18.03.2020 | 13:06 Uhr Neue Asylunterkunft ab 2021 in Dresden

Die Landesdirektion Sachsen will zum Anfang 2021 eine neue Asylbewerberunterkunft in der Stauffenbergallee in Dresden in Betrieb nehmen. Das gab die Behörde am Mittwoch bekannt. Dafür soll die bisherige Unterkunft an der Bremer Straße Ende 2020 geschlossen werden.

Die Einrichtung an der Bremer Straße kann nur noch bis zum Ende des Jahres benutzt werden, weil die Baugenehmigung ausläuft. "Damit muss ein Ersatz geschaffen werden, um auch künftig einen sicheren Betrieb der Erstaufnahme und des Ankerzentrums in Dresden zu gewährleisten", erklärt der Vizepräsident der Landesdirektion Sachsen Walter Bürkel. In der neuen Unterkunft in der Stauffenbergallee können bis zu 500 Asylsuchende in Containern untergebracht werden. In den nächsten Wochen sollen die vorbereitenden Arbeiten für die Inbetriebnahme beginnen, teilte die Landesdirektion mit.

Anwohner sollen informiert werden

Vor der Inbetriebnahme der Asylbewerberunterkunft an der Stauffenbergallee soll "intensiv" mit den Mitarbeitern der umliegenden Behörden und mit den Anwohnern geredet werden. Zeit und Ort der Veranstaltungen will die Landesdirektion noch bekannt geben. "Wir wollen weit im Vorfeld für Transparenz und Klarheit in Bezug auf dieses Vorhaben sorgen", so der Vizepräsident.

Weitere Einrichtung soll fertig werden

Außerdem soll die im Jahr 2016 als Aufnahmeeinrichtung errichtete Anlage am Hammerweg wieder nutzbar gemacht werden. Dies sei jedoch nicht bis 2021 möglich, da das Gebäude momentan von Justiz und Polizei - unter anderem für die Prozesse zur Gruppe Freital - genutzt wird. Im Anschluss müsse noch umgebaut werden, heißt es weiter.

Die Plätze der Angeklagten.
Über 30 Millionen Euro hat die Unterkunft am Hammerweg gekostet. Asylbewerber wurden bis heute nicht untergebracht. Dafür werden Teile des Gebäudes als Hochsicherheitsgerichtssaal benutzt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.03.2020 | 14:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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