Meldungen am Sonntag Corona-Ticker Sachsen am 24.05.: Verband bekräftigt: Hygienekonzepte in Gastronomie funktionieren

Kellnerinnen riegeln die Außenbestuhlung einer Gaststätte ab
Bildrechte: dpa

Überblick: Die wichtigsten Meldungen am Sonntag

Meldungen vom Folgetag

19:10 Uhr | Tickerende

Wir beenden unseren Ticker zur Corona-Lage in Sachsen für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Vertrauen. Morgen früh sind wir wieder für Sie da. Bleiben Sie gesund und #Miteinanderstark!

18:21 Uhr | Acht Neuinfektionen in drei Landkreisen

In Sachsen sind heute in drei Landkreisen in Summe acht neue Coronavirus-Infektionen von den Ämtern der Kreise und kreisfreien Städte gemeldet worden. Im Vogtlandkreis und im Landkreis Zwickau sind je drei neue Infektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden, im Erzgebirgskreis waren es zwei Fälle. Die Stadt Leipzig sowie die Landkreise Sächsische Schweiz Osterzgebirge, Zwickau, Chemnitz und Bautzen meldeten am Sonntag bis zum Redaktionsschluss keine neuen Zahlen.

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Sachsen 5.230 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 4.710 von ihnen sind nach Schätzungen des Sozialministeriums wieder genesen. 203 Menschen starben.

17:46 Uhr | Tanzschulen mit neuem Schwung nach Corona-Zwangspause

Seit dem 15. Mai dürfen in Sachsens Tanzschulen wieder die Beine geschwungen werden - zusammen tanzen dürfen zunächst nur Paare, die zusammen wohnen. Auch Solotanzkurse sind wieder möglich. MDR SACHSEN schaut auf drei Beispiele in Chemnitz, Dresden und Leipzig.

17:17 Uhr | Jenaer Fußballer beziehen Quarantäne Trainingslager in Leipzig

Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena wird am Montag sein Quarantäne-Trainingslager in der Landessportschule Egidius Braun in Leipzig beziehen. Weil in Thüringen bis 5. Juni aufgrund behördlicher Verfügungen kein Mannschaftstraining und Wettkampf möglich ist, müssen die Thüringer nach Sachsen ausweichen. Am Montag soll beim Tabellenletzten auch die zweite Testreihe auf das Coronavirus durchgeführt werden. Kommenden Samstag soll die Mannschaft gegen den Chemnitzer FC antreten. Wo gespielt wird, ist noch unklar.

16:06 Uhr | Rettungsschwimmer alarmiert in Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie stellt Rettungsschwimmer vor neue Herausforderungen. Sebastian Knabe von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) befürchtet, dass in der Saison mehr Menschen in Binnen- und Fließgewässern baden gehen, wenn kleinere Freibäder geschlossen bleiben, weil sie coronabedingte Hygieneauflagen nicht umsetzen können. Dabei rät die DLRG dringend vom Baden in Fließgewässern ab. "Die Strömung ist stärker als das, was man sieht", sagte Knabe.

Die DLRG rät dazu, nur in bekannten Seen zu schwimmen. 2019 starben laut DLRG 13 Menschen in Sachsen in Seen und Flüssen. Insgesamt gab es voriges Jahr 17 Badetote im Freistaat.

14:09 Uhr | Verband bekräftigt: Hygienekonzepte in Sachsens Gastro-Branche funktionieren

Aus der Häufung von Corona-Infektionen nach einem Restaurantbesuch in Niedersachsen lassen sich laut sächsischem Dehoga-Chef Axel Klein keine Rückschlüsse für die gesamte Branche ziehen. Das Beispiel sei nicht repräsentativ für alle Regionen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Sachsen. Beim viel diskutierten Fall in Niedersachsen müsse erst noch überprüft werden, ob sich die Gäste an die Corona-Regeln gehalten hätten.

In Sachsen habe Klein den Eindruck, dass die Wiederöffnung der Gastronomie gut laufe. Die Hygienekonzepte funktionierten. Die Hauptsorge der Betriebe neben der Gesundheit sei das wirtschaftliche Überleben. Es müsse schnell einen Rettungsfonds des Bundes geben.

13:50 Uhr | Rückreiseverkehr an Grenzen entspannt

Anders als zu Himmelfahrt ist es auf Brandenburgs und Sachsens Straßen an der Grenze zu Polen am Wochenende ruhig geblieben. Der Rückreiseverkehr polnischer Arbeitnehmer und Kontrollen auf polnischer Seite hatten am Donnerstag zu Riesen-Staus auf der A12 und der A4 von Dresden nach Görlitz geführt.

Anders die Lage am Sonntag: "Es ist alles entspannt", sagte ein Sprecher der Polizei Brandenburg. Auch in Sachsen blieb es auf der A4 laut Polizei staufrei.

12:40 Uhr | Zwei mitteldeutsche Fußballverbände verlangen Drittliga-Abbruch

Die Fußball-Landesverbände Sachsen (SFV) und Sachsen-Anhalt (FSA haben vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) den Abbruch der 3. Liga wegen der Corona-Pandemie verlangt. Ein Antrag für den DFB-Bundestag, der am Montag, 25. Mai stattfindet, wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa dem DFB am Freitag zugestellt. Zuvor hatte auch der MDR darüber berichtet.

Im Antrag verlangen die Verbände, dass es in dieser Saison keine Absteiger in die Regionalligen geben soll. Gleichzeitig sollen die per 27. Spieltag auf den Aufstiegsrängen zur 2. Bundesliga stehenden Vereine genauso aufsteigen wie der Tabellen-Dritte, der eigentlich eine Relegation spielen müsste. Beide Verbände beziehen sich bei ihrem Antrag auf die geltenden unterschiedlichen Corona-Verfügungen der Länder, die einen fairen Wettbewerb verhinderten. Sie verwiesen auch auf arbeits- und vertragsrechtliche Probleme, wenn die Saison verlängert würde.

11:46 Uhr | Grenzüberschreitender Verkehr nach Tschechien rollt an

Ab Montag, 25. Mai, fahren laut Deutscher Bahn wieder einzelne EC-Züge zwischen Deutschland und Děčín. Für Montagnachmittag stehen zwei Züge Richtung Tschechien im Plan. Laut Deutscher Botschaft in Prag fahren im grenzüberschreitenden Bahnverkehr auch wieder Züge von Prag nach Berlin. Bei der tschechischen Bahn sind drei Verbindungen am morgigen Montag zu finden. Reisende werden gebeten, sich vor der Reise genau mit den Einreisebestimmungen fürs Nachbarland zu befassen.

Bislang erlaubt Tschechien die Einreise nur in dringenden Ausnahmen, für Grenzpendler im Gesundheitswesen, Beschäftigte des internationalen Güterverkehrs, Diplomaten und Beamte. Alle Ein- und Ausreisebestimmungen finden Sie hier.

10:51 Uhr | Frust und Freude über Erzleuchten

Für fünf Minuten erleuchteten am späten Sonnabend Feuerwerksraketen das Erzgebirge. Tausende Erzgebirger verfolgten das Erzleuchten an insgesamt vier Orten. Feuerwerker Stephan Boden wollte mit der Aktion ein Zeichen setzen und auf die Probleme der Veranstaltungsbranche in der Corona-Krise aufmerksam machen. Bis September fallen unzählige Events, private Feiern und Feste aus. "Darunter leiden wir sehr", sagte er dem MDR.

Die Aktion hatte im Vorfeld viel Kritik provoziert. Bauern protestierten dagegen, weil sie wegen der Besuchermassen und Lautstärke um ihre Felder und Tiere fürchteten. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bat um Rücksicht auf die Tiere, die derzeit brüten oder Nachwuchs bekommen.

10:08 Uhr | Städtetagspräsident Jung fürchtet tote Innenstädte

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs OB Burkhard Jung, befürchtet eine dramatische Veränderung der Innenstädte. Durch die Corona-Krise drohten Einzelhandelspleiten, sagte Jung im Interview mit dem "Tagesspiegel". Diese Krise betreffe die Innenstädte besonders schwer: "Handel, Gastronomie, Kultur, einfach alles."

Es ist schrecklich bequem, nur noch im Internet Dinge zu bestellen. Andererseits bleibt die Sehnsucht nach Begegnung und danach, das was man kaufen will, auch anzufassen und auszuprobieren.

