Haftstrafe Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung in Dippoldiswalde verurteilt

Ein 55 Jahre alter Autofahrer ist vom Amtsgericht Dippoldiswalde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Das Schöffengericht legte für Matthias Z. zwei Jahre und sechs Monate Gefängnisstrafe fest. Damit waren die Schöffen ein halbes Jahr unter dem Strafmaß geblieben, das der Staatsanwalt verlangt hatte. Rechtsmittel gegen das Urteil sind noch möglich.
Der Mann hatte am Abend des 12. Oktober 2019 in der Nähe von Dippoldiswalde stark alkoholisiert ein Ehepaar angefahren. Dabei wurde die Frau auf die Motorhaube geschleudert und erlitt schwere Schädelverletzungen. Anwohner hatten noch versucht erste Hilfe zu leisten. Aber die 57 Jahre alte Frau starb an der Unfallstelle. Auch der Ehemann wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Betrunken in Schlangenlinien gefahren

Eine Ersthelferin und Zeugin berichtete im Gerichtssaal, dass der Unfallverursacher Schlangenlinien gefahren und betrunken gewesen war. Das war auch der Polizei aufgefallen. Im Polizeibericht vermerkte sie später einen Atemalkoholwert von 1,92 Promille. Er hatte das Ehepaar, das am Straßenrand im Dunkeln lief, weil kein Fußweg vorhanden war, übersehen - obwohl das Unfallopfer an dem Abend eine leuchtend  gelbe Jacke getragen hatte.

Polizeieinsatz vor Vernehmung

Als die Polizei Matthias Z. am 13. Oktober 2019 schließlich vernehmen wollte, verbarrikadierte sich der mit einem Luftgewehr in einer Laube. Ein schwer bewaffnetes Polizeikommando rückte an. Die Beamten stürmten das Grundstück und führten Matthias Z. in Handschellen ab.

Quelle: MDR/kk/aa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.07.2020 | 16:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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