Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 23.03.: Anspruch auf Kindernotbetreuung auf mehr Berufe erweitert

Das Land Sachsen verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wer vor die Tür tritt, muss dafür einen triftigen Grund haben. Aktuell gibt es 865 Corona-Infizierte in Sachsen. MDR SACHSEN hält Sie über die Entwicklungen der Coronavirus-Krise auf dem Laufenden.

Spielzeug liegt in einem Sandkasten in einer Kindertagesstätte.
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Meldungen am Dienstag

21:50 Uhr | Zusammenfassung und Tickerende

Bleiben Sie gesund, uns gewogen und denken Sie bitte daran: Abstand halten - miteinander stark.

21:45 Uhr | Reaktionen aus Sachsen zu Corona-Hilfsmaßnahmen

Für Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch ist das von der Bundesregierung beschlossene Corona-Soforthilfepaket eine wichtige Unterstützung für viele hart von der Krise getroffene Künstler und Kulturschaffende in Sachsen.

21:25 Uhr | Update: Platz für acht Schwerkranke aus Italien in Sachsens Kliniken

Kliniken in Sachsen wollen acht schwerkranke Patienten aus Italien aufnehmen, die an den Folgen der Coronavirus-Infektion leiden. Die Krankenhäuser in Italien kommen wegen der vielen Fälle an ihr Limit. Am Mittag war zunächst von sechs Patienten die Rede gewesen. Sie sollen mit Flugzeugen aus Italien nach Sachsen gebracht werden. Wann das der Fall sein wird, vermochte das Sozialministerium noch nicht genau zu sagen. Der Auswahl der Patienten obliegt den Gesundheitsbehörden in Italien.

20:50 Uhr | Krankenhäuser warnen vor Einnahmeausfällen

20:45 Uhr | Mobile Versorgung auf dem Lande rollt weiter

20:30 Uhr | Corona-Regeln bremsen Reitunterricht

20:08 Uhr | CFC plant Kurzarbeit

Fußball-Drittligist Chemnitzer FC hat sich bei der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz für Kurzarbeit registrieren lassen. Der CFC reagierte damit auf den Ligastopp bis voraussichtlich 30. April. "Die Profi-Mannschaft und unsere Mitarbeiter wurden aufgrund der behördlichen Anordnung bereits vergangene Woche nach Hause geschickt. Wir wissen, dass diese Maßnahme wirtschaftliche Einschnitte für jeden Einzelnen bedeuten", sagte der Vorstandsvorsitzende der Sachsen, Romy Polster: "Die Anzeige der Kurzarbeit ist ein erforderlicher Schritt, um den Chemnitzer FC durch diese schwere Zeit zu bringen." Die Beantragung des Kurzarbeitergeldes betrifft die Drittliga-Mannschaft, die Mitarbeiter der Geschäftsstelle sowie die hauptamtlichen Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums.

19:14 Uhr | Tschechien verschärft Regeln für Berufspendler nach Deutschland

Die tschechische Regierung hat am Abend eine Verschärfung der Regeln für Pendler beschlossen. Tschechische Pendler, die in Deutschland und Österreich weiterarbeiten wollen, müssen dort eine Unterkunft buchen. Die Regelung tritt am Donnerstag in Kraft und soll zunächst für drei Wochen gelten. Nach der Rückkehr in die Tschechische Republik müssen die Pendler mit einer Quarantäne von 14 Tagen rechnen. Beim Überqueren der Grenze werden Pendler registriert. "Wir werden genau wissen, wer passieren wird, wer unter Quarantäne gestellt wird" , sagte Innenminister Jan Hamáček. "Die Polizei wird dies sehr streng überprüfen."

