Westbahn-Zug
Triebwagen der Westbahn, wie ihn die Deutsche Bahn zwischen Dresden und Rostock testen will. Bildrechte: dpa

04.11.2019 | 13:25 Uhr Deutsche Bahn testet Westbahn-Zug für IC-Linie Dresden - Rostock

Westbahn-Zug
Triebwagen der Westbahn, wie ihn die Deutsche Bahn zwischen Dresden und Rostock testen will. Bildrechte: dpa

Die Deutsche Bahn AG hat am Sonntag und am Montag die Doppelstocktriebwagen getestet, die ab kommendem Jahr zwischen Dresden und der Ostsee auf der neuen Intercity-Linie fahren sollen. Die Züge kauft die Deutsche Bahn von der österreichischen Westbahn und modifiziert diese für den Betrieb im eigenen Netz.

Tests an Bahnsteigen und in Abstellanlage

Ein Bahnsprecher sagte auf Anfrage, ein sogenannter Kiss-Zug war zu Testfahrten auf seinem zukünftigen Einsatzgebiet zwischen Dresden und Rostock unterwegs. Dabei wurde in den Bahnhöfen unter anderem überprüft, ob die Schiebetritte, die den Spalt zwischen Bahnsteig und Zug überbrücken, korrekt ausfahren. Außerdem wird in den Abstellanlagen die Versorgung des Zuges mit Frischwasser und die Entsorgung des Abwassers getestet.

Kiss-Zug Kiss-Zug ist eine Entwicklung des Fahrzeugherstellers Stadler in der Schweiz. Kiss steht dabei für komfortabler innovativer spurtstarker S-Bahn-Zug. Allerdings können die modernen Fahrzeuge auch für den Fernverkehrseinsatz ausgestattet werden. Die Westbahn setzt die Züge bisher im Fernverkehr zwischen Salzburg und Wien ein. Sie besitzen etwa ein Café-Abteil.

In den kommenden Tagen werden außerdem Schulungsfahrten für die Lokführer und das Bordpersonal stattfinden. Am Montag soll der Zug aus Rostock kommend gegen 15:12 Uhr in Dresden-Neustadt und gegen 15:25 Uhr im Hauptbahnhof sein.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.11.2019 | 17:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. November 2019, 13:25 Uhr

12 Kommentare

WNE55716 vor 2 Wochen

Wir reden aneinander vorbei, denn der IC von/nach Gera ist auf dem Abschnitt bis/ab Gotha durch den Nahverkehr finanziert. Daher trägt er auch eine zweite (RE) Zugnummer und ist auf diesem Abschnitt für die Nahverkehrstickets freigegeben. Wie bereits geschrieben, hat die Bahn dieses Prinzip auch für den Abschnitt Dresden-Chemnitz vorgeschlagen und würde damit Teile der RE-Leistung übernehmen. Es liegt daher schon beim Verkehrsverbund als Vertreter des Freistaates, ob diese Lösung mittelfristig eingerichtet werden kann. Ein eigenwirtschaftlicher Fernverkehrszug wird sich aber nicht rechnen.

zenkimaus vor 2 Wochen

2 Jahre jung. Günstiger wie neue. Kosten sollten im Auge behalten werden. Siemens und Bombardier schaffen es doch jetzt schon nicht die Termine zu halten.

zenkimaus vor 2 Wochen

Wenn die Wagen gut konzipiert sind schon. Siehe Frankreich oder die ic flotte der Niederlande. Stadler kenn ich noch nicht, die Züge haben bei den Österreichern gute Kritiken bekommen.

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