18.09.2019 | 12:13 Uhr Lokale Wirtschaft profitiert von geplantem Lithiumabbau in Zinnwald

Der geplante Abbau von Lithiumerz im Altenberger Ortsteil Zinnwald wirkt sich bereits jetzt positiv auf Unternehmen des Ortes aus. Eines davon ist das Hotel "Lugsteinhof" mit seinen 50 Mitarbeitern. "Wir haben schon für verschiedene Firmen Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, die auf der Erkundungsstrecke für den Lithiumabbau tätig sind", sagte Geschäftsführer Jochen Löbel MDR SACHSEN. Ähnlich sei das bei Firmen, die sich an der Ausschreibung für die Förderung des Lithiums beteiligt haben. "Wir wären sehr froh, wenn der Lithiumabbau in einem überschaubaren Zeitraum wieder beginnt", sagte Löbel.   

Spätestens 2021 soll der Abbau des Erzes starten

Nach aktuellen Plänen der Deutschen Lithium soll es im nächsten, spätestens jedoch im übernächsten Jahr soweit sein. Probebohrungen hatten ergeben, dass unter Tage nicht wie zunächst vermutet 96.000 Tonnen, sondern 125.000 Tonnen des Metalls lagern. Nach Angaben des Altenberger Amtsblattes teilte Prof. Armin Müller von der Deutschen Lithium im Stadtrat mit, dass diese Menge an Lithium reichen würde, um es rund 30 Jahre abzubauen.

Elektroauto treibt Lithiumnachfrage

In den vergangenen Jahren ist die weltweite Nachfrage nach Lithium stetig gestiegen. Eine Rolle spielt dabei vor allem der Boom der Elektroautos, deren Batterien den Rohstoff benötigen. Auf MDR-Anfrage ging Michael Schmidt von der Deutschen Rohstoffagentur Ende 2018 davon aus, dass sich der Bedarf an Lithium bis 2025 verdrei- oder gar vervierfacht, "von circa 30.000 Tonnen auf weit über 100.000 Tonnen".

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.09.2019 | 11:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2019, 12:12 Uhr

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