19:12 Uhr | Innenminister Wöller: Mehrzahl der Sachsen agiert verantwortungsbewusst

Innenminister Roland Wöller hat sich im MDR SACHSENSPIEGEL lobend über die Sachsen geäußert. Die Mehrzahl der Menschen verhalte sich verantwortungsbewusst und halte sich an die strengeren Regeln. Die Polizei habe nur in etwa 100 Fällen aktiv werden müssen, wenige Lokale hätten geräumt werden müssen. Von größeren Zwangsmaßnahmen konnten die Beamten nach Angaben des Ministers absehen, lediglich einige Betrunkene seien vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, weil sie gegen die Ausgangsauflagen verstoßen hätten. Generell verzeichne die Polizei in Sachsen derzeit weniger Einsätze.

19:00 Uhr | Sicherheitsdienste verzeichnen neue Aufträge bei Supermärkten

Die Sicherheitsdienste in Sachsen bekommen neue Aufträge von Supermärkten und Banken. Wie das Unternehmen Kötter Security auf Anfrage von MDR SACHSEN mitteilte, geht es vor allem um Zutrittskontrollen zu den Gebäuden, um etwa behördliche Vorgaben im Rahmen der Corona-Krise einzuhalten. Die Sicherheitsmitarbeiter sollen demnach dafür sorgen, dass nur eine begrenzte Anzahl von Menschen zeitgleich Supermärkte oder Foyers von Banken betritt und dass diese Besucher den notwendigen Mindestabstand zueinander einhalten.

Mit diesen Neuaufträgen gelinge es, Auftragsverluste bei Sicherheits- und Serviceleistungen nach Schließungen von Museen, Konzerthäusern oder Einschränkungen im Öffentlichen Nahverkehr zu kompensieren. Es bleibe allerdings schwierig, geeignetes Personal zu finden, so das Unternehmen. Die Industrie- und Handelskammer habe beispielsweise Grundkurse ausgesetzt.

18:34 Uhr | Für Jungpflanzen: Baumschulen und Gartenbaubetriebe dürfen weiter arbeiten

Selbst produzierende und vermarktende Baumschulen und Gartenbaubetriebe dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Dies ist laut Landwirtschaftsministerium heute seitens der Staatsregierung konkretisiert worden. Landwirtschaftsminister Wolfram Günther begrüßte die Klarstellung: "Angesichts der umfangreichen, schmerzlichen, aber notwendigen Beschränkungen ist es umso wichtiger, eine klare Perspektive für Aussaat und Pflanzung zu geben. Denn wir müssen die Versorgung mit Obst, Gemüse und anderen pflanzlichen Erzeugnissen sicherstellen." Pflanz- und Aussaatzeit ist jetzt.

18:24 Uhr | Anspruch auf Kindernotbetreuung ist erweitert worden

Kühe im Parallelmelkstand
Auch Landwirte haben Anspruch auf Notbetreuung ihrer Kinder. Bildrechte: IMAGO

Künftig haben in Sachsen Eltern in Gesundheits- und Pflegeberufen auch dann Anspruch auf eine Notbetreuung ihrer Kinder in Kitas und Grundschulen, wenn nur ein Elternteil in diesem systemrelevanten Bereich arbeitet. Der Krisenstab hat sich darauf verständigt, bei den sogenannten systemrelevanten Berufen leichte Veränderungen vorzunehmen. Danach dürfen nun künftig beispielswese auch in der Landwirtschaft Beschäftigte, Mitarbeiter in Banken, Krankenkassen und Sanitätshäusern ihre Kinder in Kitas und Grundschulen zur Notbetreuung bringen. Eine aktualisierte Übersicht der Personenberechtigten für die Notbetreuung und das dazu auszufüllende Formblatt hat die Landesregierung veröffentlicht.

18:12 Uhr | Update: Drei Tote und mehr als 860 Coronavirus-Infizierte in Sachsen

In Sachsen sind mit Stand Montagmittag 865 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen. Das sagte Sozialministerin Petra Köpping. Schwerpunktregionen sind der Landkreis Zwickau, Leipzig und Dresden. Köpping geht davon aus, dass die Kapazitäten der Tests auf eine Infektion in absehbarer Zeit verdoppelt werden können. Drei Menschen sind inzwischen an den Folgen des Virus gestorben, zwei im Landkreis Zwickau und eine Person im Landkreis Bautzen.

