19.12.2019 | 17:30 Uhr Aufregung um Posten für Sachsens First Lady

Michael Kretschmer (CDU) mit seiner Lebensgefährtin Annett Hofmann.
Bildrechte: dpa

Eigentlich ein ganz normaler Job-Wechsel, wäre sie nicht die Lebensgefährtin des Ministerpräsidenten. Annett Hofmann wird ab Januar wieder Referatsleiterin im Sozialministerium. Dort hatte sie schon mehrere Jahre gearbeitet, bevor sie sich nach der Wahl ihres Partners zum Ministerpräsidenten zum Uniklinikum Dresden abordnen ließ. Doch nachdem ihr erneuter Jobwechsel publik wurde, gibt es viel Aufregung in der Presse und in den sozialen Netzwerken, die AfD will ihre Qualifikation überprüfen lassen.

Annett Hofmann selbst versteht die Aufregung um ihre Person nicht. Ihr Beruf und ihre Eigenständigkeit seien ihr sehr wichtig, sagte Hofmann MDR SACHSEN. Sie habe immer gearbeitet und werde dies auch weiter tun. Ihre Abordnung an das Uniklinikum Dresden ende nun planmäßig und deshalb kehre sie ins Ministerium zurück. Ähnlich äußerte sich auch SPD-Chef Martin Dulig auf Twitter.

Auch Generalsekretär Henning Homann verteidigte Annett Hofmann. "Meine Aufgabe ist es nicht die CDU zu verteidigen, aber wenn ich das an dieser Stelle einmal tue, dann hat das nichts mit 'eine Hand wäscht die andere' zu tun. Sondern dass ich diesen Fall nicht in der Drastik sehe, wie er von dem ein oder anderen dargestellt wird."

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 19.12.2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Dezember 2019, 17:30 Uhr

6 Kommentare

nasowasaberauch vor 14 Wochen

Die AfD stellt doch die richtige Frage. Stimmt die Qualifikation, dann ist sie auch für den Job geeignet. Alle übrigen Vorbehalte und Vorverurteilungen begeben sich in den Dunstkreis von Berufsverbot und davon haben wir in Sachsen schon genug.

Brigitte Schmidt vor 14 Wochen

Ich las in alternativen Medien zuerst davon, als Quelle diente allerdings die BILD-Zeitung. Als ich dem Link folgte las ich den zugehörigen Artikel - im Regionalteil!!!

Ich fragte mich, ob das dem mdr auch eine Notiz wert sein wird, nun ja hier finde ich die Antwort. Auch nur im Regionalteil (Sachsen), irgendwie auch etwas weiter unten.
Und die "Vertreterin" des mdr Frau Deckow versteht "die ... Aufregung" nicht.
War da was?
Bitte weitergehen, hier gibt's nix zu sehen...

Ein Glück daß solche Dinger immer knapp nach der Wahl oder zumindest lange vor einer nächsten passieren.

Knute vor 14 Wochen

Es ist keine Frage des Rechtes sondern eine Frage der Moral.
Eine Frau des MP kassiert nicht 6000 EUR nur für den schönen Schein.
Mit so einer Frau kann man doch nicht zusammen arbeiten, wo abends alles weiter erzählt wird.
Der Punkt ist, kann so eine Frau ihr Aufgaben (sofern sie überhaupt welche hat), unvoreingenommen und fair erledigen?

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