21.02.2020 | 13:01 Uhr AfD-Politiker wegen Hitlergruß verurteilt

AfD-Stadtrat Horst J. soll bei einer Pegida-Kundgebung in Dresden im vergangenen Jahr den Hitlergruß gezeigt haben. Dafür wurde der AfD-Politiker aus Bad Lausick nun vom Amtsgericht Dresden verurteilt.

Der Richterplatz im Amtsgericht in Dresden
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Wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde ein 68-jähriger AfD-Politiker zu einer Gesamtstrafe von 2.400 Euro verurteilt. Das bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichts MDR SACHSEN. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Medienberichten zufolge beteuerte der Bad Lausicker Stadtrat seine Unschuld. Zwei Zeugen hatten den Mann aber dabei beobachtet, wie er seinen Arm bei einer Pegida-Veranstaltungen hochgerissen hatte. Der Richter schenkte den Aussagen Glauben.

Als Sprecher des AfD-Kreisverbandes Landkreis Leipzig hatte der Verurteilte Ende 2018 für Aufsehen gesorgt. Damals hatte er einen Beschwerdebrief an einen Wursthersteller geschrieben. Darin hatte er kritisiert, dass in einem Werbespot der Firma ein dunkelhäutiger Mensch mitgespielt hatte. J. musste daraufhin seinen Posten als Sprecher des AfD-Kreisverbandes Landkreis Leipzig räumen. Eine interne Forderung nach einem Rücktritt lehnte er damals ab.

Quelle: MDR/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.02.2020 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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