Björn Höcke bei Pegida in Dresden am 14.05.2018
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Dresden Björn Höcke spricht bei Pegida

Björn Höcke bei Pegida in Dresden am 14.05.2018
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Der Thüringer AfD-Landes- und Fraktionschef Björn Höcke ist am Montagabend bei einer Pegida-Demonstration als Redner aufgetreten. Vor über eintausend Zuhörern hielt er eine fast einstündige Rede, in der er das "Establishment" angriff und Dresden als die "Hauptstadt des berechtigten Widerstands" bezeichnete. Man wolle sich keine neue Weltordnung aufzwingen lassen, sagte er auf dem zur Hälfte gefüllten Dresdner Postplatz. Nach MDR-Informationen demonstrierten Hunderte Menschen gegen Pegida.

Kritik an den Eliten

Höcke, der seit 2014 im Thüringer Landtag sitzt, konzentrierte sich dieses Mal bei seinen Ausführungen auf die Kritik an politischen und wirtschaftlichen Eliten.

Im Januar 2017 hatte er bei einem Auftritt im Ballhaus Watzke auf einer Veranstaltung der Jungen Alternative "eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert. Mit Bezug auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin sprach er von einem "Denkmal der Schande". Damals hatte es ebenfalls Proteste gegen den Auftritt von Björn Höcke gegeben. Auch innerhalb der AfD sorgte die Rede für heftige Debatten. Ein Parteiausschlussverfahren verlief jedoch zu Gunsten Höckes.

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Björn Höcke
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Beschluss der Partei: AfD darf bei Pegida auftreten

Dass Björn Höcke bei Pegida auftreten kann, ist nicht selbstverständlich. 2016 hatte der Bundesvorstand der Partei ein Kooperationsverbot für Pegida verabschiedet. Wenige Monate später hatte das Bundesschiedsgerichts der AfD das Verbot allerdings bereits teilweise aufgehoben. Der Parteikonvent der AfD beschloss dann im März, dass AfD-Mitglieder in Zukunft bei Kundgebungen des Pegida-Bündnisses auftreten dürfen.

Björn Höcke bei Pegida in Dresden am 14.05.2018
Der AfD-Politiker beim Schulterschluss mit Pegida. Bildrechte: xcitePRESS/Christian Essler

Quellen: MDR/st

Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2018, 10:13 Uhr

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69 Kommentare

16.05.2018 23:18 Janes 69

@Holger 68: Soso..."Auch die Störer (...)" hatten also nichts zu bieten? Wie wer...pegida? Wer legt fest, was gut ist? Sie oder pegida?

So ist das nun Mal. "Ihr" seid das Volk. "Wir" die Opposition. Was "ihr" macht, werden "wir" genau ansehen und kritisieren, wenn nötig. Und da bisher nichts sinnvolles dabei war, gibts für Unsinn eben Kritik.

16.05.2018 21:42 Holger 68

Es war eine gute Rede von Herrn Höcke. Auch die Störer hatten außer ihrer akustischen Aktivität nichts zu bieten.

16.05.2018 20:19 Janes 67

@Räudiger Hund 65: lieber Herr oder Frau "räudiger Hund". Was genau trägt ihr Beitrag zur Dikussion bei? Und wenn sie so aug die intelektuelle Auseinanderstzung abzielen, warum gehen sie nicht auf das Gesagte von einem pegidasprecher ein? Immerhin hätte man alle Mühe, da irgend etwas Intelligentes zu finden.

Und um das doch noch vorsichtig anzusprechen, auch wenn ich Gefahr laufe, ihre Annahme des Alleinstellungsmerkmals einer langen Bürgerinitiative zu zerstören-die Gegner von Stuttgart 21 demonstrienen auch immer noch. Und die haben das schon mehr als doppelt so lange durchgehalten als pegida....nur eben mit geradezu sinnvollem Anliegen.

16.05.2018 19:50 DER Beobachter @ Räudiger Hund 66

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16.05.2018 17:32 Räudiger Hund 65

Im Übrigen möchte ich noch ergänzen, daß ich die übermäßige Verwendung von lauteren (nicht "lauten"!) Unwahrheiten (den idiomatischen Ausdruck "dreiste Lügen" will ich hier mal nicht einführen) ebenfalls zur Unternivellierung zähle. Da hatte sich ja selbst Karl-Eduard von Schni schon geschickter angestellt. Ob der emsige Genosse, der sich hier so wortreich wie platzergreifend produziert, überhaupt weiß, welche Persönlichkeit der Zeitgeschichte ich hiermit entsprechend ihrer historischen Rolle würdigen und erwähnen will?

16.05.2018 14:48 DER Beobachter @ ralf meier 64

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16.05.2018 14:41 DER Beobachter nochmal an Saxon 63

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16.05.2018 14:37 DER Beobachter @ Räudiger Hund & Saxon 8027 62

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16.05.2018 14:25 Janes 61

@ralf meier 58: PS: "Personen, die mit Trillerpfeifen, Rasseln, und Gebrüll eine Demo stören, würde ich nicht als 'Gegendemonstranten' bezeichnen."

Ach-gehts jetzt gerade um den tag der Deutschen Einhaeit, wo pegidamenschen die Feier massiv durch ihr Gebrüll gestört haben?? Fassen wir das mal so zusammen: wer ständig kritisiert, muss sich für diese Kritik auch kritisieren lassen. Muss! Nicht kann.

@saxon8027 59: "PEGIDA treibt die Gegendemonstranten souverän vor sich her...". Soso...ist das der Grund, warum der Bachmann den pegidamenschen immer rät, mit Gruppen von mindestens10 zu laufen? Fals mal ein Gegendemonstrat kommt? Oder wenigstens jemand mit einer anderen Meinung.

Ich bin sicher-wenn sich bei der Gegendemo auch ein Führer findet, der dazu aufruft mit Fackeln und Mistgabeln die Parlamente zu stürmen finden sich gewiss auch die Zuhörer, auf dem geistigen Nivau, die sich davon anziehen lassen. Aproppos aktiv werden-wo wird pegida aktiv, außer beim afD wählen?

16.05.2018 14:17 Janes 60

@mare nostrum 56:

Im Grunde sind das die klassischen Merkmale, die eine Gruppe Verschwöhrungstheoretiker auszeichnet. Dazu kommt noch, dass man natürlich Teil einer kleine Gruppe derer ist, die allein die Wahrheit kennen ("und 87 % der Menschen haben Unrecht").