18:08 Uhr | Bürgermeisterwahl in Wiedemar vorerst abgesagt

Die für Sonntag geplante Bürgermeisterwahl in der nordsächsischen Gemeinde Wiedemar fällt wegen der Corona-Pandemie vorläufig aus. Nordsachsens Landrat Kai Emmanuel begründete die Absage mit höherer Gewalt, wie das Landratsamt heute mitteilte. Oberste Priorität habe jetzt die Eindämmung der Corona-Krise. Wegen der Zuspitzung der Lage komme auch eine Briefwahl nicht infrage. Die Gemeinde Wiedemar habe außerdem mitgeteilt, nicht mehr genug Wahlhelfer zu haben. Die Kommune und der Landkreis gehen davon aus, dass ein neuer Wahltermin in den nächsten sechs Monaten möglich sein wird.

17:57 Uhr | Schon drei Tote durch Coronavirus in Sachsen

17:12 Uhr | So entwickeln sich die Corona-Infektionen in den Regionen - Eine detaillierte Übersicht

17:07 Uhr | Besuchsverbot in Pflegeheimen - Wie eine Einrichtung den Bewohnern hilft

16:40 Uhr | Psychologie-Prof der TU Chemnitz gibt Tipps gegen "Lagerkoller" daheim

Professor Stephan Mühlig von der TU Chemnitz hat zehn Tipps gegen Lagerkoller in der Quarantäne und beim Homeoffice und dem Schulunterricht daheim veröffentlicht. Tagesrhythmus, frische Luft, Sport zu Hause und kein Alkohol - das sind einige Tipps des Psychologen und Psychotherapeuten.

16:28 Uhr | Opernwerkstätten in Leipzig nähen ab heute Schutzkleidung

Die Opernwerkstätten in Leipzig wollen heute damit beginnen, Schutzkleidung zu nähen. Das kündigte Stadtsprecher Matthias Hasberg an. Inzwischen seien die Stoffe und Schnittbögen da. Zwar gebe es Lieferangebote. Aber diese Lieferungen kämen bislang nicht an. Deshalb halte man an der Eigenproduktion fest. Zudem sei am Wochenende ein Aufruf der Wirtschaftsförderung gestartet worden, dass sich Unternehmen mit Kapazitäten für die Herstellung von Schutzkleidung melden sollen.

16:20 Uhr | Ordnungsamt macht Bahnhofsbuchhandlung in Leipzig dicht

Die Bahnhofsbuchhandlung Ludwig am Leipziger Hauptbahnhof ist am Mittag vom Ordnungsamt des Stadt Leipzig geschlossen worden. Die Unternehmensgruppe Dr. Eckert teilte mit, damit sei erstmals in Deutschland eine große Bahnhofsbuchhandlung geschlossen worden.

16:14 Uhr | Nachtschicht bei Friweika wegen gestiegener Nachfrage nach Kartoffeln

Der Kartoffelveredler Friweika aus Weidensdorf bei Glauchau stellt sich auf die derzeit erhöhte Nachfrage ein. In der vergangenen Woche sei das Zweieinhalbfache der üblichen Menge an Kartoffeln bestellt worden, hieß es. Um die Nachfrage zu bewältigen, habe der Betrieb seit heute eine Nachtschicht eingeführt, sagte Genossenschaftsvorstand Marko Wunderlich. Um die Kartoffeln abpacken zu können, hat das Unternehmen Mitarbeiter eingestellt - darunter viele, deren Aufträge wegen der Corona-Krise weggebrochen waren.

