Staatsanwaltschaft Nach tödlichem Autorennen in Dresden Anklage gegen zwei Männer erhoben

Polizisten am Unfallort auf der Budapester Straße in Dresden
Nach dem Unfall sicherte die Polizei Dresden auf der Budapester Straße Spuren (Archivfoto vom 22.8.2020). Bildrechte: Roland Halkasch

Ein Vierteljahr nach einem tödlichen Autorennen in Dresden hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben. Sie richtet sich gegen zwei Männer im Alter von 23 und 31 Jahren. Sie sollen sich am 22. August auf einer stadteinwärts führenden Straße ein Wettrennen geliefert haben. Dabei soll der 31-Jährige mit seinem Auto einen sechs Jahre alten Jungen erfasst haben, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden mit. Das Kind wurde weggeschleudert und starb noch an der Unfallstelle.

Ermittler: Mit Tempo 50 wäre Unfall vermeidbar gewesen

An einer Haltestelle liegen Blüschtiere und Blumen
Viele Dresdner nahmen Anteil am Tod des sechsjährigen Jungen, der durch einen Fahrer eines illegalen Autorennens tödlich verletzt wurde. (Archifoto) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Anklage wirft dem älteren Beschuldigten ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge und fahrlässige Tötung vor. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Dem 23 Jahre alten Beschuldigten wird ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen zur Last gelegt. Der syrische Junge hatte einen Pfad auf dem Grünstreifen der Straße genutzt, um nach Hause zu laufen. Der 31-Jährige erfasste das Kind mit einer Geschwindigkeit von mindestens 89 Stundenkilometern, so die Staatsanwaltschaft. Nach den Ermittlungen wäre der Unfall vermeidbar gewesen, wenn der Beschuldigte die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern eingehalten hätte.

Über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheidet nun das Landgericht Dresden.

Quelle: MDR/kk/AFP

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.11.2020 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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