Burkhard Jung Präsident des Deutschen Städtetags

09:43 Uhr | Heilbäderverband verlangt: Saunen und Bäder schon jetzt öffnen

Der sächsische Heilbäderverband befürchtet ein Kurorte-Sterben, sollte es nicht bald weitere Lockerungen für Bäder und Saunen geben. Bislang müssen diese Einrichtungen bis Anfang Juni geschlossen bleiben. Der Verband verlangt, Bäder und Saunen schon jetzt zu öffnen. In Bad Elster ist der Kurbetrieb mit Einschränkungen wieder angelaufen. Auch der Geschäftsführer der Sächsischen Staatsbäder GmbH, Gernot Ressler, befürwortet eine Öffnung von Bädern und Saunen in den Kurorten.

Wir müssen ein klares, positives Signal senden: Wir starten wieder. Es geht wieder los.

Gernot Ressler Geschäftsführer Sächsische Staatsbäder

08:56 Uhr | Kretschmer will russische Patienten aufnehmen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich dafür ausgesprochen, russische Covid-19-Patienten hierzulande zu behandeln.

Es wäre ein starkes Zeichen der Europäischen Union, wenn wir auch Patienten aus Russland bei uns behandeln würden.

Michael Kretschmer Sächsischer Ministerpräsident auf Twitter

Er fügte hinzu: "Wir sollten auch solidarisch sein mit Russland." Zuerst hatte das Magazin "Der Spiegel" darüber berichtet.

In Sachsen sind in den zurückliegenden Wochen 14 schwerkranke Patienten aus Norditalien und Frankreich behandelt worden. Zwei italienische Patienten sind in Folge einer Covid-19-Infektion gestorben. Mehrere Krankenhäuser hatten ihre Hilfe für ausländische Patienten angeboten, darunter Häuser in Leipzig, Dresden, Chemnitz und Coswig.

Aus eineim Ambulanzflugzeug wird am 2.4.2020 ein schwerkranker corona-Patient aus Frankreich ausgeladen. Mediziner und Rettunsgkräfte in kompletter Schutzkleidung helfen dem Mann.
Mit Ambulanzflugzeugen kamen Anfang April schwerkranke Covid-19-Patienten aus Frankreich nach Dresden. Ministerpräsident Kretschmer schlägt so eine europäische Hilfe auch für russische Erkrankte vor (Archivbild). Bildrechte: Tino Plunert

08:22 Uhr | Diskriminiert Hotel am Berzdorfer See ältere Gäste?

Zur Wiedereröffnung des Hotels "Insel der Sinne" am Berzdorfer See hat die Betreiberin auf der Homepage ältere und vorerkrankte Gäste darum gebeten, fernzubleiben. Nun werfen ihr potenzielle Gäste Altersdiskriminierung, Ausgrenzung und Bevorzugung gesunder Gäste vor. Die Geschäftsführerin des Hotels, Ina Lachmann, begründete die Homepage-Angaben damit, dass wegen der neuen Hygieneregeln etwas mehr Zeit für die Abläufe im Hotel nötig sei und sie niemanden der Generation 70 plus gefährden wolle. Für enttäuschte ältere Gäste sind das keine Argumente.

08:00 Uhr | RB-Torgarant Werner nach der Corona-Pause

Am Sonntagnachmittag ist Bundesligist RB Leipzig Gast beim FSV Mainz 05 und Timo Werner könnte seine Torflaute beenden. Die herrscht nicht erst seit der Corona-Pause. In den vergangenen drei Spielen reichte es für RB Leipzig nur zu zwei Treffern, verbunden mit drei Unentschieden. Seit 299 Minuten wartet der einstige Torgarant Timo Werner auf seinen 22. Saisontreffer.

Die Statistik spricht für Werner: Sieben Mal trat er mit den Bullen gegen Mainz an, zehn Mal traf er das Tor. Um Nationalspieler Werrner gibt es seit Monaten vielfältige Wechselgerüchte. Interesse soll Jürgen Klopps FC Liverpool bekundet haben. Ob der Verein aber wegen der Corona-Pandemie rund 50 bis 60 Millionen Euro für Werner ausgibt, wird sich im Sommer zeigen. Werners Vertrag in Leipzig läuft noch bis 2023.

Timo Werner
Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.05.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 24.05.2020 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen