Sachsens Kabinettsmitglieder in der 1. Reihe von links: Kultusminister Christian Piwarz (CDU), Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU), Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU). In der 2. Reihe von links: Justizminister Sebastian Gemkow (CDU), Integrationsministerin Petra Köpping (SPD), Innenminister Roland Wöller (CDU), Finanzminister Matthias Haß (CDU), Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD), und der Chef der Staatskanzlei, Oliver Schenk (CDU), stehen am 18.12.2017 in der Sächsischen Staatskanzlei in Dresden (Sachsen) für ein Gruppenfoto zus...
Sachsens Kabinett: 1. Reihe von links: Kultusminister Piwarz, Sozialministerin Klepsch, Ministerpräsident Kretschmer, Wirtschaftsminister Dulig und Landwirtschaftsminister Schmidt. In der 2. Reihe von links: Justizminister Gemkow, Integrationsministerin Köpping, Innenminister Wöller, Finanzminister Haß, Wissenschaftsministerin Stange, und der Chef der Staatskanzlei Schenk Bildrechte: dpa

Ministerpräsident Kretschmer stellt sein Kabinett vor Neue und alte Chefs für Sachsen

Sachsens Kabinettsmitglieder in der 1. Reihe von links: Kultusminister Christian Piwarz (CDU), Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU), Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU). In der 2. Reihe von links: Justizminister Sebastian Gemkow (CDU), Integrationsministerin Petra Köpping (SPD), Innenminister Roland Wöller (CDU), Finanzminister Matthias Haß (CDU), Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD), und der Chef der Staatskanzlei, Oliver Schenk (CDU), stehen am 18.12.2017 in der Sächsischen Staatskanzlei in Dresden (Sachsen) für ein Gruppenfoto zus...
Sachsens Kabinett: 1. Reihe von links: Kultusminister Piwarz, Sozialministerin Klepsch, Ministerpräsident Kretschmer, Wirtschaftsminister Dulig und Landwirtschaftsminister Schmidt. In der 2. Reihe von links: Justizminister Gemkow, Integrationsministerin Köpping, Innenminister Wöller, Finanzminister Haß, Wissenschaftsministerin Stange, und der Chef der Staatskanzlei Schenk Bildrechte: dpa

Sachsens neuer Ministerpräsident Michael Kretschmer hat am Montag in Dresden über seine Regierungsmannschaft entschieden. Roland Wöller (CDU) übernimmt das Innenministerium von Markus Ulbig. Nachfolger des Finanzministers Georg Unland wird Matthias Haß (CDU) aus dem Bundesfinanzministerium. Der vor wenigen Wochen ernannte Kultusminister Frank Haubitz (parteilos) geht, für ihn kommt der bisherige parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Christian Piwarz. Chef der Staatskanzlei wird Oliver Schenk (CDU), er war zuletzt Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium. Für Schenk muss Fritz Jäckel (CDU) den Posten räumen.

Markus, es tut mir leid.

Michael Kretschmer Sachsens Ministerpräsident zum scheidenden Innenminister Ulbig

Es bleiben im Kabinett wie zuvor: Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD), Integrationsministerin Petra Köpping (SPD), Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU), Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) und Justizminister Sebastian Gemkow (CDU). In Kreisen der SPD wird von einer "Berlinisierung" des Kabinetts gesprochen.

Zur Stunde erhalten die Minister in der Staatskanzlei ihre Ernennungsurkunden von Sachsens neuem Ministerpräsidenten Kretschmer. Er war in der vergangenen Woche zum Nachfolger von Stanislaw Tillich gewählt worden. Tillich hatte nach der Wahlschlappe der CDU bei der Bundestagswahl in Sachsen seinen Rücktritt angekündigt. Auch Kretschmer hatte das Bundestagsmandat in seinem Wahlkreis Görlitz im September nicht verteidigen können.

Sachsens Regierung Wer bleibt, wer muss gehen und wer ist neu

Sachsen hat eine neue Regierung: Vier der Minister sind neu dazugekommen, vier mussten gehen, sechs Minister bleiben auf ihrem Posten. Wir haben alle Minister in der Übersicht.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU)
Innenministerium: Roland Wöller (Jahrgang 1970). Er war bereits von 2008 bis 2012 sächsischer Kultusminister Bildrechte: dpa
Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU)
Innenministerium: Roland Wöller (Jahrgang 1970). Er war bereits von 2008 bis 2012 sächsischer Kultusminister Bildrechte: dpa
Christian Piwarz
Kultusministerium: Christian Piwarz (Jahrgang 1975) übernimmt von Frank Haubitz den Posten des Bildungschefs. Bildrechte: CDU-Landtagsfraktion/Christoph Reichelt
Martin Dulig
Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: Martin Dulig (Jahrgang 1974), stellvertretender Ministerpräsident und Landesvorsitzender der SPD, kümmert sich weiterhin um die wirtschaftlichen Belange. Bildrechte: SMWA
Eva-Maria Stange
Ministerium für Wissenschaft und Kunst: Die SPD-Politikerin Eva-Maria Stange (Jahrgang 1957) bleibt auf ihrem Posten. Bildrechte: dpa
Thomas Schmidt, 2014
Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (Jahrgang 1961) bleibt. Bildrechte: dpa
Porträt der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch
Barbara Klepsch (Jahrgang 1965) bleibt Sachsens Ministerin für Soziales und Verbraucherschutz. Bildrechte: Sozialministerium Sachsen
Matthias Haß (CDU)
Matthias Haß (Jahrgang 1967) war bisher im Bundesfinanzministerium in Berlin tätig. Nun übernimmt er in Sachsen das Finanzministerium. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Oliver Schenk
Oliver Schenk (Jahrgang 1968) kehrt als Chef in die Staatskanzlei zurück. Unter dem früheren Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU) arbeitet er dort bereits als Büroleiter. Zuletzt hatte er einen Posten im Bundesgesundheitsministerium. Bildrechte: dpa
Frank Haubitz
Gerade mal acht Wochen im Amt und wieder aussortiert: Frank Haubitz verlässt den Posten des Kultusministers. Bildrechte: IMAGO
Fritz Jaeckel
Muss gehen: Fritz Jäckel ist nicht mehr Chef der Staatskanzlei. Bildrechte: dpa
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Das sind die neuen Minister

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU)
Der neue Innenminister Roland Wöller. Bildrechte: dpa

Roland Wöller ist Sachsens Innenminister. Er traue ihm zu, das Kernressort des Innern kraftvoll und zielstrebig zu führen, sagte dazu der Ministerpräsident. "Roland Wöller ‎bringt die reiche Erfahrung parlamentarischer Arbeit im Landtag und von über vier Jahren in der Regierung mit." Kretschmer legt den Fokus des neuen Amtsinhabers auf einen engen Schulterschluss mit den Kommunen, die Verbesserung der Sicherheit und die Digitalisierung der Verwaltung. Wöller wird durch den Staatssekretär Günther Schneider unterstützt.

Matthias Haß (CDU)
Matthias Haß ist Finanzminister. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Für den scheidenden Georg Unland kommt Matthias Haß auf den Posten des Finanzministers. Haß sei ein Spitzenbeamter des Bundes, der seine Laufbahn in sächsischen Ministerien begann und bis heute in Dresden zu Hause ist, erklärte Kretschmer seine Entscheidung. "Mit ihm können sich die Sachsen darauf verlassen, dass die Steuergelder sinnvoll und nachhaltig ausgegeben werden." Der Ministerpräsident dankte Unland für seine fast zehnjährige Arbeit im Kabinett. Er habe sich dabei einen Standpunkt erarbeitet, der nicht allen gefallen hat, der aber von vielen geschätzt wurde. Der neue Finanzminister wird unterstützt durch Dirk Diedrichs als Amtschef des Ressorts.

Christian Piwarz
Christian Piwarz hat den Posten des Kultusministers. Bildrechte: CDU-Landtagsfraktion/Christoph Reichelt

Christian Piwarz übernimmt das Kultusministerium von Frank Haubitz und wird vom Staatssekretär Herbert Wolff unterstützt. „Mit Christian Piwarz habe ich einen Kultusminister berufen, der bei Schule und frühkindlicher Bildung die gleiche Leidenschaft hat wie ich", so Kretschmer. Haubitz musste sich nach nur zwei Monaten wieder aus der Regierung verabschieden. Ihm gegenüber sagte Sachsens Regierungschef, dass er frischen Wind gebracht habe und mutig vorangegangen sei. Man werde seine Ideen umsetzen.                                                                                                                                                   

Kritik an Absetzung des Kultusministers

Vor allem der erneute Wechsel an der Spitze des Kultusministeriums kam für viele überraschend. Kretschmer habe den 59-jährigen Haubitz "zur Befriedung der CDU-Fraktion geopfert", meinte der Vorsitzende des Philologenverbandes, Steffen Pabst. "Wie Berufspolitiker mit einem Experten für Schule und Unterricht umgehen, ist skandalös!" und trage "sicher nicht zum Abbau der Politikverdrossenheit" bei. Die Linken bezeichneten die Entscheidung gegen Haubitz als "Kniefall vor der CDU-Fraktion". Der Parteilose hatte mit seinem Vorstoß zur Lehrerverbeamtung mehrere Unionspolitiker verprellt.

Auch die Grünen nannten die Personalie eine Überraschung. "Dass Frank Haubitz nach nur acht Wochen nicht erneut berufen wird, macht deutlich, wie schwer es Quereinsteiger in der sächsischen CDU-Politik haben", sagte Grünen-Fraktionschef Volkmar Zschocke. Die größte Enttäuschung sei, dass Kretschmer keine neue Ministerin berufen habe.

Quelle: dpa/MDR/ma

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Fernsehen und im Radio: MDR SACHSENSPIEGEL | 18.12.2017 | 19:00 Uhr
MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.12.2017 | ab 08:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 19. Dezember 2017, 09:18 Uhr

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82 Kommentare

19.12.2017 15:45 Gerald 82

Und die erst 56-jährige Staatssekretärin im Sozialministerium wird in den einstweiligen Ruhestand geschickt! Und das mit 56 Jahre! Und das ist wieder eine Besserstellung von politischen Beamten gegenüber den einfachen Arbeiter!
Das soll mal der Herr Kretschmer uns mal erklären! Warum das so ist?

19.12.2017 13:27 Mansi 81

@gefüllt alle Posts über den neuen Kultusminister.

Es bringt es einen Querdenker, der bereits heute alle Mehrheiten im Landtag verprellt hat. Eine Änderung bedarf es Mehrheiten. Diese wären mit einem Schulleiter ohne diplomatischen Geschick nicht möglich. Der Denkanstoß war richtig aber die Umsetzung muss von jemandem erfolgen der sich seine Mehrheiten in Landtag sichern kann, in dem er bereits Erfahrung im politischen Metier sammeln konnte.

19.12.2017 09:02 Karo 80

@ 69 normaler Bürger.....Sie sind sicher zu jung um das zu beurteilen...das Schulsystem zu DDR-Zeiten war besser. Die skandinavischen Länder habens übernommen und den politischen Müll entsorgt. Das hätte man hier auch so machen können. Leider nur Murks bisher gemacht.

19.12.2017 08:53 Reinhard Friebe 79

Haubitz als Fachmann gegen Laien ausgetauscht..
ist halt Kretschmer.. "gut in Berlin vernetzt"...
also CDU wie Cliquenwirtschaft
Dilletantismus
Unehrlichkeit

19.12.2017 06:35 Rasselbock 78

@73: Sehr geehrter Herr Dierks
Zu Ihrer Info: Eine gewisse Dämlichkeit ist Prämisse für den Beruf des Politikers. Dämlichkeit,eine Ableitung des Wortes vom Substantiv Dame, lässt sich steigern, also, konkret, auch das Adjektiv Dämlichkeit ist steigerungsfähig. Dazu benötigt man ein weiteres Adjektiv: Sächsisch. Beides zusammen ergibt, na was? Eine neue sächsiche Regierung unter Kretschzmer. Im Umkehrschluss: Haubitz ist für Kretschmer zu intelligent, deshalb musste er weg. Um ein praktisches Exampel zu demonstrieren: Nehmen wir mal den Bund, zumeist drangsalieren Vorgesetzte immer diejenigen Unterstellten, die ihnen vom IQ her überlegen sind. Cristian Lichtenberg, ein Mathematiker, sagte dazu nach einer Sitzung: Der Arsch siegte über den Geist.
Und in Sachsen gibt es viele Kabinettssitzungen.

18.12.2017 23:22 Guenther Erdmann 77

Vielen Dank für "Wünsch dir was" mit Herr Kretschmer vom 18.12
17. Lehrer u. Kommunalpolitiker dürften ihre Wünsche vortragen. Kein Wort das die CDU für Polizeiabbau u. Lehrermangel verantwortlich waren, es gibt auch noch Bürger die mit der Steuerpolitik, Arbeitsplatzsicherung u. aĺlgemeiner Sozialpolitik unzufrieden sind, aber diese Probleme sind ja nur zweitrangig. Die CDU hat bei der Wahl in Sachsen voll an Boden verloren, auch kein Problem, wir machen weiter.
Man muß nur 3 Dinge regeln
"Änderung am DT.. REICHSTAG DEM DEUTSCH. VOLKE in VOM DEUTSCH. VOLKE, Fr. Merkel" Wir schaffen das" in "Ihr schafft das " u. Justitzia, die viele Gerichte als Skulptur ziert, können Sie die Binde abnehmen, das Weib ist blind.

18.12.2017 22:55 Petra Stein 76

@Lydia, 72

Bei uns in Thüringen, rot.rot.grün, geht das und gibt es das. Aber vielleicht würde die AfD es auch schaffen? Die haben allerdings eher ein antiquiertes Frauenbild und wollen die Mütter beim Herd haben.

Die guten sächsischen Lehrer/innen können dann ja zu uns abwandern, hier gibt es die Verbeamtung.

Überhaupt sind wir Thüringer etwas relaxter mit Ausländern und machen uns nicht gleich ins Hemd, sondern _reden_ mit denen. Informationen aus direkter Begegnung machen schlau.

Tut mir leid für Sachsen, aber irgendwie seid Ihr doch selbst schuld. Viel zu passiv und viel zu ängstlich.

18.12.2017 22:51 Meinung 75

Wenn das so weiter geht, wird es wohl vor 2019 einen Landtagswahlkampf in Sachsen geben? Ob es dann besser wird, wer weiß. Aber jedenfalls gibt ist dann mit an Wahrscheinlickeit grenzender Sicherheit Schluss mit „Weiter so...“ und „ich kann nicht erkennen was ich falsch gemacht habe“ ... Die Zustände sind mittlerweile nur noch skandalös und bekanntlich stinkt der Fisch ja vom Kopf, aber mittlerweile ist der Gestank schon weiter „unten“ angekommen ...

18.12.2017 22:21 irrsinnig 74

Schon die Bestellung der neuen Riege zeigt, das Sachsen nun einen Versager als MP hat. Wieder nur Gefolgstreue.

18.12.2017 21:11 Joachim Dierks 73

Hier muss ich ganz klar sagen, Herr Kretschmer - wie kann man so dämlich sein und den Herrn Haubitz feuern, der endlich einen Ruck durch das verkrustete Kultusministerium gehen ließ?
Der Widerstand gegen die Elite in Dresden ist eh schon riesengroß und jetzt das??? Sie haben einen aus den Reihen der Lehrer für einen aus der Politikelite geopfert. Das treibt der AfD die Wähler zielgerichtet zu. Das ist verheerend.
Wenn ich 2019 das erste Mal was anderes als CDU in Sachsen wählen sollte, könnte es auch an Ihnen liege, Herr Kretschmer...