Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 11.01.: Messhilfen für 15 Kilometer Luftlinie

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

15-Kilometer-Radius auf einer Karte eingezeichnet
Bildrechte: MDR JUMP/OpenStreetMap contributors

21:00 Uhr | Tickerende

Hiermit beenden wir für heute unseren Ticker zu aktuellen Corona-Situation in Sachsen. Morgen Früh sind wir wieder mit aktuellen Meldungen für Sie da. Haben Sie noch einen schönen Abend und eine gute Nacht. Und: Bitte bleiben Sie gesund!

20:27 Uhr | DRK: Terminvergabe wird schnell besser laufen

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen, Rüdiger Unger, hat versichert, dass das Online-Portal zur Impftermin-Vergabe in den kommenden Tagen stabiler laufen wird. Zum heutigen Start war die Plattform nach Auskunft der Betreiber überlastet. Auch am Abend gab es noch teils große Verzögerungen beim Seitenaufbau.

Unger betonte im MDR SACHSENSPIEGEL, es gehe um sehr persönliche Gesunheitsdaten von Menschen. Deshalb sei das DRK äußerst wachsam, zumal es in der vergangenen Woche schon bei Webinaren und Schulungsterminen zu heftigen Hackerangriffen gekommen sei. Der DRK-Chef bat Freunde und Nachrbarn von Senioren, diesen zu helfen, wenn sie Schwierigkeiten mit der Terminvereinbarung hätten.

19:49 Uhr | Unerlaubter Autokorso in Zwickau, angemeldeter in Werdau

Die Polizei hat in Zwickau einen unangemeldeten Autokorso mit mindestens 40 Fahrzeugen aufgelöst. Nach Behördenangaben hatten die Autos eingeschaltete Warnblinkanlagen und hielten den Verkehr auf. Da die Versammlung nicht entsprechend der Corona-Schutzvorschriften angemeldet worden sei, hätten die Beamten den Korso beendet.

Zuvor hatten im nur wenige Kilometer entfernten Werdau ein angemeldeter Autokorso mit rund 20 Fahrzeugen und eine kurze Kundgebung stattgefunden. Dabei nahm die Polizei nach eigenen Angaben 15 Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten und Verstößen gegen die Corona-Regeln auf.

19:37 Uhr | Zwickau erlässt Eltern einen Kita-Monatsbeitrag

Eltern in Zwickau müssen wegen des Lockdowns weniger Kita-Beiträge zahlen. Wie die Stadtverwaltung heute mitteilte, wird ihnen für den Zeitraum zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar wird pauschal ein Monatsbeitrag erlassen, sofern die Kinder eine der 16 städtischen Einrichtungen besuchen und nicht in die Notbetreuung gegeben wurden. Für die Zeit danach wird der Beitrag pro Lockdown-Woche um ein Viertel gekürzt. Zwickau setzt damit eine sachsenweite Regelung um. Kindertagesstätten in freier Trägerschaft können demnach selbst entscheiden, wie sie mit dem vom Freistaat bereitgestellten Geld umgehen.

19:16 Uhr | Weniger Neuinfektionen und Todesfälle in Sachsen

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben heute 1.113 nachgewiesene Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund halb so viele wie am Vortag und knapp 300 weniger als am Montag voriger Woche. 48 Covid-19-Patienten starben. Auch die Zahl aktiver Corona-Infektionen ist nach einem kurzen Anstieg in der Vorwoche wieder gesunken, ebenso die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern. Ob diese Werte Zeichen für einen generellen Abwärtstrend sind, lässt sich laut Sozialministerium erst in einer Woche sagen.

Einen leichten Aufwärtstrend gibt es bei der Zahl der Geimpften in Sachsen. Dem Robert-Koch-Institut zufolge erhielten bisher 19.756 Sachsen die erste von zwei Imfpdosen. Bundesweit ist der Freistaat allerdings mit 4,9 Impfungen pro 1.000 Einwohner bundesweit Schlusslicht.

