Niedrigwasser Talsperre Lehnmühle darf nicht betreten werden

Talsperre Lehnmühle
Bei Niedrigwasser tauchen in den Sedimenten der Talsperre Lehnmühle Steinzeugen der Vergangenheit wieder auf, dazu gehört auch eine Brücke. (Archivfoto). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat darauf hingewiesen, dass die Ufer und der Stauraum der Talsperre Lehnmühle nicht betreten werden dürfen. "Die Bereiche liegen in der Trinkwasserschutzzone 1 und genießen auch bei einem geringen Stauspiegel besonderen Schutz", sagte Sprecherin Katrin Schöne. In den vergangenen Wochen wurden Wassermengen der Lehnmühle an die Talsperre Klingenberg abgegeben. Wegen der anhaltenden Trockenheit in den den vergangenen Monaten ist der Wasserspiegel ebenfalls zurückgegangen. Dadurch sind wieder Reste eines alten Dorfes und einer Brücke im Schlamm aufgetaucht.

Lebensgefahr durch Untiefen

Die Stauanlagen sollen dennoch nicht betreten werden, warnt die Behörde. "Beim Betreten des Stauraums besteht Lebensgefahr. Über Jahrzehnte haben sich hier feine Sedimente abgelagert, in denen man leicht stecken bleiben kann. Sie bedecken eventuelle Untiefen und angeschwemmte Gegenstände, an denen man sich leicht verletzen kann", so Sprecherin Katrin Schöne. Zudem sei die durch den niedrigen Wasserstand sichtbare Steinbrücke nicht standsicher, sondern einsturzgefährdet.

Gesamtsystem sächsischer Talsperren

Die Lehnmühle gehört zu einem Talsperrenverbund und ist mit der Talsperre Klingenberg maßgeblich für die Wasserversorgung des Großraums Dresden zuständig. Viele sächsische Talsperren sind über Stollen und Rohrleitungen miteinander verbunden. Damit können Schwankungen im Wasserangebot reguliert werden.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm im MDR Fernsehen MDR um 2 | 07.08.2020 | 14:00 Uhr

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