitalen Lernen über neue Kommunikationsformen in der Medienbranche bis hin zu alternativen Geschäftsmodellen für das Hotel- und Freizeitgewerbe.

Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Reint Gropp, zeigte sich von dem Trend nicht überrascht. Historisch betrachtet stelle man immer wieder fest, dass sich in Notlagen mehr Menschen selbstständig machten. Statt arbeitslos zu werden und Hartz IV zu beziehen, versuchten sie, eine eigene Geschäftsidee umzusetzen.

07:50 Uhr | DRK: Impftermine erst wieder ab März

Kai Kranich vom DRK-Sachsen im Interview
DRK-Sprecher Kai Kranich Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das DRK Sachsen rechnet damit, ab März wieder Termine in den Impfzentren des Freistaats vergeben zu können. Sprecher Kai Kranich sagte dem MDR, erst dann sehe es richtig gut mit der Impfstoff-Lieferung aus. Dann plane man auch, die Impfberechtigten per Brief über einen Termin zu informieren. Zur Zeit gehe es wegen des Mangels an Corona-Impfdosen relativ ruhig zu. Der Schwerpunkt liege weiter bei den mobilen Teams, die in den Pflegeheimen impften.

Kranich betonte, es werde kein Impfstoff weggeworfen. Wenn einzelne Impfdosen übrig blieben, informiere man sofort Rettungsdienste, Feuerwehr oder Ärzte. Sie schickten dann Mitarbeiter, die sich impfen lassen.

07:06 Uhr | Weiter Kritik an Kretschmers Gespräch mit Corona-Leugnern

Ein Gesprächsangebot von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer an Corona-Gegner sorgt für Kritik. Kretschmer hat die rund 30 Demonstranten, die sich vor zweieinhalb Wochen vor seinem Wohnhaus versammelt hatten, für Freitag zu einer Online-Diskussion eingeladen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas nannte das im MDR einen Fehler. Es handle sich um eine Gruppe von Menschen, die gezielt Grenzen überschritten, um andere einzuschüchtern. Wer sich mit ihnen treffe, bestätige sie in dieser Handlungsweise.

Auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Monika Lazar sprach von einem schwierigen Signal Kretschmers. Wer laut sei und vor seinem Privatgrundstück demonstriere, bekomme ein Gesprächsangebot. Andere Gruppen dagegen nicht.

06:58 Uhr | Tafel Coswig liefert wegen Corona weiter aus

Die Coswiger Tafel eröffnet heute neue Räume in der Industriestraße. Coronabedingt werden hier aber vorerst keine Lebensmittel ausgegeben. Diese werden weiter mit einem Auto ausgefahren, das an zwei Stationen in Coswig hält. Die Johanniter als Betreiber kündigten an, dass die mobile Tafel ab Mitte Februar auch nach Weinböhla und Moritzburg fährt. Den Angaben zufolge sind in Coswig mehr als 50 Menschen auf die Hilfe angewiesen.

06:00 Uhr | Corona-Teststation geht in Klingenthal in Betrieb

Der Rettungszweckverband Südwestsachsen hat kurzfristig eine Corona-Schnelltest-Station am Grenzübergang Klingenthal aufgebaut. Sie soll ab 6 Uhr betriebsbereit sein. Der Bedarf sei da, sagte der Chef des Rettungszweckverbandes, Jens Leistner. Denn zahlreiche Unternehmen in der Region beschäftigten Grenzpendler. Die müssen sich nun zweimal pro Woche einem Schnelltest unterziehen. Am Montag hatte man, was die Anzahl der Testpersonen betrifft, schon erste Erfahrungen in Markneukirchen sammeln können. Da kamen mehr als 100 Menschen zum Test. Im Testzentrum Klingenthal werden neben Schnelltests auch PCR-Tests angeboten.

05:29 Uhr | Thallwitz fordert Verfahrensverlängerung zum Flughafenausbau

Nach der Stadt Leipzig fordert auch die Gemeinde Thallwitz, das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Flughafens Leipzig/Halle auszusetzen oder zu verlängern. Durch die Corona-Pandemie sei eine öffentliche Diskussion und Beteiligung kaum möglich gewesen, erklärte Bürgermeister Thomas Pöge.

Zudem sieht die Gemeinde zahlreiche handwerkliche Fehler in den Plänen. So habe man die FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitate) rund um Thallwitz wie die Muldenaue ebenso wenig berücksichtigt, wie die Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung für die Stadt Leipzig und einen möglichen Störfall. Pöge befürchtet durch den Ausbau mehr Fluglärm. Schon im Jahr 2023 könnten es etwa 21.000 Großflugzeuge sein, die über Thallwitz in Richtung Flughafen fliegen, glaubt er. Derzeit seien es rund 8.000.

05:19 Uhr | Stadtwerke in Leipzig unterstützen drei Vereine

Die Leipziger Stadtwerke spenden jeweils 3.000 Euro an drei gemeinnützige Vereine der Stadt. Aus mehr als 40 Vorschlägen entscheiden sich die Mitarbeiter für die Vereine Wolfsträne, Kinderhospiz Bärenherz und Straßenkinder. Alle drei sind wegen der Corona-Krise in finanziellen Schwierigkeiten. Der Verein Wolfsträne bietet Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche an, das Kinderhospiz Bärenherz kümmert sich um Familien mit schwerkranken Kindern und der Verein Straßenkinder um Jugendliche ohne Zuhause.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 27.01.2021 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen