Farbanschlag Freie Wähler
So sieht das Büro der Freien Wähler nach dem Farbanschlag aus. Bildrechte: Freie Wähler Sachsen

Kriminalität Farbanschlag auf Büro der Freien Wähler in Dresden

In den vergangenen Jahren gab es einige Anschläge auf die Büros sächsischer Parteien. Am Wochenende hat es die Freien Wähler erwischt. Ihr Büro in der Dresdner Neustadt wurde mit Farbe beschmiert. Die Aufregung ist groß.

Farbanschlag Freie Wähler
So sieht das Büro der Freien Wähler nach dem Farbanschlag aus. Bildrechte: Freie Wähler Sachsen

Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag einen Farbanschlag auf das Büro der Freien Wähler in Dresden verübt. Wie die Polizei mitteilte, beschmierten sie die Räume in der Hoyerswerdaer Straße mit roter und silberner Farbe. Dabei schrieben sie den Schriftzug "Hau ab" und signierten dies mit dem Großbuchstaben "A". Danach warfen sie eine Konservendose mit roter Farbe gegen die Eingangstür und beschädigten sie.

Freie Wähler wollen jetzt Debatte anstoßen

"Das ist der Stil der Auseinandersetzung, der die Demokratie gefährdet. Sachbeschädigung statt Argumente. Das wollen wir auch in unserer Stadt nicht. Wir werden uns im Stadtrat dafür einsetzen, dass Dresden sicherer wird", sagte der Landesvorsitzende der Freien Wähler, Steffen Große.

Pressesprecher Torsten Küllig ergänzt: "Wir werden uns am Mittwoch auf einer Pressekonferenz ausführlich zu dem Vorfall äußern. Nach diesem Vorfall können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir möchten eine Debatte anstoßen, wie man mit dem politischen Gegner umgehen sollte und wie nicht." Er fürchte, dass dies Auswirkungen auf die politische Betätigung bei den Freien Wählern haben könnte.

Sachbeschädigung Büro der Freien Wähler mit Farbe beschmiert

Farbanschlag Freie Wähler
Mit Schriftzügen und Farbklecksen wurde das Büro der Freien Wähler in der Dresdner Neustadt verunstaltet. Bildrechte: Freie Wähler Sachsen
Farbanschlag Freie Wähler
Mit Schriftzügen und Farbklecksen wurde das Büro der Freien Wähler in der Dresdner Neustadt verunstaltet. Bildrechte: Freie Wähler Sachsen
Durch einen Farbanschlag beschädigtes Wahlkreisbüro der Freien Wähler in Dresden.
Getrocknete Farbreste und Glassplitter vor dem Parteibüro in der Hoyerswerdaer Straße. Bildrechte: Freie Wähler Sachsen
Durch einen Farbanschlag beschädigtes Wahlkreisbüro der Freien Wähler in Dresden.
Mit silberner Schrift stehen auf dem Fenster und der Wand "Hau ab" sowie ein "A" geschrieben. Bildrechte: Freie Wähler Sachsen
Durch einen Farbanschlag beschädigtes Wahlkreisbüro der Freien Wähler in Dresden.
Das Fenster auf der linken Seite wurde mit roter Farbe beschmiert. Bildrechte: Freie Wähler Sachsen
Durch einen Farbanschlag beschädigtes Wahlkreisbüro der Freien Wähler in Dresden.
Auch Glas ging zu Bruch. Bildrechte: Freie Wähler Sachsen
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Schaden von mehreren tausend Euro

"Wenn die Leute Angst haben, dass beispielsweise ihr Auto beschädigt wird, dann werden sie sich bei uns nicht mehr engagieren", sagt Küllig und fügt an: "Sollte es nicht bei dem einen Anschlag auf unser Büro bleiben, könnten wir auch Probleme mit unserem Vermieter bekommen. Wenn das öfters passiert, könnte er sich sagen, dass er lieber einen Frisör oder ein Nagelstudio in die Räume nimmt." Nach ersten Schätzungen der Freien Wähler beträgt der Schaden an dem Büro in der Dresdner Neustadt mehrere tausend Euro. "Das sind richtig feste Ölfarben. Das kriegt man nicht so leicht wieder ab", so Küllig.    

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.03.2019 | 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 03. März 2019, 17:36 Uhr

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24 Kommentare

05.03.2019 12:09 Werner 24

Nur 22 Kommentare in 23 Std. - und bei diesem Thema - unglaublich. Davon 3/4 Kommentare unter strenger Beobachtung - das ist wiederum glaubhaft, da ganz normal.

05.03.2019 10:05 Mentor an Kumpel 21 23

Recht so. Der Konzernwirtschaft alimentierte Konsumenten zuzuführen, damit diese damit den Sozialstaat plündert und mehr Profit macht, hat nichts mit Gemeinnützigkeit zu tun, sondern das ist Wirtschaftsliberalismus pur.

Mit den Mitteln, mit denen man hier die Neusiedler versorgt, (bis zu 55 Mrd. p.a. lt. Die Welt, NZZ) könnte man in den Herkunftsländern das 10- bis 50-fache ausrichten. Das heißt im Umkehrschluß, man verdient an derselben Person das 10- bis 50-fache, wenn man sie nach Deutschland schaft. Und die Schwachen, die wirklich Hilfe nötig hätten, bleiben auf der Strecke.

Lesetip: Norbert Häring: "Bertelsmann, die Willkommenskultur und der UN-Migrationspakt: Teil 2"

05.03.2019 00:03 Mentor an Neumann 20 22

Falsch. Bitte belesen Sie sich, was Anarchie ist.

Was Frau F. damit zu tun haben soll, bleibt Ihr Geheimnis. Thema verfehlt.

04.03.2019 22:15 Kumpel 21

Da sich die Freien Wähler aktuell mit der Frage dir Gemeinnützigkeit der "Seenot-Retter" beschäftigen und sich in diesen Kreisen besonders viele extrem aktionsbereite "Aktivisten" tummeln, kann man doch Eins und Eins zusammenzählen.

04.03.2019 21:26 Neumann 20

Tja, Anarchie ist eben "Scheiß auf Anstand" - nur mit anderer Begründung.

Wer hatte diese Parole nochmal gleich bei Pegida (in Dresden!) ausgerufen?
Eine gewisse Tatjana F.
Nur wird sie damit nicht die Anarchisten angesprochen haben.
Das Resultat ist aber das gleiche.

04.03.2019 18:46 D.o.M. 19

Wer glaubt, sich mit dem A zur Anarchie bekennen zu müssen, sollte für ein Jahr auf Bildungsurlaub in den Irak oder nach Libyen geschickt werden, wo er/sie/div sich aus der Nähe ansehen kann, wie sich Anarchie anfühlt.

04.03.2019 17:55 DER Beobachter @ Fuchs.... 18

Haben sie ein Problem damit, dass die gezielte Schändung mehrerer Straßenschilder, die an jüdische ns-opfer erinnern, als antisemitisch bezeichnet wird? Linken oder islamistische Antisemiten dürften es nach Lage und Charakter des Opfers ja nicht gewesen sein.

[Bitte bleiben Sie beim Thema. Kommentare ohne Bezug zum Thema geben wir gemäß unserer Netiquette nicht frei.
Viele Grüße, Ihre MDR.de-Redaktion]

04.03.2019 17:14 Gispersleben 17

@14 - Fuchs Du hast die Ganz gestohlen "@DER Beobachter: ein AntiFa Zeichen ist für Sie also kein politischer Hinter"

Nur zur Info: Das "A" im Kreis bedeutet nicht "Antifa", sondern "Anarchie".
Das Symbol wird schon mindestens seit den 70er Jahren international von Anarchisten benutzt. Auf Deutsch: Das sind Leute, die auf alle Regeln pfeifen und auch gerne mal kriminell werden. Da haben die Anarchisten eine Gemeinsamkeit mit allen politischen Extremisten - sowohl links- als auch rechtsradikal.

Ob das hier überhaupt ernst zu nehmen ist, wissen wir nicht. Es können auch einfach ein paar besoffene oder bekiffte Jugendliche gewesen sein. Dass solche Schmierereien nicht okay sind, darüber müssen wir uns nicht unterhalten.

04.03.2019 17:11 DER Beobachter @ Dieter und Fuchs... 16

Ich rechtfertige keine Straftaten. Und jedenfalls in bezug auf Döbeln und Bremen hat die Polizei ja selbst Zweifel an bestimmten Darstellungen und erklärte Gründe in verschiedene Richtungen zu ermitteln. Es gibt dumme politische und es gibt kluge politische Kriminelle. Wie lautet doch nochmal der alte römische Juristengrundsatz? Die Frage nach dem "Cui bono"?

04.03.2019 16:50 Dieter 15

DER Beobachter 9:
Das eingekreiste A weißt doch ihrer Meinung doch irgendwie auf die AfD hin oder?-
In einem anderen Beitrag, der nicht zum Kommentieren freigegeben ist, spricht Frau Köditz von der Linken über antisemitischen Straftate. Ein Hohn, wenn man an das Agieren des linksextremen Klientels und die antisemitischen Rufe auf der von Linken mitorganisierten Demo mit Palästinensern denkt.

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