Xavier Naidoo
Bildrechte: Xavier Naidoo Records

25.04.2019 | 14:02 Uhr Xavier Naidoo in Dresden zu Geldbuße verurteilt

Xavier Naidoo
Bildrechte: Xavier Naidoo Records

Der Sänger Xavier Naidoo muss 80 Euro Bußgeld zahlen, weil er in Dresden zu schnell gefahren ist. Wie das Amtsgericht Dresden auf Nachfrage von MDR SACHSEN mitteilte, ist das Urteil am Donnerstag nach zwei Verhandlungstagen gefallen. Hinzu kommen ein Punkt in Flensburg sowie möglicherweise angefallene Bearbeitungsgebühren.

Der 47-Jährige ist nach einem Konzert mit der Band "Söhne Mannheims" im Juli 2017 geblitzt worden. Er fuhr 23 Kilometer pro Stunde zu schnell durch die Stadt. Der daraufhin ausgestellte Bußgeldbescheid konnte ihm aber nicht persönlich zugestellt werden. Wie die "Sächsische Zeitung" berichtete, kam die Post zurück oder es hieß, der Empfänger sei unbekannt verzogen. Als sich die Dresdner Beamten eine Meldeauskunft in Mannheim besorgen wollten, erfuhren sie von einer Auskunftssperre. Infolgedessen entschied sich die Dresdner Behörde im Mai 2018 zu einer öffentlichen Zustellung. Das heißt, es gab einen Aushang im Rathaus, der öffentlich einsehbar war. Daraufhin legte der Sänger Einspruch ein und es kam zur Gerichtsverhandlung. Xavier Naidoo war aber nicht persönlich vor Gericht, sondern ließ sich von zwei Anwälten vertreten.

Geschwindigkeitsüberschreitung Wer innerorts zwischen 21 und 25 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, muss 80 Euro Bußgeld zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg.

Quelle: Bußgeldkatalog

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.04.2019 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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11 Kommentare

26.04.2019 05:14 Kerst 11

Hätte er sein Bussgeld bezahlt wie es jeder andere "Normalo" auch muss, wäre nie ein Wort darüber verloren worden. Punkt!!!

25.04.2019 20:38 Jewsharpe 10

Die 80€ hat er bestimmt.
Die Hosen haben mehr bezahlt.
Mal sehen was der Roland Kaiser bezahlen soll...der nimmt ja auch genug ein...bei den fairen Preisen.
:-D

25.04.2019 20:19 Martina 9

Wäre er nachts in ein Schwimmbad eingebrochen, wäre die Anzeige fallengelassen worden und er noch als Held gefeiert. Naja, vielleicht hat er auch einfach nur die verkehrte politische Meinung.

25.04.2019 20:18 Morchelchen 8

Manche haben eine seltsame Auffassung von Gerechtigkeit. Eine Ordnungswidrigkeit wird geahndet. Ob nun beim Pampel, oder beim Promi. Zahlen und Schluss ist.

25.04.2019 19:44 Dh 7

@3 Berni, der Mann hat eine simple Verkehrsordnungswidrigkeit im Busgeldbereich begangen, die entsprechend geahndet wurde. Was soll also Ihr unqualifizierter Beitrag mit einer derartigen, weltfremden Förderung? Sie scheinen anscheinend jemand zu sein, der nie Fehler macht. Ich hoffe nur, dass Sie keinen Führerschein besitzen, mit solchen, offenbaren Gesetzeslücken. Auf jeden Fall sollten Sie sich aber vorher im Busgeldkatalog schlau mal machen, ehe Sie Menschen wegen derart profaner Normverstösse kriminalisieren. Das es sich hier um einen prominenten Künstler handelte spielt keine Rolle, vor dem Gesetz sind alle gleich. Hoffe ich jeden Falls.

25.04.2019 18:06 Guy Montag 6

@ 4: Sie nennen das gerne "klare Kante zeigen", wenn irgendwie der Eindruck entsteht, dass aus irgendwelchen nicht naeher bezeichneten Gruenden "unsere" Demokratie besonders wachsam sein muss... XD

25.04.2019 17:58 Sack-Reis-Meldung 5

@ Nr.1:

Recht haben Sie.

Nur weil der Mann einen
" Namen" hat, wird über
so einen Quark berichtet.

25.04.2019 16:18 Fakten-Jack 4

Fast erschlagen bin ich - von der Wucht an Fakten und Informationen ja akribischen Details die zu diesem ungeheuerlichen Vorgang zusammengetragen wurden.
80€! Unglaublich...
Mir fehlen nur die ansonsten bei Naidoo anklingenden Vorwürfe und "Probleme", aber die hat ja offensichtlich jeder im Hinterkopf, die brauchen nur angetriggert werden, z.B. durch einen Artikel wie diesen.
Naja, ich werde nachher gleich mal wieder eine CD von ihm einlegen.

PS: Fahren Lindenberg, Grönemeyer, Campino oder Krumbiegel eigentlich auch manchmal zu schnell? Oder stehen im Parkverbot?

25.04.2019 15:05 berni 3

manche promi denken sie stehen über dem gesetz. das urteil ist eine farce. 5000 euro plus 1 jahr fahrverbot wären angemessen gewesen. ersatzweise 3 monate haft.
justizia in sachsen hat eben nur die binde vor den augen.

25.04.2019 14:38 Michael 2

Also ist man als Promi doch was besseres, oder wieso kann man sonst eine Auskunftssperre über sich verhängen lassen? Der normale "gläserne" Bürger kann überall gefasst werden, da gibt es keinen Datenschutz, auch nicht für seine Bankkonten !

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