Lutz Bachmann bei der Pegida Kundgebung am 7. Oktober 2019 in Dresden.
Bildrechte: Tino Plunert

07.11.2019 | 17:14 Uhr Amri-Ausschuss will Pegida-Initiator Bachmann vorladen

Wenige Stunden nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz im Dezember 2016 fiel Lutz Bachmann mit einem Tweet auf. Hatte der Pegida-Frontmann wie behauptet "interne Infos" aus der Berliner Polizei? Der Untersuchungsausschuss will ihn nun vorladen.

Lutz Bachmann bei der Pegida Kundgebung am 7. Oktober 2019 in Dresden.
Bildrechte: Tino Plunert

Der Amri-Untersuchungsausschuss im Bundestag will den Pegida-Initiator Lutz Bachmann als Zeugen laden. Das sei mit den Stimmen von Grünen und AfD beschlossen worden, sagte der SPD-Obmann im Ausschuss, Fritz Felgentreu, in Berlin. Der Initiator der islam- und ausländerfeindlichen Protestbewegung Pegida hatte wenige Stunden nach dem Anschlag auf Twitter behauptet, er habe eine "interne Info" aus der Berliner Polizeiführung, der zufolge der Täter "tunesischer Moslem" sei. Der Attentäter Anis Amri stammte tatsächlich aus Tunesien. Später gab Bachmann an, er habe keinen Informanten gehabt.

Tweet von Lutz Bachmann
Bildrechte: Twitter

Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen gekapert, mit dem er über den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche raste. Er tötete zwölf Menschen. Nach der Tat floh er nach Italien, wo ihn die Polizei vier Tage später erschoss.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR AKTUELL | 07.11.2019 | 15:15 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 07. November 2019, 17:13 Uhr

3 Kommentare

Kirchenmitglied vor 1 Wochen

Ich denke, dass Bachmann keine internen Infos aus der Berliner Polizei besaß, sondern dass er mit dieser Äußerung unter seinen Anhängern bloß angeben wollte, um sich aufzuwerten. Mehr steckt da sicher nicht dahinter. Mit dieser Äußerung hat er sich selbst zum Opfer seines eigenen doofen Gequatsches gemacht.

MaP vor 1 Wochen

Und was soll das Ganze jetzt eigentlich bringen??

Janes vor 1 Wochen

Ich fände es besser, wenn der Haftrichter ihn vorlädt. Und dann ab in die Abschiebehaft! Geht leider nicht.

Mehr aus Dresden und Radebeul

Mehr aus Sachsen