Corona-Folgen Verband: Tourismusbranche in Sachsen braucht drei Jahre für Erholung

Die Albrechtsburg und der Dom in Meißen.
Auswärtige Gäste verbinden einen Meißen-Besuch oftmals mit einer Städtereise nach Dresden. Bildrechte: imago images / Hohlfeld

Zum Welttourismustag am Sonntag hat der Landestourismusverband Sachsen eine gemischte Bilanz in der Corona-Krise gezogen. Im Sommer habe es einen Aufschwung gegeben, sagte die stellvertretende Direktorin Andrea Kis MDR SACHSEN. Dennoch müsse die Branche für die Zeit von März bis Juli mit Umsatzeinbußen von gut zwei Milliarden Euro rechnen. Es habe zwar viele Übernachtungsgäste in der Sächsischen Schweiz und der Oberlausitz gegeben, dennoch bleibe insgesamt ein Minus. Der Tourismusverband geht davon aus, dass die Branche in Sachsen drei Jahre benötigt, um sich wieder zu erholen.

Tourismus Marketing Gesellschaft: Marktlage bleibt problematisch

Veronika Hiebl, Chefin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, sagte: "Die Corona-Pandemie hat eine tiefe Zäsur in der Erfolgsgeschichte des sächsischen Incoming-Tourismus hinterlassen." Auch wenn Sachsen bis einschließlich Juli 2020 mit einem geringeren Übernachtungsminus (minus 52,5 Prozent) als der Bundesdurchschnitt (minus 59,9 Prozent) abschneide und sich speziell die Nachbarmärkte Tschechische Republik und Polen ein wenig erholten, dürfe dies "nicht über die sehr problematische Marktlage hinwegtäuschen, in der wir uns bewegen".

Ein positives Signal gab es aus Radebeul. Dort sind an diesem Weinfestwochenende nach Angaben aus dem Kulturamt alle Hotels und Pensionen ausgebucht gewesen. Gäste sichern sich meist schon im Vorjahr die Zimmer für das Festwochenende. Stornierungen wegen der Corona-Krise oder dem nass-kalten Herbstwetter hat es offenbar kaum gegeben. Unklar bleibt hingegen, wie sich die Adventszeit mit ihren Weihnachtsmärkten entwickelt. Für Beherbergungsbetriebe in Dresden und im Erzgebirge ist der Dezember alljährlich ein wichtiger Monat.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.09.2020 | 10:00 Uhr in den Nachrichten

6 Kommentare

seaking vor 4 Wochen

Hey Leute, hier wird die Wirtschaft gezielt an die Wand gefahren, um Schulden abzubauen und das Bevölkerungswachstum zu bremsen. Wenn du hier die Wahrheit sagst und die politische Strategie aufdeckst, dann wirst du wirtschaftlich mundtot gemacht oder die ergeht es wie Nawalny...

wwdd vor 4 Wochen

Auch auf You tube oder Netflix kommen schöne Reisereportagen oder Reiseberichte. Da kann man sich beim Abendessen eine Flasche Wein öffnen und muß nicht wegfahren.

zenkimaus vor 4 Wochen

Was ist so schlimm an ihren Ausführungen. Viele ostdeutsche wollen die liebe alte Zeit wieder, also auf geht's. Was ist denn so schlimm 2 Jahre mal nicht ins Ausland zu fliegen? Naja jammern auf hohem Niveau.

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