Meldungen am Sonnabend Corona-Ticker Sachsen am 21.03.: Menschen gehen auf Abstand - Sonntag neue Infos zu Corona-Regeln

Die Fallzahl der bestätigten Corona-Infizierten in Sachsen nimmt einen exponentiellen Verlauf an. 650 bestätigte Fälle gibt es inzwischen - und auch den ersten Todesfall. Der Fußballbundesligist RB Leipzig hat eine soziale Kampagne gestartet und ruft dazu auf, zu Hause zu bleiben. Das Dynamo-Team in Dresden spendet Geld. MDR SACHSEN hält Sie über die Entwicklungen der Coronavirus-Krise auf dem Laufenden.

Mitten am Sonnabendnachmittag des 21.3.2020. Vor der Frauenkirche Dresden ist kein Mensch zu sehen.
Die verschärften Ausgangsregeln in Dresden wirken. Zumindest rings um die Frauenkirche war es am Sonnabendnachmittag menschenleer. Bildrechte: Christian Essler

Meldungen vom Sonntag

20:00 Uhr | Zusammenfassung und Tickerende

Damit beenden wir heute unsere Corona-Pandemie-Berichterstattung für Sachsen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie gesund bleiben und den Abend zu Hause genießen. Danke für Ihr Interesse und bis morgen!

19:38 Uhr | Sachsen gehen auf Abstand

Am Sonnabend hat es vielerorts in Sachsen so ausgesehen, als funktionieren die Ansagen, auf Abstand zu gehen und soziale Kontakte zu meiden. Die Innenstädte sahen wie leer gefegt aus, in den meisten Warteschlangen hielten die Menschen den geforderten Sicherheitsabstand ein. Insgesamt waren viel weniger Passanten auf den Straßen unterwegs als in der Woche.

Der Freistaat Sachsen hatte am Freitag seine Allgemeinverfügung noch einmal verschärft. Ab Sonntag müssen Baumärkte ebenso geschlossen bleiben wie Gaststätten und Friseure. Damit soll die Corona-Pandemie verlangsamt werden.

19:28 Uhr | Neue Corona-Hotline in Leipzig

Die Stadt Leipzig hat ab sofort die städtische Servicenummer 0341-123-0 auch als Corona-Hotline geschaltet. Diese Corona-Hotline, die zugleich das Bürgertelefon ist, ist von Montag bis Sonntag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr für die Leipziger Bürger zu erreichen.

Am heutigen Sonnabend können Bürger auch bis Mitternacht für allgemeine medizinische Auskünfte zu Corona anrufen. Die bisherige Hotline wird abgeschaltet, teilte die Stadtverwaltung mit.

19:18 Uhr | Findiger Fleischer in der Corona-Krise

Ein Fleischer in Spitzkunnersdorf im Landkreis Görlitz hat sich in der Corona-Krise für seine Kunden eine spezielle Aktion ausgedacht: Er gibt bei jedem Einkauf eine Rolle Toilettenpapier dazu - gratis. Auf Facebook begründet der Juniorchef Sebastian Herzog die Aktion damit, dass er den Kunden "zur Seite stehen" und weiterhelfen wolle.

Die Idee stößt bei den Facebooknutzern auf geteiltes Echo. Manche finde es eine "coole Aktion", andere halten es für "Blödsinn" "einfach geschmacklos". Mehr dazu hier:

17:04 Uhr | Dynamo-Team spendet 300.000 Euro für Verein

Ralf Minge im Interview
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Zweitliga-Profis, die Geschäftsführung und der Trainerstab von Dynamo Dresden verzichten bis zum 30. Juni 2020 wegen der Corona-Krise auf mehr als 300.000 Euro Gehalt. Mit dem Geld wollen sie den Verein und die Mitarbeiter unterstützen, die seit dieser Woche in Kurzarbeit sind. Zudem würden 50.000 Euro von der Gesamtsumme für soziale Zwecke gespendet, erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Ming am Sonnabend.

Wir helfen einander, gerade dann, wenn es darauf ankommt.

Ralf Minge Sportgeschäftsführer

16:46 Uhr | Sachsen gibt Sonntag landesweite Regeln bekannt

Ministerpräsident Michael Kretschmer und Innenminister Roland Wöller haben am Sonnabend mit den kommunalen Spitzenverbänden der sächsischen Städte, Gemeinden und Landkreise gesprochen. Dabei ging es darum, welche weiteren Maßnahmen sie für sinnvoll halten.

"Es ist der einvernehmliche Wunsch, dass es keinen Flickenteppich, sondern landesweit einheitliche Regelungen gibt. Mit dem Krisenstab werden jetzt entsprechende Maßnahmen erarbeitet und morgen der Öffentlichkeit vorgestellt", sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber MDR SACHSEN. Es werde weiterhin möglich sein, Einkäufe zu erledigen, zu joggen, auf Arbeit oder zum Arzt zu gehen, so Schreiber.

16:31 Uhr | Tausende Nachfragen bei der Stadt Dresden

Nachdem die Stadt Dresden am Freitag die Ausgangsregeln verschärft hatte, haben die Mitarbeiter am Bürgertelefon am Sonnabend rund 300 Anrufe entgegengenommen. Laut Stadtverwaltung stellten sie konkrete Fragen zu den Folgen der Allgemeinverfügung und hatten medizinische Fragen.

Dazu hatten auch mehr als 3.000 Nutzer bei Facebook die Stadt angefragt. Als Fazit teilte die Stadt mit, dass die Mitarbeiter "zahlreiche Umzüge gerettet, die ein oder andere Trauung ermöglicht, Fernbeziehungen geregelt und hoffentlich neue Grüppchen unterbunden" hätten.

Bitte scheuen Sie sich nicht, sowohl Hilfe zu geben als auch Unterstützung anzunehmen. Wir sind eine solidarische Gesellschaft!

Kristin Klaudia Kaufmann Sozialbürgermeisterin Dresden

Den Anrufern und Fragenden sei es auch immer wieder um die Nachbarschaftshilfe gegangen. Es ist "ausdrücklich gewünscht zu helfen, wo es geht. Wichtig dabei: Halten Sie den Abstand und die hygienischen Regeln ein", betonte die Stadt. Die "Nachbarschaftshilfe für Dresden" vernetzt Betroffene und Helfer. Die können sich melden unter: 0351-4 88 53 22 oder per Mail: gesundheitsamt-corona@dresden.de.

16:11 Uhr | Schwibbogen-Aufruf an alle Erzgebirger

Ein Schlettauer hat die Menschen im Erzgebirge dazu aufgerufen, wieder Schwibbögen in ihre Fenster zu stellen und sie in der Zeit von 21 bis 23 Uhr leuchten zu lassen. "Es ist Zeit, Zuversicht an den Nachbarn, in die Region, Deutschland und die Welt zu senden", meinte Mark Schmidt in seinem Facebookaufruf.

Weil Schwibbögen nach dem Ende der Weihnachtszeit üblicherweise auf Dachböden oder Speichern aufbewahrt werden, läuft die Aktion unter dem Hashtag "#of'nBudenNauf". Der Aufruf wurde innerhalb weniger Stunden tausendfach geteilt. Menschen aus allen Teilen der Republik kommentierten die Aktion und kündigten an, am Abend die Leuchtdeko einschalten zu wollen.

15:48 Uhr | Lebensmittelhändler planen vorläufig keine Sonntagsöffnung

Die Supermarkt- und Discountketten wollen ihre Filialen auch weiterhin nicht am Sonntag öffnen. Das haben Edeka, Netto, Rewe, Penny, Aldi, Kaufland, Real, Konsum und Lidl bei einer Umfrage der Deutschen Presseagentur angegeben.

Die Leiter der großen Lebensmittelketten begründeten das mit der bereits hohen Belastung der Beschäftigten. Die Mitarbeiter bräuchten auch Ruhephasen, um Kräfte zu sammeln. Lidl, Real und Kaufland wollen nach eigenen Angaben die Situation täglich neu bewerten. Das Unternehmen Konsum war für eine Stellungnahme am Wochenende nicht zu erreichen.

15:21 Uhr | Jetzt 650 Corona-Erkrankte in Sachsen

in Sachsen sind bislang 650 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein Mensch ist am Freitag gestorben, bei einem Erkrankten wird der Verlauf der Erkrankung als klinisch schwer beurteilt. Das hat das Sozialministerium am Sonnabend bekannt gegeben. am vortag waren es noch 88 weniger Infizierte gewesen.

So haben sich die Fallzahlen in Sachsen entwickelt:

14:38 Uhr | Verschärfte Ausgangsregeln für Dresden bald sachsenweit

Bei einer Telefonkonferenz des Präsidiums der Bürgermeister Sachsens, nach Gesprächen mit Landräten und dem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer wurde "vorgesehen, jetzt unsere Dresdner Regeln sachsenweit auszurollen", kündigte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) im Interview mit dem MDR an. In Dresden dürfen seit Mitternacht Bürger ihre Wohnung nur noch aus wichtigen Gründen verlassen. Zudem dürfen nicht mehr als fünf Menschen zugleich zusammen sein. Der Leipziger Oberbürgermeister Jung hatte sich zuvor für sachsenweit einheitliche Regelungen ausgesprochen.

Das gilt für die Landeshauptstadt seit Mitternacht:

14:30 Uhr | Geduld bei Einkauf im Baumarkt gefragt

Zahlreiche Menschen stehen in einer Schlange vor einem Baumarkt
Bildrechte: Daniel Förster

Vor vielen Baumärkten in Sachsen (das Foto zeigt Pirna) haben sich am Sonnabend lange Schlangen gebildet. Grund dafür waren Hygienemaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen der Gartencenter. Sie regulierten den Einlass, damit nicht zu viele Menschen zur gleichen Zeit in den Verkaufsräumen sind.

14:04 Uhr | Dynamo-Spieler trainieren zu Hause

Die Fußballprofis von Dynamo Dresden werden sich wegen der Coronavirus-Krise weiter individuell zu Hause mit Übungen und Laufplänen fit halten. Das teilte der Fußball-Zweitligist mit. Trainingseinheiten in Mannschaftsstärke fänden vorerst nicht statt. Seit dem 13. März trainieren die Dynamo-Profis individuell. Der Spielbetrieb in der 2. Bundesliga ruht vorerst bis 2. April. Mehr dazu:

13:46 Uhr | Dresdner Verkehrsbetriebe schränken Fahrten weiter ein

Aufgrund der neuen Allgemeinverfügung in Dresden schränken die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ihre Fahrten weiter ein. Der seit Freitag geltende Sonderfahrplan wird ab Montag weiter ausgedünnt. Auf den Straßenbahnlinien 3, 4, 7, 9 und 11 sowie den Buslinien 61, 62 und 66 wird, wie im übrigen Straßenbahnverkehr bereits praktiziert, auf einen 15-Minuten-Takt umgestellt.

Wir bitten unsere Kunden dringend, die Verfügung der Stadt Dresden unbedingt einzuhalten und auf unnötige Wege zu verzichten. Jeder muss seinen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung des Corona-Virus aufzuhalten.

Falk Lösch Pressesprecher DVB

Diese verschärften Regeln gelten jetzt in der Stadt Dresden.

13:27 Uhr | Oberbürgermeister von Leipzig verlangt einheitliche Corona-Regeln in Sachsen

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) drängt zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf sachsenweit einheitliche Regeln. Es ergebe keinen Sinn, dass Kommunen unterschiedliche Vorschriften erlassen, sagte sein Sprecher Matthias Hasberg. Damit bezieht sich Jung auf die seit heute wirksame Ausgangsbeschränkung der Stadt Dresden, die über die Vorschriften des Landes Sachsen hinausgeht. Uneinheitliche Lösungen seien den Menschen nicht nur schwer zu erklären. Sie machten auch medizinisch keinen Sinn, sagte Hasberg.

Die Einhaltung der bisherigen Vorschriften funktioniere derweil immer noch nicht so gut, wie die Behörden hoffen. "Was nach wie vor ein Problem ist, sind die Parks und die Feiern dort", sagte Hasberg. Auch an die Spielplatzsperrungen hielten sich nicht alle Menschen. "Da gibt es nach wie vor heftige Diskussionen mit den Eltern." Leipzig meldet heute 140 Menschen, die positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden. Am Vortag waren es noch 113. Erstmals gebe es auch zwei kritisch Erkrankte, sagte Hasberg.

13:10 Uhr | Dresdner Polizei sperrt die letzten Spielplätze ab

Am Sonnabendvormittag hat die Polizei in Dresden die letzten Spielplätze an der Elbe abgesperrt. So zogen Polizisten um den Kinderspielplatz am Fährgarten in der Johannstadt ein rot-weißes Flatterband.

Polizisten sperren den Spielplatz am Johannstädter Elbufer ab.
Bildrechte: xcitepress

12:43 Uhr | Bundesregierung plant Gesetz zum Mieterschutz in der Corona-Krise

Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach Berichten des Redaktionsnetzwerks Deutschland sollen damit sowohl private als auch gewerbliche Mieter geschützt werden, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Aus der SPD-Bundestagsfraktion hieß es, die Mieten sollten in solchen Notfällen gestundet werden. Die FDP forderte dagegen ein Sonder-Wohngeld für Betroffene.

12:14 Uhr | Keine Partygänger mehr in der Dresdner Neustadt

Ein ungewohntes Bild bot sich in der Nacht zu Sonnabend in der Dresdner Neustadt. Gegen Mitternacht war in dem Kneipenviertel kaum eine Menschenseele. Viel Platz war vor der Scheune - sonst ein beliebter Treffpunkt für Nachtschwärmer.

Ein Polizeiauto steht Freitagnacht vor der Scheune in der Dresdner Neustadt.
Bildrechte: Tino Plunert

11:47 Uhr | Türkei stellt Flugverkehr nach Deutschland ein

Die Türkei hat in der Nacht den direkten Flugverkehr nach Deutschland nahezu vollständig eingestellt. Wie das Auswärtige Amt mitteilte, können Deutsche aber noch über Drittstaaten ausreisen. Das Amt rief eindringlich dazu auf, diese Möglichkeit auch zu nutzen.

Bis Freitag Mittag waren dem Auswärtigen Amt zufolge 20.000 von 30.000 Deutschen aus der Türkei zurückgekehrt. Die von der Bundesregierung gestartete Rückholaktion betraf Urlauber in der Türkei bisher nicht, da dort noch reguläre Flüge möglich waren. Seit Dienstag werden im Ausland festsitzende Deutsche mit gecharterten Maschinen zurückgebracht.

11:19 Uhr | RB Leipzig startet soziale Kampagne

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus startet der Bundesligist RB Leipzig eine soziale Kampagne zur nachhaltigen Unterstützung der Stadt, Region und Menschen. Unter dem Motto "Was ist wichtiger als Fußball? #WirAlle!" will der Klub ab sofort hilfreiche Inhalte im Internet bereitstellen, auf wichtige Infoseiten verlinken und auf aktive Möglichkeiten zur Unterstützung wie etwa Blutspenden hinweisen.

"Mit dieser Kampagne möchten wir die Fans informieren und ihnen die Möglichkeit geben, RB Leipzig auch zu Hause erleben zu können, und aufzeigen, wo sie aktiv und mit uns gemeinsam helfen können", sagte RB-Marketingchef Florian Scholz.

Poster der Kampagne von RB Leipzig
Bildrechte: RB Leipzig

10:51 Uhr | Dresdner Filmfest in den September verlegt

Das 32. Filmfest Dresden wird auf den 8. bis 13. September verschoben. "Wir bedauern sehr, dass das Festival nicht wie geplant im April stattfinden kann", teilte Festivalleiterin Sylke Gottlebe am Sonnabend mit. Die Entscheidung sei aus Verantwortungsgefühl gegenüber Gästen und Mitarbeitern unumgänglich, so Gottlebe. Ob es im September Einschränkungen des geplanten Programms geben werde, prüfe man derzeit.

10:21 Uhr | Abstand halten!

Abstand halten, um die Infektionsketten zu durchbrechen. Unsere Grafik zeigt, wie das Infektionsrisiko sinkt, wenn der direkte Kontakt zu anderen Menschen verringert wird. Politiker und Virologen fordern die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben.

Erklärgrafik für Social Distancing
Bildrechte: MDR

09:39 Uhr | Für bezahlbare Mieten: Demo in den eigenen vier Wänden

Das Aktionsbündnis "Leipzig für alle" ruft für den 28. März zu einem etwas anderen Protest auf. Mit Botschaften und Transparenten in und an Wohnungsfenstern soll für bezahlbare Mieten demonstriert werden. Die Wohnungsfrage sei gerade jetzt besonders drängend, heißt es vom Bündnis. Durch das Coronavirus sähen sich viele Menschen mit geringeren Einkommen oder sogar Lohnausfällen konfrontiert. Ursprünglich hatte das Aktionsbündnis zum so genannten Housing Action Day am 28. März eine Demonstration geplant. Die ist aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchführbar.

09:07 Uhr | TU Dresden geht in den Notbetrieb

Die Technische Universität Dresden stellt ab heute auf Notbetrieb um. Wie die Universität mitteilte, bleiben alle Gebäude der TU geschlossen. Die Beschäftigten wurden aufgefordert, von zu Hause zu arbeiten. Für Studierende sollen zum Semesterstart Onlineangebote bereitgestellt werden.

08:54 Uhr | SAB stellt ab Montag Darlehensanträge für Selbstständige online

Zur finanziellen Entlastung von Selbstständigen und Freiberuflern in der Corona-Krise startet am Montag das Programm "Sachsen hilft sofort". Insgesamt stehen 120 Millionen Euro zur Verfügung, wie der Freistaat Sachsen mitteilte. Es handele sich um ein zinsloses Darlehen mit einer tilgungsfreien Zeit von drei und einer Laufzeit von zehn Jahren. Die erforderlichen Formulare stellt die Sächsische Aufbaubank (SAB) ab Montag online bereit.

08:22 Uhr | Drei Milliarden Euro Corona-Soforthilfe für Deutschlands Kliniken

Die Bundesregierung will die deutschen Krankenhäuser mit drei Milliarden Euro unterstützen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, soll heute ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, um Klinikpleiten als Folge der Corona-Pandemie zu verhindern.

Hintergrund ist, dass Krankenhäuser derzeit auf planbare Behandlungen und Operationen verzichten müssen. Durch die Einnahmeausfälle könnten die Häuser in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Das Hilfsprogramm für die Krankenhäuser ist Teil eines Gesamtpakets, um die Corona-Krise zu bewältigen. Dessen Gesamtsumme soll Berichten zufolge 150 Milliarden Euro betragen.

08:00 Uhr | Rückblick auf gestern - Sachsen will Maßnahmen verschärfen, Dresden wird konkret

In Sachsen wird das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. Ab Montag müssen unter anderem Gaststätten, Baumärkte und Friseure schließen. Die Landesregierung will außerdem härter durchgreifen, wenn sich Personen ohne wichtigen Grund in größeren Gruppen treffen.

Verstöße können in Einzelfällen mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden. Die Fallzahlen der bestätigten Corona-Infizierten in Sachsen nehmen zu. 562 bestätigte Fälle gibt es inzwischen - und auch den ersten Todesfall eines Coronavirus-Patienten im Landkreis Bautzen. In Dresden gelten seit Freitag 24 Uhr verschärfte Ausgangsregelungen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.03.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 21.03.2020 | 19:00 Uhr

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