16:07 Uhr | Dreharbeiten für Dresdner Tatort unterbrochen

Im Zuge der Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus ist auch der Dreh für den Dresdner "Tatort" unterbrochen worden. Die Filmarbeiten unter dem Titel "Rettung so nah" in der Landeshauptstadt wurden am vergangenen Freitag eingestellt - gut eine Woche nach Beginn. Eine MDR-Sprecherin sagte: "Wir wissen nicht, wann es weitergeht". Eigentlich sollte bis Mitte April gedreht werden. In dem neuen Fall müssen die Kommissarinnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) zusammen mit ihrem Chef Schnabel (Martin Brambach) den Mord an einem Rettungssanitäter während eines Einsatzes aufklären.

15:44 Uhr | Update - Unbekannte spenden für Bedürftige in Leipzig

Unter dem Motto "Leipziger helfen Leipzigern" haben Unbekannte im Stadtteil Connewitz einen Gabenzaun für Obdachlose und Bedürftige eingerichtet. Seit Sonntag hängen an einem Metallzaun des Basketballplatzes dutzende Plastiktüten voller Geschenke – Obst, Schokolade, warme Mützen oder Hygieneartikel wurden gespendet.

15:15 Uhr | Spirituosenhersteller Lautergold gibt Alkohol für Desinfektionsmittel ab

Der Spirituosenhersteller Lautergold aus dem erzgebirgischen Lauter fährt sein Privatkundengeschäft im Bereich des hochprozentigen Alkohols zurück. Laut Betriebsleiter Mike Schneising ist der Hersteller vom Bundesgesundheitsministerium und dem Apothekerverband aufgefordert worden, seine Alkoholvorräte zur Verfügung zu stellen. Der Alkohol soll für die Produktion von Desinfektionsmittel eingesetzt werden. Daher werde derzeit der 96-prozentige Alkohol nur noch in Kanistern abgefüllt. Schneising sagte, die Mitarbeiter würden dafür im Akkord arbeiten.

15:05 Uhr | Zwei Bewohner aus Leipziger Asylaufnahme positiv getestet

Zwei Bewohner einer Leipziger Aufnahme für Asylbewerber sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Landesdirektion Sachsen teilte mit, es handele sich um zwei neuangekommene junge Männer. Diese seien obligatorisch bereits in einem Isolationsbereich untergebracht gewesen - so, wie alle Neuankömmlinge. Das Gesundheitsamt Leipzig hat das Gebäude geschlossen und die Bewohner komplett unter Quarantäne gestellt. Für Mitarbeiter, die Kontakt zu den Infizierten hatten, ist häusliche Quarantäne angeordnet worden.

14:55 Uhr | Sachsen nimmt sechs Corona-Patienten aus Italien auf

Sachsen will sechs Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer an. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. "Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können", sagte Kretschmer.

14:51 Uhr | Minister Wöller: Kein Maßband für Weg zwischen Wohnung und Wochenendgrundstück

Innenminister Roland Wöller appelliert an die Vernunft der Sachsen, die Ausgangsregeln einzuhalten. Er wolle aber kein Maßband anlegen, um etwa den Weg zwischen Wohnung und Wochenendgrundstück nachzumessen. Konkret ging es um die Frage von Dresdnern, die ihr Grundstück am Geierswalder See bei Hoyerswerda aufsuchen wollen.

14:30 Uhr | Köpping: Wer selbst Mundschutz nähen kann, soll das tun

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping hat die Sachsen animiert, selbst Mundschutz zu nähen. Diese Hilfe zur Selbsthilfe sei sehr zu begrüßen, so Köpping. Diese Form von Mundschutz sei zwar nicht für den medizinischen Bereich geeignet, könne aber privat bei der Eindämmung der Ausbreitung des Virus helfen. Zudem erklärte Köpping, dass in Sachsen eine größere Lieferung professionellen Mundschutzes für Mediziner eingetroffen sei, der nun verteilt werden soll.

