Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 14.10.: Veranstaltungsabsagen im Erzgebirge wegen Risikolage

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Neben einem Damplok-Zug der Erzgebirgischen Aussichtsbahn ist ein Stopp-Schild mit dem Text Corona zu sehen
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Meldungen vom Folgetag

20:31 Uhr | Tickerende

Wir beenden den heutigen Ticker zu Corona-Themen in Sachsen und bedanken uns für Ihr Interesse und Vertrauen. Am Donnerstagmorgen sind wir wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund!

20:00 Uhr | Virologin warnt vor zunehmender Anzahl von Akutverläufen und Todesfällen

Die neue Virologin der Uniklinik Leipzig, Oberärztin Dr. Corinna Pietsch, rechnet mit vermehrt schweren Krankheitsverläufen und auch Todesfällen bei Covid-19-Patienten.

19:38 Uhr | Sperrstunde ab 23 Uhr für Risikogebiete

In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll es künftig generell eine Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie geben. Dies soll ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche gelten. Das haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin beschlossen. Außerdem sollen sich in Corona-Risikogebieten mit Inzidenzwerten von mehr als 50 künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. In Sachsen gilt zurzeit der Erzgebirgskreis als Risikogebiet. Auch der Landkreis Zwickau hat am Mittwoch den Inzidenzwert von 50 überschritten.

Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche soll in Zukunft die Maskenpflicht verstärkt werden. Sie soll dann auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

19:13 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer lädt zu Spitzengespräch am Donnerstag

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will sich am Donnerstag zu einem Spitzengespräch mit Landräten, Oberbürgermeistern und Ministern in Dresden treffen. Bei den Beratungen soll es vor allem um das weitere Vorgehen nach dem Treffen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in Berlin gehen. Vor dem Gespräch hatte sich Kretschmer bereits für eine Lockerung des Beherbergungsverbots in der Corona-Krise ausgesprochen. Er bezeichnete das Beherbergungsverbot als großen Einschnitt in die persönliche Freiheit der Menschen.

18:32 Uhr | Uniklinikum Dresden unterstützt Kampagne der VUD

Das Universitätsklinikum Dresden (UKD) unterstützt die Kampagne des Verbands der Universitätskliniken Deutschlands (VUD). Dieser hatte eine Plakatkampagne gestartet, um auf die Situationen der Unikliniken während der Corona-Pandemie aufmerksam zu machen. Der VUD will mit der Kampagne dafür sorgen, dass die hochspezialisierten Kapazitäten nicht überlastet werden. Es sei wichtig, den alltäglichen Infektionsschutz nicht zu vernachlässigen und Leistungen des Dresdner Uniklinikums nur in Anspruch zu nehmen, wenn diese Hilfe wirklich benötigt werde, so ein Sprecher des UKD. Wer aus reiner Neugier auf ein Testergebnis oder ohne triftigen medizinischen Grund sowie ohne vorhergehende Absicherung die klinikumseigene Corona-Ambulanz aufsucht, schmälere die Kapazitäten und schwäche so die Versorgung der akut an Covid-19 Erkrankten.

Ärzte vor dem Uniklinikum Dresden halten ein Plakat in die Kamera.
Das Team der Notaufnahme des Zentrums für Innere Medizin am Dresdner Uniklinikum präsentiert das Plakat der VUD-Kampagne. Bildrechte: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer

18:20 Uhr | 299 neue Corona-Fälle in Sachsen

Die Landkreise in Sachsen haben am Mittwoch 299 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich damit 9.164 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Die meisten neuen Fälle gab es am Mittwoch im Erzgebirgskreis mit 63 neuen Infektionen.

