16.09.2019 | 16:33 Uhr Dresdner Professor stellt schönste Spicker aus

Kleine Schrift, viel Text, illegal: Normalerweise sind Spickzettel in Prüfungen tabu. Doch es gibt Ausnahmen. So dürfen die Studenten von Prof. Gerald Gerlach an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität Dresden schon seit mehr als 20 Jahren Spicker verwenden. Erlaubt ist ein A4-Blatt, das beidseitig beschrieben werden darf und ohne Hilfsmittel lesbar sein muss.

Spickzettel anzufertigen, hat einen bedeutsamen didaktischen Effekt. Man muss sich intensiv mit dem Stoff auseinandersetzen, muss die Inhalte systematisieren, muss Wichtiges von weniger Wichtigem unterscheiden.

Prof. Gerald Gerlach Direktor des Instituts für Festkörperelektronik, TU Dresden

Wettbewerb für schönsten Spicker

Im Laufe der Jahre bemerkte Gerlach, dass die Spickzettel sehr unterschiedlich aufgebaut und gestaltet waren. Aufgrund seiner Beobachtungen rief er den "Best Student’s Spickzettel Contest" aus. Zusammen mit den gelösten Prüfungsaufgaben können seine Studenten auch ihre Spickzettel abgeben. Anschließend bewertet eine Jury die Spicker unter künstlerischen und technischen Aspekten. Den Gewinnern winkt als Preis das Geld für einen Kasten Bier.

Inzwischen hat der Professor mehrere Hundert Spickzettel gesammelt. Die schönsten werden nun in einer Ausstellung gezeigt.

Hier werden die Spicker ausgestellt 16. - 22. September 2019
Dresdner Penck Hotel

ab 23. September 2019
SLUB, Bereichsbibliothek DrePunct

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.09.2019 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2019, 16:33 Uhr

Mehr aus Dresden und Radebeul

Mehr aus Sachsen