Eine Frau mit Mundschutz sitzt an einer Nähmaschine und fertigt einen weiteren Mundschutz.
In Zwickau haben sich fünf junge Frauen zusammengeschlossen, um Atemschutzmasken für den privaten Gebrauch zu nähen. Bildrechte: MDR/Ralph Köhler

14:06 Uhr | 3-D-Concept Dresden will bei Beatmungsgeräten helfen

Die Partner von 3-D-Concept in Dresden stehen bereit, täglich rund 15 Ventile für Beatmungsgeräte mithilfe von dreidimensionalen Druckern herzustellen. Wie der Forschungsverbund mitteilte, warte man auf einen Auftrag durch die Bundesregierung, die aktuell noch die Lizenzregelungen lockern will. 3-D-Concept kann zudem nach eigenen Angaben auch Atemschutzmasken und Gesichtsschutz aus transparenter Folie herstellen. Zu dem Verbund in Sachen 3-D-Drucktechnik gehören unter anderem die TU Dresden, das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik und die Uniklinik.

14:02 Uhr | Geschlossene Grenzen - wie geht das?

13:48 Uhr | Chemnitzer FC bietet Ausmalbilder gegen Lagerkoller

Der Chemnitzer FC hat eine Initiative gegen den drohenden Lagerkoller im Home Office gestartet. Der Fußball-Drittligist veröffentlichte am Montag Ausmalbilder von einigen seiner Profis auf seiner Internetseite. Da Schulen und Kindergärten geschlossen sind, betreuen viele Eltern ihren Nachwuchs neben der Arbeit zu Hause. Der CFC rief dazu auf, die fertigen Bilder per Mail einzusenden und verlost Mitte April unter allen Teilnehmern "eine himmelblaue Überraschung aus unserem Fanshop".

13:46 Uhr | Gewandhausorchester geht neue Wege

Das Leipziger Gewandhausorchester will ab dieser Woche je donnerstags und freitags eine Konzertaufzeichnung auf seiner Webseite veröffentlichen. Damit biete das Konzerthaus dem Publikum trotz der Coronakrise Kultur, sagte Gewandhausdirektor Andreas Schulz am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Schäden können wir momentan noch nicht absehen und auch noch nicht beziffern", sagte er mit Blick auf die Absage von 80 Veranstaltungen bis zum 20. April.

12:52 Uhr | Corona-Hotline des Sozialministeriums

Das sächsische Sozialministerium verweist heute noch einmal auf die eingerichtete Rufnummer zu Fragen rund um Corona. Ansprechpartner sind wochentags von 8 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 0351 56455860 erreichbar. Alternativ kann eine Mail an corona-av@sms.sachsen.de geschickt werden.

12:26 Uhr | Leipziger Schulklasse bietet Nachbarschaftshilfe an

Die Hilfsbereitschaft während der Corona-Krise ist groß. So haben Schüler des Kant-Gymnasiums in Leipzig die Initiative ergriffen. Die Jugendlichen haben in der Nähe ihrer Wohnorte Zettel angebracht, auf denen sie ihre Hilfe zum Beispiel für Einkäufe anbieten.

11:48 Uhr | Staatsanwaltschaft Leipzig per Post und Telefon erreichbar

Die Gebäude der Leipziger Staatsanwaltschaft in Leipzig sowie die Zweigstellen Grimma und Torgau werden ab heute bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Dies dient dem Schutz der Bürger und der Mitarbeiter der Behörde vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus, heißt es in einer Mitteilung. Anliegen werden nur noch schriftlich per Mail, Brief oder Fax sowie telefonisch entgegengenommen.

11:13 Uhr | Warnung vor betrügerischen E-Mails

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt über den Kurznachrichtendienst "Twitter" vor sogenannten Phishing-Mails. Hierbei tarnen sich Kriminelle als offizielle Stellen und nutzen die Corona-Pandemie, um an sensible Daten zu kommen. "Öffnen Sie keine Dateien, Anhänge oder Links von unbekannten Adressaten", betont das BKA.

10:38 Uhr | Stadtmuseum Aue will Ausstellungsstücke im Internet vorstellen

Ein hellbeige angestrichenes Gebäude, auf dem Stadtmuseum zu lesen ist.
Bildrechte: Stadtmuseum Aue

Das Stadtmuseum Aue will die angeordnete Schließzeit dafür nutzen, Teile seiner Bestände virtuell der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In loser Folge soll regelmäßig das eine oder andere Museumsstück mit allen Hintergründen und Geschichten dazu auf der Museumsseite vorgestellt werden, sagte Stadtsprecherin Jana Hecker. Außerdem seien die Mitarbeiter des Stadtmuseums dabei, lange Aufgeschobenes zu erledigen, verschiedene Ausstellungsstücke zu entstauben und mal umzuräumen.

10:15 Uhr | Stille am Flughafen in Dresden

Am Dresdner Flughafen gab es heute nur einen Start und eine Landung. Auch in Leipzig/Halle ist der Passagierverkehr stark reduziert worden. Beide Flughäfen blieben aber betriebsbereit, sagte ein Flughafensprecher. In den kommenden Tagen würden weitere Rückholflüge von Urlaubern aus dem Ausland abgewickelt. Außerdem laufe der Frachtbetrieb weiter.

09:58 Uhr | Naunhof verteilt Bürgerbrief

Die Stadt Naunhof hat einen Bürgerbrief mit wichtigen Informationen zur Corona-Krise für alle Bewohner erarbeitet. Die amtierende Rathauschefin Anna-Luise Conrad will damit vor allem die Naunhofer erreichen, die nicht im Internet oder Sozialen Medien unterwegs sind. Die Bürgerbriefe werden in die Briefkästen der Einwohner verteilt.

09:30 Uhr | Kontrollen in Dresden

Zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren heute Morgen auf der Prager Straße in Dresden, ob sich die Einwohner an die Ausgangsregeln halten.

Zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren auf der Prager Straße in Dresden, ob sich an die Ausgangsregeln gehalten wird.
Bildrechte: Tino Plunert

09:09 Uhr | Leipziger Straßenbahnen fahren nur noch alle 15 Minuten

Die Leipziger Verkehrsbetriebe dünnen ab heute ihren Fahrplan aus. Der Takt in der Hauptverkehrszeit wurde von 10 auf 15 Minuten verlängert. Außerdem sind alle Kundencenter ab sofort geschlossen. Auch das Busunternehmen THÜSAC hat ab heute im Landkreis Leipzig auf den Ferienfahrplan umgestellt. Im Landkreis Nordsachsen soll ab morgen der Busverkehr ausgedünnt werden.

08:51 Uhr | Soforthilfe-Programm der SAB für Selbstständige startet

In Sachsen ist heute das Programm "Sachsen hilft sofort" zur finanziellen Entlastung von Selbstständigen und Freiberuflern gestartet. Wie der Freistaat mitteilte, stehen in der Corona-Krise insgesamt 120 Millionen Euro zur Verfügung. Es handele sich um zinslose Darlehen mit einer tilgungsfreien Zeit von drei Jahren und einer Laufzeit von zehn Jahren. Die Kredite könnten bei der Sächsischen Aufbaubank beantragt werden.

08:40 Uhr | Günther: Ausgangsbeschränkung ist Eingriff in Freiheitsrechte

Die einschneidenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Sachsen müssen aus Sicht des stellvertretenden Ministerpräsidenten Wolfram Günther (Grüne) immer zeitlich befristet bleiben. "Uns ist klar, dass dies ganz erhebliche Eingriffe in die Freiheitsrechte sind", sagte Günther. Deswegen dürften Maßnahmen wie die seit Montag geltende Ausgangsbeschränkung im gesamten Freistaat nur als letztes Mittel angesehen werden. Die neue Allgemeinverfügung des Freistaates gilt zunächst für zwei Wochen. Sollte eine Verlängerung nötig werden, müsse auch diese zeitlich begrenzt werden, so Günther.