17:32 Uhr | Veranstaltungsabsagen im Erzgebirge wegen Risikolage

Die Einstufung des Erzgebirgskreises zum Corona-Riskogebiet hat auch Folgen für Freizeit- und Kulturangebote in der Region. So teilte die Stadtverwaltung Olbernhau am Mittwoch mit, dass die Veranstaltungen zum Tag des traditionellen Handwerkes nicht stattfinden werden. Dies betrifft das Stadtmuseum, die Saigerhütte und das Heimatmuseum Dörnthal. Die im Oktober geplanten Museumsabende im Stadtmuseum sind gestrichen, ebenso der in der Stadtbibliothek geplante Bücherflohmarkt und das Theaterferienprojekt im Theater Variabel. Abgesagt wurden auch die Fahrten der Erzgebirgischen Aussichtsbahn am kommenden Wochenende. Zudem schränkt das Thermalbad "Therme Miriquidi" in Wiesenbad ab Freitag den öffentlichen Badebetrieb ein. Tagesgäste erhalten vorerst keinen Zutritt mehr.

17:16 Uhr | Coronafreie Luft dank UV-C-Licht in Leipziger Varieté

Um die Verbreitung von Coronaviren während Veranstaltungen zu verhindern, hat das Krystallpalast-Varieté Leipzig Luftdesinfektionsgeräte mit UV-C-Licht angeschafft. Die Geräte sind den Angaben zufolge für die Reinigung der Luft von Mikroorganismen zuständig. Mit der Technologie könnten 99 Prozent der Viren in der Luft abgetötet werden. Bisher waren solche Anlagen in Krankenhäusern, in der Lebensmittelindustrie und Klärwerken im Einsatz.

Die 37 angeschafften Geräte sollen in zwei Spielstätten zum Einsatz kommen: im Spiegelpalast auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz und im Varieté in der Magazingasse. 83.000 Euro haben die Geräte dem Betreiber zufolge gekostet. 75.000 Euro davon wurden über das Bundesprogramm "Neustart Kultur" gefördert.

16:20 Uhr | Zwei Covid-19-Todesfälle im Erzgebirgskreis

Das Gesundheitsamt des Erzgebirgskreises hat zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung bestätigt. Den Angaben zufolge handelt es sich um zwei Senioren. Eine Person war mehr als 80, die andere älter als 90 Jahre. Seit Beginn der Pandemie verzeichnet der Erzgebirgskreis damit 53 Opfer im Zusammenhang mit Covid-19.

Der Kreis veröffentlichte zudem eine Übersicht über Schulen und weitere Bildungszentren, in denen Corona-Infektionen aufgetreten sind und Kontaktpersonen in Quaratnäne geschickt wurden. Demnach sind aktuell 14 Einrichtungen betroffen.

15:53 Uhr | Jetzt auch Landkreis Zwickau über 50er-Grenzwert

Nach dem Erzgebirgskreis hat auch der Landkreis Zwickau den Grenzwert für eine Einstufung als Corona-Risikogebiet überschritten. Das zuständige Gesundheitsamt meldete am Mittwoch 43 nachgewiesene Neuinfektionen binnen eines Tages. Damit stieg der Inzidenz-Wert auf 51 Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Das Landratsamt erließ eine neue Allgemeinverfügung mit strengeren Corona-Auflagen. In den Kreisen Meißen und Görlitz wurde in dieser Woche der Schwellenwert von 35 überschritten, ab dem bereits strengere Schutzvorschriften erlassen werden können.

15:16 Uhr | Sechs weitere Corona-Nachweise an Tauchaer Schule

In der Regenbogenschule in Taucha ist bei sechs weiteren Kindern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Wie das Landratsamt Nordsachsen mitteilte, sind sie in derselben vierten Klasse wie das bereits am vergangenen Freitag positiv getestete Mädchen. Die Zehnjährige hatte in der vergangenen Woche Kontakt mit einer erkrankten Trainerin und später selbst Symptome gezeigt. Das Gesundheitsamt ließ deshalb gestern insgesamt 450 Schüler und Lehrer der Grundschule testen. Nun müssen die unmittelbaren Kontaktpersonen der sechs weiteren infizierten Kinder ebenfalls in Quarantäne und werden getestet.

