Auseinandersetzung nach Neonazi-Demo Neonazis in Dresden überfallen

Am Sonnabend haben in Dresden etwa 15 vermummte Personen sechs Neonazis überfallen und verprügelt. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Männer im Alter von 27 und 35 Jahren dabei so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Sie waren zusammen mit vier weiteren Besuchern einer Neonazi-Kundgebung auf dem Rückweg zu ihren Autos, als sie von etwa 15 Vermummten angegriffen wurden. Erst als sich ein Auto genähert habe, seien die Angreifer geflohen. Laut Polizei gehören sie vermutlich der linksextremen Szene an. Das Dezernat Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Es werden Zeugen gesucht, die den Vorfall am Seidnitzer Weg beobachtet haben.

An der Kundgebung der Rechten im Vorfeld des 13. Februar hatten sich den Angaben zufolge etwa 500 Menschen beteiligt. Etwa gleich viele Menschen hatten friedlich protestiert. Seit Jahren missbrauchen Rechtsextreme das Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg für ihre Propaganda.

Quelle: MDR/gg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.02.2018 | 17:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2018, 18:38 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

40 Kommentare

14.02.2018 17:28 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 40

@ 38:
Zitat "Würden sie dann Politiker aus dm rotgrünen Umfeld , die auf linksextremistischen Demonstrationen hinter ' Deutschland verrecke' Transparenten und Sprechchören herlaufen, pauschal als Linksextremisten bezeichen?"

Der Mediator sicherlich nicht, Du aber.

14.02.2018 17:26 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 39

@ 37. Mediator:
Für einige Kommentatoren hier stellt sich halt die Frage, ob man die 'Opfer vermutlich linksextremistischer Gewalt' nun betrauern soll oder einfach nur auf der 'linken Gewalt' rhetorisch herumreiten sollte: daher die Frage nach der politischen Einstellung der Opfer!

Hast Du solche Fragen schon mal bei den Opfern tatsächlich rechtsextremistischer Gewalt gelesen? Da reicht doch schon der Teint des Opfers, um die 'Rechtmäßigkeit des Angriffs' erkennen zu können...

Vor allem:
Eine Verurteilung des Angriffs sollte ja nun nicht von der polit.Einstellung des Opfers abhängen. Wer 'Nazi-Methoden' anwendet, macht sich damit ja eigentlich schon selbst zum Nazi - unabhängig von der Intention.

Wie auch andere schon ansprachen:
Es ist noch gar nicht erwiesen (was viel wichtiger wäre), welchen Hintergrund dieser Angriff hatte!
Vllt. war den Angreifern die Frisur der Angegriffenen nicht kurz genug?

14.02.2018 14:19 ralf meier 38

@Mediator Nr 37: Sie schreiben "Wer an einer Veranstaltung teilnimmt, deren Organisatoren bereits im Vorfeld einem gewissen Spektrum zuzuordnen sind, der muss sich nicht wundern, wenn man ihn ebenso einordnet."

Finden Sie ? Würden sie dann Politiker aus dm rotgrünen Umfeld , die auf linksextremistischen Demonstrationen hinter ' Deutschland verrecke' Transparenten und Sprechchören herlaufen, pauschal als Linksextremisten bezeichen?

14.02.2018 11:17 Mediator 37

Irgendwie sehr posierlich die Frage, ob es sich bei den Geschädigten um Neonazis handelt oder nicht. Wenn die Geschädigten von der angesprochenen Demonstration gekommen sind, dann kann man sie in diesem Zusammenhang sicherlich so klassifizieren.

Wer an einer Veranstaltung teilnimmt, deren Organisatoren bereits im Vorfeld einem gewissen Spektrum zuzuordnen sind, der muss sich nicht wundern, wenn man ihn ebenso einordnet.

Für manche Leute ist man überspitzt formuliert vermutlich erst dann und dann auch wieder nur für den konkreten Moment Neonazi, wenn man in einer Hakenkreuzflacke eingewickelt auf einen Ausländer einprügelt.