07:48 Uhr | Berufsakademie macht telefonische Studienberatung

Die Berufsakademie Sachsen (BA) stellt ab heute die Beratungen an ihren landesweit sieben Studienakademien auf telefonische Sprechzeiten um. Dabei werde eine allgemeine Studienberatung übergreifend für die Berufsakademie Sachsen angeboten, teilte die Bildungseinrichtung in Glauchau mit. Auch die weiteren Standorte in Bautzen, Breitenbrunn, Dresden, Leipzig, Riesa und Plauen würden entsprechende Angebote machen.

07:36 Uhr | Uniklinikum in Leipzig bereitet Isolierstation vor

In Vorbereitung auf eine mögliche Welle an Corona-Erkrankungen hat das Leipziger Uniklinikum weitere Maßnahmen getroffen. So steht bereits seit Ende vergangener Woche eine gesonderte Intensivstation mit 14 Betten bereit. Heute kommt noch eine Isolierstation dazu. Auf dieser können 30 Patienten versorgt werden, die keine intensivmedizinische Betreuung benötigen. Beide Bereiche könnten kurzfristig erweitert werden, teilte das Klinikum mit.

Informiert wurde auch darüber, dass heute die Hautklinik die Notfallversorgung wieder aufnimmt. Für alle Ambulanzen aber gilt: Die Versorgung erfolgt sehr eingeschränkt.

07:14 Uhr | Achtung: Falsche Corona-Tester in Hoyerswerda unterwegs

Das Landratsamt Bautzen warnt vor falschen Corona-Testern. Demnach haben Personen in Schutzanzügen im Stadtgebiet Hoyerswerda private Haushalte unangekündigt aufgesucht und sich als Corona-Tester ausgegeben. Das Landratsamt weist daraufhin, dass das Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen in das eigens dafür geschaffene Testzentrum in Bautzen einbestellt. Nur in Ausnahmefällen stimme das Gesundheitsamt Hausbesuche direkt mit den Betroffenen ab.

06:57 Uhr | Städtetag hält Kontaktverbot für verhältnismäßig

Der Deutsche Städtetag hat die bundesweiten Kontaktbeschränkungen als richtig und verhältnismäßig begrüßt. Präsident Burkhard Jung sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die Maßnahmen seien nötig, damit sich in der Corona-Krise nicht nur die große Mehrheit der Bürger, sondern alle angemessen verhielten. Es gehe darum, Menschenleben zu retten und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, so der Leipziger Oberbürgermeister.

Auch der Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetags sowie Oberbürgermeister von Radebeul, Bert Wendsche, begrüßte die Umsetzung im Freistaat. Aus einem Flickenteppich sei jetzt eine einheitliche Regelung geworden, sagte er MDR SACHSEN.

Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger, diese Einschränkungen anzunehmen, zu respektieren. Ich denke, wir Sachsen haben schon viele Herausforderungen bewältigt - da werden wir auch diese bewältigen.

Bert Wendsche Oberbürgermeister von Radebeul

06:47 Uhr | Bahnrad-Olympiasieger Lehmann: Olympische Spiele auf 2021 verlegen

Der zweimalige Bahnrad-Olympiasieger und Leipziger Bundestagsabgeordnete Jens Lehmann hat IOC-Präsident Thomas Bach aufgefordert, die Olympischen Spiele sofort um mindestens ein Jahr zu verschieben. Dies würde den Athleten die Möglichkeit geben, sich auf das Wichtigste zu konzentrieren, was sie haben: ihre Gesundheit, ihre Mitmenschen und die Solidarität für die Gemeinschaft. So schreibt Lehmann in einem am Sonntag veröffentlichten Offenen Brief an Bach.

Vergangene Woche musste die Nationalmannschaft der Wasserspringer ihr Trainingslager in Dresden wegen der Ausbreitung des Coronavirus abbrechen. Jetzt wird mit Sondergenehmigung in kleiner Gruppe weitertrainiert. Der für Ende April angesetzte Weltcup der Wasserspringer ist zunächst auf Juni 2020 verschoben. Er ist der wichtigste Qualifikationswettkampf für ein Olympiaticket.

