26.04.2019 | 16:00 Uhr Waldbrandgefahr: Landratsamt stellt Schilder in Sächsischer Schweiz auf

Ein Schild mit dem Hinweis auf Waldsperrung.
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Zehntausend Quadratmeter Wald standen im August vergangenen Jahres unterhalb der Bastei in Flammen. Hunderte Feuerwehrleute waren nötig, um den Brand nach zwei Tagen unter Kontrolle zu bekommen. Nun herrscht im Nationalpark wieder die gleiche Trockenheit wie damals. Das Landratsamt Sächsische Schweiz hat deshalb ein Begehungsverbot in der Nacht zwischen 21 und 6 Uhr ausgesprochen. Die Nationalparkverwaltung hängte am Freitag die entsprechende Hinweise aus.

"Das Übernachtungsverbot soll durch Bestreifen der Wälder kontrolliert werden. Ein Waldbrand soll unbedingt verhindert werden, damit Besucher sich weiterhin an der Schönheit dieser einzigartigen Natur erfreuen können", sagt Hanspeter Mayr von der Nationalparkverwaltung. Aktuell herrsche im Gebiet Waldbrandwarnstufe 3. Auch der angekündigte Regen werde die Situation kaum entschärfen, so Mayr. 2018 gab es nach Angaben des Landratsamtes im Nationalpark Sächsische Schweiz 19 Waldbrände, die durch Lagerfeuer oder weggeworfene Zigaretten ausgelöst wurden.

Wanderer dürfen die Wege nicht verlassen und müssen bis 21 Uhr aus dem Wald raus sein.
Wanderer dürfen die Wege nicht verlassen und müssen bis 21 Uhr aus dem Wald raus sein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Insgesamt geht die Waldbrandgefahr in Sachsen am Wochenende erst einmal zurück. Mit Ausnahme einer kleinen Region im Landkreis Görlitz weist die Übersichtskarte des Staatsbetriebes Sachsenforst für Sonnabend nur noch eine sehr geringe Waldbrandgefahr aus. Vor allem im Vogtland und im Erzgebirge können Gewitter mit Starkregen und Mengen von 15 bis 25 Liter pro Stunde verbunden sein, teilte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig mit. Auch in den übrigen Regionen regne es in der Nacht mitunter kräftig - und bis Sonntag immer weniger. "Es wird unbeständig und zehn Grad kälter", sagte der Meteorologe. Die Temperaturen liegen dann nur noch zwischen 15 und 17 Grad.

Ob das die Waldbrandgefahr länger mildert, bleibe abzuwarten, sagte eine Sachsenforst-Sprecherin. Die bis Montag reichende Prognose geht davon aus, dass sie sich in einigen Regionen langsam wieder verschärft: im Landkreis Nordsachsen sowie dem Landkreis Bautzen, der Stadt Dresden sowie Teilen der Landkreise Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Laut Sachsenforst wurden bis Freitag mit 18 Waldbränden auf gut 4,5 Hektar bereits doppelt so viele erfasst wie ein Jahr zuvor.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 26.04.2019 | 19:00 Uhr

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