Wer zu Pegida geht und ausländerfeindliche Hetze bejubelt muss es sich shcließlich auch gefallen lassen, dass man ihn so einordnet. Letztendlich hat ja jeder Radikale oder Extremist eine Schutzbehauptung parat, warum er angeblich nur ein besorgter oder kritsicher Bürger ist.

13.02.2018 16:43 ralf meier 36

@sg Nr 27: Sie schreiben: 'Nimmt man allein die mediale Berichterstattung, wo von Anfang an von Neonazis und Rechtsextremen gesprochen wird, ...'
Auch mich würde es interessieren, ob es einen Beleg für dafür gibt, daß es sich bei den Opfern des 'vermutlich' linkskriminellen Anschlages um Nazis handelt. Ich habe mir die vorhergehende Berichterstatung des MDR zur friedlich verlaufenden Demo der 'Rechten' daufhin noch mal angeschaut. Der MDR selbst scheint sich nicht sicher zu sein, wer da friedlich demonstrierte und sich auch von vermutlich linken Störern nicht provozieren ließ. Mal spricht der MDR von 'Rechten' mal von 'Rechtsextremen' und mal von Nazis. Könnten da nicht auch besorgte Bürgergewesen sein ?
@MDR Moderation: Gibt es irgend einen Beleg, daß es sich bei den Opfern des vermutlich linkskriminellen Anschlages um Nazis handelt ?
Falls nicht, sollte man solch eine Unterstellung zumindest als 'Vermutung' deklarieren, um nicht justiziabel zu werden.

13.02.2018 16:41 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 35

Mit solchen 'Überfällen auf Nazis' stellt man sich mit den Nazis gleich...
ein großer Schritt rückwärts in der Zivilisation.

13.02.2018 16:06 Lothar Richter 34

Lieber MDR!Ich habe es mir schon gedacht das sie meinen Beitrag nicht bringen.Aber meine Zwangsgebühren nat.schon.Es wird Zeit,daß auch ich mich zu den Verweigeren zähle.MfG ein Freund der AfD

13.02.2018 14:01 John Silver 33

"Seit Jahren missbrauchen Rechtsextreme das Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg für ihre Propaganda."
Wem ist das Recht auf das Gedenken gegeben? "Missbrauchen" oder"gebrauchen" nicht alle politischen Gruppierungen Gedenktage für ihre Ziele?

13.02.2018 11:50 Uwe 32

Da wird ständig von den üblichen rotrotgrünen behauptet alle die nicht zu hundert Prozent deren Meinung sind würden relativieren. Jetzt Lest euch mal durch was die mal wieder hier äußern. Wieder wird deutlich das die anderen das vorwerfen was die selbst tun. Übrigens nicht nur bei Gewalt.

13.02.2018 11:31 ralf meier 31

Da lese ich: 'An der Kundgebung der Rechten im Vorfeld des 13. Februar hatten sich den Angaben zufolge etwa 500 Menschen beteiligt. Etwa gleich viele Menschen hatten friedlich protestiert.
Aus meiner Sicht hätte eine authentischere Wiedergabe des Polizeiberichts durch den MDR wie folgt lauten können:
Schon während einer friedlichen Demonstration von 'Rechten' kam es zu vereinzelten Störungen durch 'Linke' ->MDR Ticker '15:30 Polizei will erste Blockaden räumen'. Im Anschluss an diese friedliche 'rechte' Demo überfielen dann laut Polizei vermutlich linkskriminelle Gewalttäter 6 Teilnehmer dieser Demo auf ihren Rückweg.
Die Darstellung des MDR zu diesen Vorfall erscheint mir im Vergleich dazu eher weniger authentisch und könnte meiner Meinung nach beim Leser zu einer Relativierung wenn nicht sogar Billigung linkskrimineller Gewalt führen.
Einzelne Kommentare wie Nr 1, Nr 3, Nr 6, und Nr 13, geben mir das Gefühl, daß dieser Eindruck nicht ganz ungerechtfertigt ist