06:16 Uhr | Polizei löst Gruppen in Tiefgaragen auf

Gegen die seit Mitternacht in Sachsen geltende Ausgangsbeschränkung wurden im Großraum Chemnitz bis zum frühen Morgen keine Verstöße festgestellt. Das teilten die Lagezentren der Polizeidirektionen von Chemnitz und Zwickau auf Anfrage mit. Die Nacht sei sehr ruhig gewesen.

Dagegen war allein im Raum Zwickau und Vogtland gestern die bis dahin geltende Allgemeinverfügung in fast 30 Fällen nicht eingehalten worden. So mussten drei Restaurants geschlossen werden. Verstoßen wurde auch gegen das Spielplatzverbot. Zudem wurden kleinere Ansammlungen von meist Jugendlichen aufgelöst, die sich auch in Tiefgaragen trafen. Die Polizei sprach Verweise aus.

06:02 Uhr | Tschechische Grenzen bleiben erst einmal geschlossen

05:30 Uhr | Zweite Corona-Ambulanz in Zwickau öffnet

In Zwickau öffnet heute die Paracelus-Klinik eine Corona-Ambulanz. Es ist die zweite in der Stadt. Hinter dem Hauptgebäude der Paracelsus-Klinik wurde ein Zelt aufgebaut, um Mitarbeiter und Patienten zu schützen. In dem beheizten Provisorium erfolgt eine erste Beurteilung. Besucher ohne Symptome und ohne eindeutige Risikokonstellationen werden nach Hause geschickt. Patienten mit Symptomen wie Husten, Fieber und Atemnot, die entweder Kontakt mit einem Infizierten hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, werden dann in Räumen der Klinik untersucht und gegebenenfalls sofort auf Station weiter behandelt.

Vor dem Klinikum Zwickau steht ein großes Festzelt, das als Corona-Ambulanz dient
Vor einer Woche wurde die erste Corona-Ambulanz in Zwickau am Heinrich-Braun-Klinikum eröffnet. Bildrechte: MDR/Gert Friedrich

05:13 Uhr | Atemschutzmasken aus Großschönau

Geschäftsführer Dirk Ladenberger von Damino in Großschönau.
Geschäftsführer Dirk Ladenberger von Damino in Großschönau. Bildrechte: xcitepress

Die Näherei des Großschönauer Textilbetriebs Damino hat die Produktion auf Atemschutzmasken umgestellt. Schon seit drei Wochen produzieren rund 140 Näherinnen waschbaren Mundschutz aus Stoff. Geschäftsführer Dirk Ladenberger sagte MDR SACHSEN, er hätte die Stoffmasken zunächst ohne speziellen Auftrag nähen lassen. Die rund 6.000 Stück seien inzwischen alle verkauft und würden beispielsweise von Feuerwehr und Sicherheitsdiensten sowie Kassiererinnen genutzt. Die Anfragen dafür seien aus verschiedenen Teilen Deutschlands gekommen, auch aus Ministerien in Nordrhein-Westfalen und Bayern, so Ladenberger.

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping erklärte am Sonntag, man suche Bekleidungshersteller in Sachsen, die helfen könnten, Schutzbekleidung zu nähen. "Das wäre eine große Hilfe", sagte sie am Sonntag. Denn die Versorgungssituation in Sachsen "bleibt angespannt". Bisher eingegangene Angebote würden geprüft. In Großschönau wird eigentlich Bett- und Tischwäsche für Hotels und Airlines genäht.

05:00 Uhr | Freistaat Sachsen verfügt landesweite Ausgangsbeschränkung

Die Menschen in Sachsen sind am Wochenende deutlich sichtbar auf Abstand gegangen. Aus Sicht des Corona-Krisenstabes reicht das aber noch nicht. Von Montag an gilt landesweit eine Ausgangsbeschränkung.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/TNN/ma/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.03.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 23.03.2020 | 19:00 Uhr

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