14:59 Uhr | Viele Corona-Verstöße durch Jugendliche in Nordsachsen

Im Landkreis Nordsachsen haben die Behörden bisher fast 380 Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnungen mit Bußgeld-Bescheiden geahndet. Wie das Landratsamt auf Anfrage von MDR SACHSEN mitteilte, belaufen sich die Bußgelder auf eine Gesamtsumme von 59.000 Euro. Ein großer Teil der Bußgelder sei gegenüber Jugendlichen ausgesprochen worden. Sie würden voraussichtlich in Arbeitsauflagen umgewandelt.

14:24 Uhr | Bundesregierung will schärfere Corona-Regeln - Sachsen ist dagegen

Michael Kretschmer übergibt Schutzmasken an Martin Půta, Regionalhauptmann der Region Liberec, vor dem Frauenhofer Institut Leipzig
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Die Bundesregierung plant offenbar eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Das geht aus der Beschlussvorlage für das Treffen von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder hervor. Danach sollen die strengeren Einschränkungen für Teilnehmer privater Feiern sowie bei öffentlichen Veranstaltungen bereits greifen, wenn die Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten wird. Aktuell liegt dieser Inzidenz-Grenzwert noch bei 50. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer lehnt eine Absenkung der Quote ab. In einem kurzfristig anberaumten Pressegespräch stellte er zudem das Beherbergungsverbot infrage. Es sei ein zu scharfes Schwert und unangemessen. Zudem wies er die Forderung seines bayerischen Amtskollegen Markus Söder nach höheren Bußgeldern für Verstöße gegen die Corona-Regeln zurück.

13:43 Uhr | Wie wirkt sich die Pandemie auf Krebspatienten aus?

Medizin-Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden untersuchen gemeinsam mit Kollegen aus Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen die Folgen der Corona-Pandemie für Krebspatienten. Wie die TU am Mittwoch mitteilte, ist die Studie auf anderthalb Jahre angelegt. Ziel sind Erkenntnisse zu den medizinischen, psychischen und sozialen Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf Tumorpatienten und auf deren Angehörige. Daraus sollen Empfehlungen bei künftigen Pandemien abgeleitet werden. Die Dresdner Forscher werten für die Studie anonymisierte Daten zur Versorgung von Patienten im März und April 2020 aus.

12:57 Uhr | Corona drückt Industrieumsatz in Sachsen

Die Umsätze in der sächsischen Industrie sind durch die Corona-Pandemie deutlich gesunken. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte, betrug die Summe im ersten Halbjahr 25,7 Milliarden Euro. Das ist ein Minus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Auslandsgeschäft brach demnach um mehr als 23 Prozent ein. Überdurchschnittlich betroffen war die Automobilbranche im Freistaat. Den Statistikern zufolge war der Umsatzeinbruch aber nicht so stark wie im ersten Halbjahr 2009 während der Finanz- und Wirtschaftskrise.

11:22 Uhr | Noch keine Entscheidungen zu Weihnachtsmärkten im Elbland

Die Planungen für die Weihnachtsmärkte im Elbland gestalten sich aktuell schwierig. Der Gewerbeverein von Meißen teilte mit, es werde morgen ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister der Stadt geben. Ob dann bereits endgültig über den Weihnachtsmarkt entschieden werde, könne noch nicht gesagt werden. Derzeit bestehe das Problem darin, dass das vorliegende Hygienekonzept ständig an die neue Corona-Situation angepasst werden müsse. In Riesa soll der Weihnachtsmarkt nach den jetzigen Planungen nicht wie sonst im Klosterhof stattfinden, sondern entzerrt werden. Die Stände der Händler sollen rund um das Rathaus aufgebaut werden. In Dresden soll der Striezelmarkt in diesem Jahr bis zum Terrassenufer reichen. Morgen trifft der Stadtrat die endgültige Entscheidung. In Pirna sind das Gesundheitsamt und die Betreiber des Canaletto-Marktes noch in Gesprächen.

