21.12.2019 | 07:01 Uhr Sensation im Osterzgebirge: uralte Bergarbeitersiedlung entdeckt

Archäologen haben eine bisher komplett unbekannte Bergbausiedlung im Osterzgebirge dokumentiert. Sie fanden die bislang höchstgelegene Bergbausiedlung Sachsens auf einer Höhe von etwa 700 Metern. Mit verschiedenen Methoden wiesen sie die Besiedlung in der Nähe von Schellerhau nach, unter anderem mit einer Laservermessung aus der Luft, aber auch anhand von Bodenfunden. Diese stammten aus der Zeit ab dem Jahre 1250. Die Experten gaben der Ortschaft den Namen "Vorderer Grünwald".

Spiegel des Mittelalters soll Förstern Zukunft weisen

Sachsens Archäologen sind allerdings auf der Suche nach dem Klimaarchiv des Mittelalters: Sie meinen damit Holzkohlemeiler, aus deren Resten sie wertvolle Informationen herauslesen wollen. Holzkohlereste können nach Meinung der Wissenschaftler wertvolle Aufschlüsse über das Klima im Mittelalter geben sowie über Dürren, Fröste und Reaktionen der Baumarten auf Klimaveränderungen. "Am Ende hoffen wir, zu der Erkenntnis zu gelangen, wie wir den heutigen Wald optimal an Klimawandel anpassen können, indem wir an den Klimaatlas des Mittelalters gelangen", sagte Klaus Cappenberg vom Landesamt für Archäologie.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR UM VIER | 20.12.2019 | 16:32 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Dippoldiswalde und Sebnitz

Mehr aus Sachsen