15.06.2020 | 09:17 Uhr Wieder mehr Züge nach Tschechien - "Vindobona" kommt zurück

Im grenzüberschreitenden Verkehr nach Tschechien fahren ab Montag wieder mehr Züge. Die Eurocity-Linie zwischen Prag und Berlin über Dresden wird nach Angaben der Deutschen Bahn AG nahezu planmäßig im Zweistundentakt bedient. Laut Fahrplanauskunft fällt lediglich der Eurocity "Hungaria" Hamburg - Budapest noch aus.

Renaissance des "Vindobona"

Ebenfalls am Montag kommt mit gut einmonatiger Verspätung der "Vindobona" wieder in Fahrt. Der erste Zug am Abend soll laut Fahrplandaten aus dem tschechischen Breclav kommen. Ab Dienstag wird die traditionsreiche Fernzugverbindung auf der gesamten Strecke zwischen Berlin und Graz über Dresden, Prag, Brünn und Wien täglich angeboten. Der "Vindobona" - benannt nach der einstigen Römersiedlung an der Donau - verkehrte schon einmal von 1957 bis 2014. Legendär war der Zug vor allem wegen der in den Anfangsjahren eingesetzten Triebwagen, die als äußerst komfortabel und seinerzeit modern galten. Auch der neue "Vindobona" wird mit einem besonderen Zug gefahren: einer sogenannten Railjet-Garnitur der Tschechischen Staatsbahn.

Planmäßig im kleinen Grenzverkehr

Die Länderbahn nimmt ihre Verbindungen zwischen Dresden und Liberec sowie zwischen Zwickau und Cheb sowie Kraslice am Montag ebenfalls wieder auf. Zudem werden nach Angaben der Länderbahn auf der Linie L7 Seifhennersdorf - Zittau - Liberec wieder alle deutsche Haltepunkte bedient. Ab 4. Juli starte zudem wieder der Wochenend-Ausflugszug von Zittau bis Doksy am Machasee, hieß es.

Vor dem Betriebsbahnhof der Vogtlandbahn steht ein bunter Zug
Die Vogtlandbahn fährt wieder von Zwickau nach Cheb und Kraslice. Bildrechte: MDR/Sven Böttger

Ausflügler können bereits ab Sonnabend den Saisonverkehr zwischen Cranzahl und Vejprty nutzen. Der VMS hatte mitgeteilt, dass die Erzgebirgsbahn als Subunternehmen die tschechische Länderbahn-Tochter beauftragt habe. Ab Vejprty sollen die Züge weiter bis Chomutov fahren. An Wochenenden ist damit nach Angaben des Verkehrsverbundes eine Zugverbindung zwischen Chemnitz und Chomutov möglich – mit einem Umstieg in Cranzahl. Ursprünglich sollte der saisonale kleine Grenzverkehr bereits im April starten, was wegen der Corona-Beschränkungen nicht möglich war.

Noch keine Züge über Johanngeorgenstadt

Die Nationalparkbahn U28 (Děčín - Bad Schandau - Sebnitz - Rumburk) ist bereits seit gut einer Woche wieder unterwegs.

Lediglich über den Grenzübergang Johanngeorgenstadt verkehren nach deutscher und tschechischer Fahrplanauskunft derzeit keine Züge. Reisende müssen zu Fuß bis zum Bahnhof Potůčky laufen. Laut Online-Fahrplan der Tschechischen Staatsbahn sollen voraussichtlich ab Donnerstag die Personenzüge aus Karlovy Vary wieder bis nach Johanngeorgenstadt kommen. Dort besteht Anschluss von und zur Erzgebirgsbahn Richtung Schwarzenberg, Aue und Zwickau.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.06.2020 | 07:00 Uhr in den Nachrichten

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