11:14 Uhr | Kultusministerium legt zusätzliche Förderung von Ganztagsschulen auf

Das sächsische Kultusministerium unterstützt Schulen mit Ganztagsangeboten. Wie das Ministerium mitteilte, können die Einrichtungen bis Anfang November bei der Sächsischen Aufbaubank einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 4.000 Euro beantragen. Die zusätzlichen Gelder sollen zur Bewältigung der Corona-Pandemie an Schulen beitragen. "Ziel ist es, Schüler zu fördern, die während der häuslichen Lernzeit den Anschluss an den Schulstoff verpasst haben", erklärte Kultusminister Christian Piwarz. Im laufenden Schuljahr unterbreiten 1.402 Schulen im Freistaat organisierte Ganztagsangebote.

08:43 Uhr | Veranstalter und Gastronomen im Landkreis Meißen müssen Kontaktdaten erheben

Betreiber von Sportstätten, gastronomischen Einrichtungen, Hotels, Beherbergungsstätten und Betrieben im Landkreis Meißen müssen ab sofort die Kontaktdaten und Besuchszeiten ihrer Gäste und Kunden erfassen. Gleiches gelte für Veranstalter, heißt es in einer Notbekanntmachung der Kreisverwaltung. Diese sei wegen der hohen Zahl von Infektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage notwendig. Die "Sächsische Zeitung" schreibt unter Berufung auf das Landratsamt, dass ein Gastronomiebetrieb in Weinböhla geschlossen wurde. Dessen Besitzer ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Diese Gaststätte und eine weitere im selben Ort sowie eine Behinderteneinrichtung in Coswig waren vergangene Woche als Hotspots identifiziert worden. Ferner rät das Landratsamt den Faschingsvereinen, ihre bereits geplanten Veranstaltungen hinsichtlich Durchführbarkeit unter Corona-Bedingungen zu überdenken.

07:54 Uhr | Stadt Leipzig und Landkreis Leipzig erheben Bußgelder wegen Corona-Verstößen

Die Stadt Leipzig hat wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen mehr als 1.200 Bußgeldbescheide erlassen. Das ergab eine Recherche von MDR SACHSEN. So gingen bis zur ersten Oktoberwoche in der Bußgeldbehörde 2.025 Ordnungswidrigkeitsanzeigen ein, 1.212 Bußgeldbescheide wurden erlassen. Die erhobene Bußgeldsumme beläuft sich auf insgesamt 177.305 Euro. Im Landkreis Leipzig wurden bis zur vergangenen Woche 360 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. In 165 Fällen wurden ein Bußgeld festgesetzt. Die Gesamthöhe der Bußgelder beläuft sich im Landkreis auf aktuell auf 38.000 Euro.

05:54 Uhr | Leipzigs OB Jung: Heutiger Corona-Gipfel der wichtigste seit Monaten

Städtetagspräsident Burkhard Jung hat den Corona-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ländern heute als den "wichtigsten seit Monaten" bezeichnet. "Denn die nächsten Wochen werden darüber entscheiden, ob wir die Corona-Pandemie im Griff behalten", sagte Jung, der auch Leipziger Oberbürgermeister ist, der "Passauer Neuen Presse". Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen angesichts steigender Corona-Infektionszahlen über das insgesamt richtige Maß weiterer Beschränkungen beraten.

Bei Schalten weiß man nie, wer noch mithört und wo das dann landet. Zum Beispiel im 'Spiegel'.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer in einem heute online veröffentlichten Interview des "Spiegels" zu den für den Nachmittag geplanten Bund-Länder-Beratungen über die Eindämmung der Corona-Pandemie.

05:31 Uhr | Bundespolizei mit Einhaltung der Maskentragepflicht zufrieden

Die Menschen in den Zügen in Mitteldeutschland halten sich offenbar an die Maskenpflicht. Die Bundespolizeidirektion Pirna teilte mit, die Akzeptanz bei den Reisenden sei sehr hoch. Am Dienstag waren die Bundespolizisten zu einer Schwerpunktkontrolle in Zügen und auf Bahnhöfen zwischen Halle, Leipzig und Altenburg unterwegs. Hauptgrund des Einsatzes war den Angaben zufolge zwar Kriminalitätsprävention im Berufsverkehr in dicht besetzten Zügen, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung wurde jedoch auch kontrolliert.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.10.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 14.10.2020 | 19:00 Uhr

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