04.05.2020 | 20:58 Uhr Automobilzulieferer Veritas in Neustadt zahlungsunfähig

Euro-Scheine, mit einer Kette und einem Vorhängeschloss gesichert
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Der Automobilzulieferer Veritas Sachsen in Neustadt ist zahlungsunfähig. Wie die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie am Montag mitteilte, hatte der Mutterkonzern Veritas AG bereits in der Vorwoche beim Amtsgericht im hessischen Hanau einen Insolvenzantrag für die gesamte Unternehmensgruppe gestellt. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde eingesetzt.

Investor abgesprungen

Nach Gewerkschaftsangaben liefen die Geschäfte bei Veritas schon in den beiden Vorjahren schlecht. Durch die Corona-Krise sei nun auch der Einstieg eines Investors geplatzt. Dieser wollte große Teile der Produktion ins Ausland verlagern und allein in Neustadt 40 Jobs streichen. Nun soll der Insolvenzverwalter einen neuen Investor finden.

Gewerkschaft hat Hoffnung für Neustadt

Die Gewerkschaft BCE hofft, dass bei einer Sanierung vor allem die 3.000 deutschen der weltweit 4.400 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die 200 Mitarbeiter der beiden sächsischen Betriebe befinden sich derzeit in Kurzarbeit. Gewerkschaftssprecher Andreas Schmidt sagte MDR SACHSEN, die Aussichten für sie seien durchaus gut. Die Betriebe in Neustadt verfügten über einen modernen Maschinenpark und seien bereits im Bereich Automotive aktiv.

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.05.2020 | 20:00 Uhr in den Nachrichten

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