Vorschlag der gemeinnützigen Arbeit oder Amnestie Kritik an Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen in Corona-Zeiten

Gefängnis
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In Sachsen gibt es Kritik daran, dass Ersatzfreiheitsstrafen wieder vollstreckt werden. Der Sprecher der Gefangenengewerkschaft GGBO, Manuel Matzke, sagte dem MDR, mit Blick auf eine zweite Corona-Welle sei es nicht sinnvoll, die Betroffenen ins Gefängnis zu stecken. Er plädierte stattdessen für eine Amnestie.

Ähnlich äußerte sich die Linken-Landtagsabgeordnete Juliane Nagel. Corona habe die sächsischen Gefängnisse zwar im Wesentlichen verschont, man könne sich aber nicht in Sicherheit wiegen. Nagel schlägt vor, die Ersatzfreiheitsstrafen in gemeinnützige Arbeit umzuwandeln. Betroffen sind rund 3.000 Menschen.

Ersatzfreiheitsstrafen verhängen Gerichte, wenn jemand eine Geldstrafe nicht zahlen kann oder will. Sie waren wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt worden.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm MDR AKTUELL | 13.08.2020 | 06:07 Uhr

1 Kommentar

wasserfall vor 5 Wochen

Natürlich, ich leiste dann die Stunden in einem gemeinnützigen Verein ab. Was dies heißt, sollt jedem bewußt sein. Da werden Stunden abgesessen und ein bißchen was gemacht. Also Null. Da ist der Geldeinzug das bessere Mittel. Dies ist in gemeinnützigen Vereinen keine Strafe, sondern Erholung. Als Steuerzahler kann ich solche Personen überhaupt nicht leiden. Wir bezahlen ohnehin schon die gemeinnützigen Vereine.... Ihr lebt alle auf der Tasche der arbeitenden Bevölkerung, welcher ihr meistens mit euren obskuren Forderungen konfrontiert. Nein dazu. Nie und immer. Lernt arbeiten!

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