18:41 Uhr | Neuinfektionen bringen Impfpläne durcheinander

Im Vogtland stehen derzeit pro Woche rund 1.150 Dosen Corona-Impfstoff zur Verfügung. Wie das Landratsamt mitteilte, sollen 700 davon in Alters- und Pflegeheimen verimpft werden. Da aber nach wie vor in vielen Einrichtungen Corona-Neuinfektionen aufträten, komme es bei den geplanten Impfungen immer wieder zu Problemen.

Der amtierende Amtsarzt des Vogtlandkreises, Andreas Lonitz, verwies bei MDR SACHSEN auf einen Fall, wo wegen Neuinfektionen in der gesamten Einrichtung nicht wie geplant geimpft werden konnte. Es gebe wohl eine entsprechende, mit dem DRK abgestimmte, Festlegung des Sozialministeriums. Lonitz warnte, dass dann Impfdosen wegen der begrenzten Haltbarkeit vielleicht teilweise vernichtet werden müssten.

18:30 Uhr | Thomaner proben wieder - aber nur online

Der Leipziger Thomanerchor hat seine Proben wieder aufgenommen, Wie die Leitung mitteilte, finden sowohl die Einzelstimm- als auch die Instrumental- und Chorproben unter Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz auf einer Online-Konferenz-Plattform statt. Dies gelte zunächst bis zum Ende des verlängerten Lockdowns. Darüber hinaus werde sich der Chor in den kommenden Wochen auch an Online-Formaten der Thomaskirche Leipzig beteiligen und dafür Choräle einsingen.

In der zweiten Dezemberwoche hatte ein Corona-Fall bei den Thomanern für eine Absage aller Aktivitäten gesorgt. Dem erkrankten Schüler geht es den Angaben zufolge inzwischen wieder gut.

17:52 Uhr | Wie weit sind 15 Kilometer Luftlinie?

Für Einkäufe und Freizeitaktivitäten gilt in Sachsen weiter ein eingeschränkter Bewegungsradius von 15 Kilometern um die eigene Wohnung, außerdem kann in einem 15-Kilometer-Umkreis um die Adresse der Arbeitsstätte eingekauft werden. Gemeint ist dabei die Luftlinie. Für alle, die nicht mit dem Lineal auf der Landkarte nachmessen wollen, haben unsere Kollegen von MDR JUMP eine interaktive Karte erstellt. Einfach einen Ort markieren und der erlaubte Umkreis wird angezeigt. Die gleiche Funktion bietet auch die Coronaschutzkarte des Staatsbetriebs Geobasisinformation und Vermessung Sachsen. Dort sind zudem die Standorte der Impfzentren eingezeichnet. Wer die Entfernung zwischen zwei konkreten Punkte wissen will, kann sich dies auf dem Geoviewer des Staatsbetriebes anzeigen lassen.

17:12 Uhr | Hunderte Verstöße gegen Corona-Auflagen in Leipzig

In Leipzig hat die Polizei in der vergangenen Woche rund 500 Verstöße gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung festgestellt. Allein in rund 400 Fällen konnten die Betroffenen keinen triftigen Grund für das Verlassen ihrer Wohnung nennen oder bildeten unzulässig große Gruppen, wie die Behörde mitteilte. So wurden zwei Partys mit acht und neun Personen aufgelöst. Im zweiten Fall hätten die Teilnehmer aus neun verschiedenen Haushalten gestammt. Laut Polizei wurden knapp 1.000 Beamte für die Corona-Kontrollen eingesetzt.

17:01 Uhr | Meeraner Bürgermeister spricht von Amtsversagen bei Impfplanung

Der Bürgermeister von Meerane, Lothar Ungerer, hat vom Freistaat Sachsen gefordert, die Bewohner und das Personal in den Pflegeeinrichtungen seiner Stadt schnellstmöglich zu impfen. In einem offenen Brief an Sozialministerin Petra Köpping beschrieb er die Lage als äußerst angespannt. Die Belastungsgrenzen seien längst überschritten.

Im Gespräch mit MDR SACHSEN warf Ungerer den Verantwortlichen Amtsversagen vor. In den Heimen in Meerane gebe es immer mehr Corona-Infizierte, die Zahl der Todesfälle sei extrem gestiegen. Dennoch gebe es beispielsweise für die Einrichtung "Bürgerheim" noch nicht einmal einen Impftermin, beklagte Ungerer. Es müsse doch möglich sein, einen Zeitplan mit Impfterminen für die einzelnen Einrichtungen aufzustellen.

16:28 Uhr | Viel impfwilliges medizinisches Personal im Raum Leipzig

Die Immunisierung der 23.000 Mitarbeiter an den medizinischen Einrichtungen im Raum Leipzig kommt offenbar gut voran. Wie das Universitätsklinikum mitteilte, haben bereits 23 Prozent eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Damit übersteige die Nachfrage das Angebot an vorhandenem Impfstoff. Viele Beschäftigte hätten bedauert, nicht zu den zuerst priorisierten Bereichen zu gehören.

Die Leipziger Uniklinik lagert die Dosen zwischen und verteilt sie auf die übrigen Krankenhäuser der Region. Von dem bisher verfügbaren Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer müssen pro Patient zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen verabreicht werden, um den vollen Schutz zu erreichen.

16:09 Uhr | Handelsverband Sachsen: "Adler" ist nur die Spitze des Eisbergs

Der sächsische Einzelhandel hat wegen der Corona-Krise im vergangenen Jahr ein Umsatzminus von rund 1,5 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Mehr als ein Drittel davon habe der Lockdown zum Weihnachtsgeschäft im Dezember verursacht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen, René Glaser.

Er warnte, einer Vielzahl von Geschäften im Freistaat drohe das gleiche Schicksal wie der bundesweiten Modekette "Adler", die wegen der Corona-Krise Insolvenz angemeldet hat. In einer Verbandsumfrage hätten drei Viertel der Geschäftsinhaber in den Bereichen Bekleidung, Textilien, Lederwaren und Schuhe erklärt, sie seien in ihrer Existenz bedroht. Genauso viele erklärten demnach, die staatlichen Hilfen reichten nicht aus. So fehle den Geschäften das Geld, um die schon vor Monaten bestellte Saisonware zu bezahlen, die nun geliefert werde.

15:21 Uhr | Limbach-Oberfrohna bietet Senioren Impfservice an

Limbach-Oberfrohna will eine Außenstelle des Impfzentrums für den Landkreis Zwickau in der Stadt. Oberbürgermeister Jesko Vogel kündigte an, unverzüglich ein geeignetes Gebäude beim Landratsamt anzumelden. Bis dahin will Limbach-Oberfrohna für seine impfwilligen Senioren einen Shuttle-Service anbieten. Diese sollen laut Vogel zunächst keinen Impftermin bei der zentralen Vergabestelle beantragen, sondern sich bis zum 22. Januar per E-Mail (impfen@limbach-oberfohna.de) oder telefonisch (03722/78115) bei der Stadtverwaltung melden. Dort würden dann für die Senioren die Termine und ein Fahrdienst zum Impfzentrum in Zwickau und zurück organisiert.

14:42 Uhr | Ansturm von Impfwilligen legt Terminvergabe lahm

Die Internetseite zur Terminvergabe für Corona-Schutzimpfungen in Sachsen ist offenbar der Menge von Anfragen nicht gewachsen. Bereits wenige Augenblicke nach dem offiziellen Start 14 Uhr wurde den Nutzern mitgeteilt, dass die Server aufgrund der hohen Nachfrage ausgelastet seien. Auf der Seite müssen sich die Impfwilligen unter anderem mit persönlichen Daten registrieren. Nach einer Prüfung, ob sie entprechend der Einteilung in Risiskogruppen impfberechtigt sind, können sie einen Termin im Impfzentrum ihres Landkreises oder ihrer kreisfreien Stadt vereinbaren. Ab kommender Woche soll eine Terminvereinbarung auch telefonisch möglich sein.

Bildausschnitt der Internetseite zur Impfterminvergabe in Sachsen
Bildausschnitt der Internetseite zur Impfterminvergabe in Sachsen Bildrechte: MDR/DRK Sachsen

14:26 Uhr | VVO meldet zehn Prozent Auslastung - und fährt weiter

In den Zügen und Bussen im Verkehrsverbund Oberelbe sind derzeit deutlich weniger Menschen unterwegs. Teilweise seien die Transportmittel nur zu zehn Prozent ausgelastet, teilte der VVO mit. Der öffentliche Personennahverkehr werde dennoch für wichtige Fahrten zur Arbeit, zum Arzt oder zur Notbetreuung aufrechterhalten. So würden die Regionalverkehrsunternehmen in den Landkreisen Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Bautzen weiter den Schulfahrplan anbieten. Nur der regionale Nachtbusverkehr bleibe ausgesetzt und die Trilex-Züge führen weiterhin nicht nach Polen, so der VVO. In Dresden fahren Straßenbahnen und Busse seltener.

14:00 Uhr | Start der Terminvergabe für Corona-Schutzimpfungen

Nach der Eröffnung der Impfzentren in Sachsen werden jetzt auch entsprechende Termine vergeben. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, soll die Internetseite https://sachsen.impfterminvergabe.de/ in dieser Minute freigeschaltet werden. Dort müssen sich Impfwillige anmelden, bevor sie einen Termin im Impfzentrum des Landkreises oder der kreisfreien Stadt vereinbaren können. Zunächst sollen vorrangig ältere Menschen über 80 Jahre sowie Personal von Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft werden. Gesundheitsministerin Petra Köpping zufolge stehen dafür bis kommenden Montag insgesamt 70.000 Dosen bereit. Das sei genug für einen effizienten Betrieb der 13 Impfzentren in Sachsen.

13:32 Uhr | Ohne Ticket und Maske im IC unterwegs

Ein 59 Jahre alter Mann war in einem Intercity von Leipzig nach Dresden ohne gültiges Ticket und ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs. Die Bundespolizei suchte in dem Zug nach dem Mann und fand ihn schließlich in einer Toilette. Er weigerte sich zunächst, die Tür zu öffnen. Schließlich verließ der 59-Jährige die Örtlichkeit und beleidigte den Zugbegleiter. In Riesa musste er aussteigen. Gegen den Mann wird jetzt wegen des Erschleichens von Leistungen und Beleidigung ermittelt. Außerdem muss er sich wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz verantworten.

13:15 Uhr | Dieses Jahr wieder 7-Seen-Wanderung

Voriges Jahr wurde die 7-Seen-Wanderung wegen der Corona-Krise abgesagt, in diesem Jahr soll es das Wander-Event aber wieder geben. Wie der Veranstalterverein Sportfreunde Neuseenland am Montag mitteilte, sind jetzt Anmeldungen für 75 Touren durch den Leipziger Südraum möglich. Binnen einer Woche habe es schon knapp 1.000 Buchungen gegeben. Die 7-Seen-Wanderung soll vom 7. bis 9. Mai veranstaltet werden. 2019 hatten rund 7.000 Wanderfreunde teilgenommen.

13:00 Uhr | Infos für Abschlussklassen Ende der Woche

Die Informationen, wie in diesem Jahr die Prüfungen für Abschlussklassen ablaufen werden, wird es wohl erst am Freitag geben. Das hat das sächsische Kultusministerium auf Anfrage von MDR SACHSEN mitgeteilt. Zuvor seien noch Gespräche zum Bildungsplan, Abschlüssen und Prüfungen - auch mit den anderen Bildungsministern - notwendig.

In Sachsen sollen Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge ab dem kommenden Montag wieder in die Schulen gehen. Ihnen und den Lehrerinnen und Lehrern werden dann auch kostenlose Tests angeboten. Auch die genaue Umsetzung dieser Tests wird derzeit noch geregelt.

12:35 Uhr | Tschechische Opposition fordert Hilfegesuch an Deutschland

In Tschechien ist eine Debatte über ein mögliches Hilfegesuch an Deutschland in der Corona-Krise entbrannt. Hintergrund ist, dass in der westlichen Verwaltungsregion Karlsbad (Karlovy Vary), die ans sächsische und bayerische Vogtland sowie ans Erzgebirge grenzt, die Intensivbetten knapp werden. Am Montag waren dort nur noch drei Betten für Covid-19-Intensivpatienten verfügbar. Die oppositionellen Christdemokraten riefen die Regierung daher auf, die Nachbarstaaten Tschechiens unverzüglich um Hilfe zu ersuchen.

Regierungschef Andrej Babis wies die Forderungen der Opposition zurück. Zunächst sollen die Intensivpatienten auf weniger ausgelastete Kliniken in anderen Regionen Tschechiens verlegt werden.

11:42 Uhr | Arbeitgeber- und Landtagspräsidenten kritisieren Bürgerproteste vor Kretschmers Privathaus

Nach dem Protest von etwa 30 Menschen vor dem Privatgrundstück des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer am Sonntagmorgen hat Sachsens Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner um einen respektvollen Umgang miteinander geworben. "Wir sind auch aktuell nicht mit allem einverstanden, was da aus der Regierung oder dem Parlament kommt. Aber stets achten wir darauf, die Persönlichkeit und die Privatsphäre des Anderen zu respektieren", sagte der Arbeitgeberpräsident.

In der Sache sei Meinungsstreit und Widerrede als Protest völlig in Ordnung. Man könne auch den Ministerpräsidenten kritisieren, dafür brauche es aber keinen spontanen Besuch in seiner Privatsphäre.

Ich appelliere an alle Bürger, die Auseinandersetzungen klar und deutlich, aber stets anständig zu führen.

Jörg Brückner Arbeitgeberpräsident

Zuvor hatte auch Landtagspräsident Matthias Rößler im MDR den Vorfall verurteilt. Es sei falsch, Politiker zu Hause aufzusuchen. Es handele sich hierbei um eine Grenzüberschreitung, für die mit Konsequenzen gerechnet werden müsse.

11:29 Uhr | Anmeldeportal für Corona-Impfungen startet 14 Uhr

Das Portal zur Anmeldung für die Corona-Impfungen in Sachsen soll um 14 Uhr freigeschaltet werden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Solange der Impfstoff noch begrenzt verfügbar ist, gilt eine Regelung des Bundesgesundheitsministeriums. Demnach erhalten vorrangig Menschen älter als 80 Jahre sowie Personal von Pflegeheimen und Krankenhäusern eine Impfung. Zunächst können sich auch nur diese Personengruppen anmelden.

11:06 Uhr | Händler in Mittweida protestieren gegen Ladenschließungen

Rund 20 Händlerinnen und Händler in Mittweida haben am Montag einen Protest gegen die Schließungen ihrer Läden gestartet. Mit Schildern stehen sie vor ihrem jeweiligen Geschäft, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. "Wir wollen den Menschen zeigen, dass unsere Hygienekonzepte besser sind als in jedem Großmarkt", erklärt Ilona Krebs, Geschäftsinhaberin einer Schuhboutique. "Wir sehen nicht ein, warum wir unsere Waren nicht verkaufen dürfen."

Die Hilfszahlungen der Regierung würden nicht viel bringen, so die Schuhhändlerin. "Die Politik soll wissen, dass wir nicht schlafen und nicht alles hinnehmen.". Organisiert wurde der Protest von den Händlern in Eigenregie. "Wir als Gewerbering unterstützen die Händler, haben es aber nicht organisiert", sagte Joachim Löwe, Vorstandsvorsitzender des Gewerberings Mittweida.

10:10 Uhr | Schaubühne Lindenfels zeigt Filme auf Leipziger Hauswänden

Die Schaubühne Lindenfels zeigt mitten in der Corona-Krise Filme auf Häuserwänden. Die Aktionen finden an verschiedenen Orten statt und werden in Sozialen Medien angekündigt. Einen Zuschauerauflauf wollen die Veranstalter nicht, vielmehr wollen sie in kleinem Rahmen entdeckt werden. Die Schaubühne Lindenfels will mit der Aktion nicht in Vergessenheit geraten.

09:20 Uhr | Busse im Verkehrsverbund Mittelsachen weiter nach Ferienfahrplan unterwegs

Im Verkehrsverbund Mittelsachsen fahren in dieser Woche die Busunternehmen coronabedingt weiter nach Ferienfahrplan. Wie der Verbund mitteilte, fallen im Stadtverkehr von Zwickau die Nachtbusse komplett aus. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen böten hingegegen den Normalfahrplan an. Lediglich bei der Freiberger Eisenbahn werde an Wochenenden auf einen Zwei-Stunden-Takt reduziert, hieß es.

07:45 Uhr | Landkreis Bautzen bereitet Corona-Tests für Schüler vor

Der Landkreis Bautzen bereitet einen Corona-Massentest in Schulen vor. Ab nächster Woche sollen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen wieder an den Schulen unterrichtet werden. Die Landesregierung hat die Landkreise beauftragt, Tests der Schüler vorzubereiten. Wie das Landratsamt mitteilt, sollen die Corona-Schnelltests an nur sieben Standorten durchgeführt werden. Dort sollen auch die Schüler der anderen Schulen getestet werden. Den Transport organisiere der Landkreis, hieß es. Aktuell würden dazu die Details zwischen dem Landkreis und den Schulen abgestimmt. Nach Angaben des Landratsamts können die Schüler die Tests freiwillig nutzen.

07:25 Uhr | Dulig verurteilt Bürgerprotest vor Kretschmers Privatgrundstück

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat den gestrigen Vorfall am Grundstück von Ministerpräsident Michael Kretschmer verurteilt. Das sei eine Bedrohung gewesen, sagte der SPD-Politiker am Morgen bei MDR SACHSEN. Diese Form der Auseinandersetzung sei inakzeptabel. Die Privatsphäre eines Politikers zu bedrohen sei Gewalt. Es gebe genügend Möglichkeiten, sich an Landespolitiker zu wenden. Auch Dulig habe schon ähnliche Erfahrungen gemacht und Sorge um seine Familie.

Am Sonntagvormittag hatte sich eine Personengruppe vor dem Privatgrundstück des sächsischen Ministerpräsidenten in Großschönau versammelt, um sich bei dem CDU-Politiker über die Corona-Auflagen zu beschweren. Kretschmer ließ sich zunächst auch auf eine Diskussion ein.

07:00 Uhr | DRK Dippoldiswalde bleibt auf Altkleidern sitzen

Die Zeiten des Lockdowns nutzen viele, um ihre Kleiderschränke aufzuräumen. Die Flut an Sachen ist so groß, dass die Preise für Altkleider immer weiter sinken. Die Arbeit der Sammler wird noch erschwert, weil zunehmend auch Müll in den Altkleidercontainern landet. "Das kann in manchen Gegenden bis zu 20 Prozent der Gesamtmenge ausmachen", erklärt Gerd Geißler vom DRK Dippoldiswalde aus seiner Erfahrung der letzten 20 Jahre.

Rund 50 Tonnen Textilien hat allein das Dippoldiswalder DRK im vergangenen Jahr verkauft und mit dem Erlös seine Kleiderkammer für Bedürftige finanziert. Nun steht seit Wochen ein Container voller Ware auf dem Hof. Der Aufkäufer meldet sich nicht, denn auch sein Lager ist voll.

06:30 Uhr | Adler-Modemärkte schlittern in Insolvenz

Die Modemarkt-Kette Adler hat einen Insolvenzantrag gestellt. Grund dafür sei die Schließung vieler Geschäfte als Folge des Corona-Lockdowns, teilte das Unternehmen mit. In Sachsen werden laut Angaben auf der Homepage sieben Filialen betrieben. Der Modehändler will sich in Eigenverantwortung sanieren. Der Geschäftsbetrieb soll in vollem Umfang fortgeführt werden. Derzeit sind allerdings die Geschäfte wegen der Corona-Beschränkungen geschlossen.

06:15 Uhr | Wieder Verstöße gegen Corona-Auflagen am Fichtelberg

Am Wochenende sind am Fichtelberg erneut Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt worden. Wie die Polizei heute mitteilte, wurden bei Kontrollen in Oberwiesenthal zahlreiche Besucher von außerhalb angetroffen. Insgesamt wurden 31 Anzeigen erstellt.

Auch in Chemnitz wurden Verstöße geahndet. Im Stadtteil Markersdorf hatten am Sonnabend in einer Wohnung zwölf Personen aus verschiedenen Hausständen gefeiert. Die Polizei erhielt einen Hinweis und verwies die nicht erlaubten Gäste der Wohnung. Zudem gab es elf Anzeigen.

06:00 Uhr | Zeitungsumfrage: Corona-Krise führt zu Einkommensverlust

Jeder vierte Mensch in Sachsen hat laut einer Umfrage durch die Corona-Krise Einkommen eingebüßt. Das hat das Insa-Institut im Auftrag der "Leipziger Volkszeitung" ermittelt. Demnach sind besonders häufig Selbstständige, Freiberufler sowie Schüler und Studenten betroffen. So gab fast jeder zweite Freischaffende an, weniger Geld einzunehmen. Bei den Studenten waren es 35 Prozent.

Bei den über 60-Jährigen haben dagegen 82 Prozent genauso viel Einkommen zur Verfügung wie vor der Corona-Krise. Bei ihnen wurden Renten und Pensionen unverändert fortgezahlt. Befragt wurden rund 1.000 Bürger ab 18 Jahren.

05:45 Uhr | Lockdown in Sachsen geht mit schärferen Regeln in Verlängerung

In Sachsen treten heute schärfere Corona-Regeln in Kraft. Danach dürfen sich Menschen aus einem Hausstand nur noch mit einer weiteren Person treffen. Allerdings gibt es Ausnahmen: Zwei Familien dürfen sich bei der Kinderbetreuung abwechseln. Zudem wird der Lockdown bis zum 7. Februar verlängert.

So lange bleiben Kitas und Schulen in Sachsen weitgehend geschlossen. Weiterhin gelten auch Regelungen wie etwa der 15-Kilometer-Radius für Einkäufe und Ausflüge. Auch die meisten Geschäfte bleiben geschlossen. Die Gesundheitsämter in Sachsen haben bis Sonntagabend 2.060 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind fast 500 mehr als vor einer Woche. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegen alle Landkreise und kreisfreien Städte über dem Wert von 200.

05:30 Uhr | Impfzentren nehmen in Sachsen offiziell den Betrieb auf

In Sachsen nehmen die Impfzentren heute ihren Betrieb auf. Sie werden vom Deutschen Roten Kreuz betrieben. Zuerst werden Mitarbeiter von Rettungsdiensten und ambulanten Pflegediensten geimpft. Nach übereinstimmenden Angaben des Gesundheitsministeriums und des DRK sollen Termine voraussichtlich ab heute online gebucht werden können. Insgesamt gibt es in Sachsen 13 Anlaufpunke.

In Treuen im Vogtland wurden bereits am Wochenende 300 Dosen verabreicht, damit sie nicht verfallen. Sie waren für vier Pflegeheime vorgesehen, die aber kurzfristig unter Quarantäne gestellt wurden.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 11.01.2021 | 19:00 Uhr

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