Säge- und Wertholzsubmission Holzstämme für 250.000 Euro bei Auktion in Dresdner Heide verkauft

konfektionierte Baumstämme am Rand eines Waldweges.
Die seit mehreren Generationen gewachsenen Hölzer zeichnen sich laut Sachsenforst durch eine sehr hohe Wertschöpfung aus. So bezahlte zum Beispiel ein Furnierhersteller aus Bayern 4.235 Euro für eine Eiche. Bildrechte: Dörte Gregor

Bei einer Holz-Auktion, auch Submission genannt, sind in der Dresdner Heide 455 Holzstämme für fast 249.464 Euro verkauft worden. Wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte, stieg der dabei erzielte durchschnittliche Erlös je Festmeter verglichen mit dem Vorjahr um etwa 11 Prozent auf 380 Euro. Bei dem Holz handele es sich um erstklassige Hölzer unterschiedlicher Laub- und Nadelbaumarten. Potenzielle Kunden konnten seit Dezember 2020 die Stämme begutachten und auf diese bieten. 25 Sägewerke, Handwerksbetriebe und Furnierwerke aus Deutschland und Österreich beteiligten sich. 15 Stämme fanden keinen Abnehmer, hieß es.

Eichenholz liegt im Trend

Laut Sachsenforst lag Eichenholz dieses Jahr im Trend. Für Stiel- und Traubeneichenholz hätten Käufer im Durchschnitt 484 Euro je Festmeter gezahlt. Von ihnen seien insgesamt 382 Festmeter angeboten worden. Die angebotenen Stämme des Bergahorns konnten für 400 Euro je Festmeter verkauft werden.

konfektionierte Baumstämme am Rand eines Waldweges.
Beim Nadelholz erzielte die Lärche die höchsten Preise von durchschnittlich 260 Euro je Festmeter. Fichtenholz ist mit 206 Euro je Festmeter gehandelt worden. Bildrechte: Dörte Gregor

Den höchsten Holzerlös je Festmeter erzielte dieses Jahr der Stamm eines Pflaumenbaums eines privaten Verkäufers aus dem Forstbezirk Dresden. Der Käufer aus dem Vogtland bezahlte 1.160 Euro je Festmeter. Er will das Holz zum Bau von Musikinstrumenten verwenden.

Marktplatz für regionales Holz

Bei der diesjährigen Versteigerung sind laut Sachsenforst 334 der 673 angebotenen Festmeter aus privaten Wäldern gekommen. 22 Prozent stammten aus Kirchenwäldern, 12 Prozent aus Körperschaftswäldern und 15 Prozent aus Wäldern von Sachsenforst selbst.

Die jährliche Submission des Sachsenforstes ist ein bedeutender Marktplatz für qualitativ sehr hochwertiges Holz aus sächsischen Wäldern. Damit bieten wir auch den privaten und körperschaftlichen Waldbesitzern eine Verkaufsplattform. Die Erlöse aus dem Verkauf der wertvollen Stämme sind gerade jetzt hilfreich, wo es auch darum geht, Waldschäden zu bewältigen und betroffene Flächen wiederzubewalden.

Wolfram Günther (Grüne) Forstminister

Thomas Rother, Leiter der Abteilung Forstbetrieb bei Sachsenforst, verdeutlichte ebenfalls, dass die durch die Submission erzielten Erlöse den Waldbesitzern bei der Schadensbewältigung durch Stürme, Trockenheit und Insekten hilft. Waldbesitzer können so neue Setzlinge kaufen, anpflanzen, aussähen und den Wald verjüngen wo notwendig.

Quelle: MDR/kh/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.01.2021 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Dresden

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