17.07.2019 | 08:24 Uhr Polizei bestätigt offiziell: Mord an Dresdner Forscherin aufgeklärt

Der Mord an einer Forscherin aus Dresden ist endgültig aufgeklärt. Das hat die Polizei auf der griechischen Insel Kreta am Dienstag nun auch offiziell bestätigt. Ein 27 Jahre alter Bauer hat demnach gestanden, die Forscherin des Dresdner Max-Planck-Instituts vergewaltigt und getötet zu haben. Das teilte der Polizeichef der griechischen Insel, Konstantinos Lagoudakis, mit. Die Staatsanwaltschaft hat den Verdächtigen wegen Totschlags, Vergewaltigung und illegalem Waffenbesitzes angeklagt.

Vergewaltigt und in Bunker geworfen

Der Tod der Wissenschaftlerin Suzanne Eaton hatte große Bestürzung ausgelöst. Den Angaben der Ermittler zufolge hatte der zweifache Familienvater die 59-Jährige mit dem Auto zweimal angefahren und sie zu einem entlegenen Höhlensystem gebracht, den die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg als Bunker nutzten. Dort habe er sie vergewaltigt. Anschließend warf er sie in eine Lüftungsöffnung an der Decke des Bunkers. Eatons Leiche wurde sechs Tage später von Höhlenwanderern in dem Wehrmachtbunker gefunden. Sie starb nach Angaben eines Gerichtsmediziners durch Ersticken.

Die aus den USA stammende Biologin hatte unter anderem eine Forschungsgruppe am Dresdner Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik geleitet. Sie war zu einer Konferenz nach Chania auf Kreta gereist und am Tag ihrer Ermordung zu einer Wanderung aufgebrochen. Eaton war mit dem britischen Wissenschaftler Anthony Hyman verheiratet und hinterlässt zwei Söhne. Am Freitag soll der geständige Verdächtige einem Richter vorgeführt werden.

Quelle: MDR/lam/AFP

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.07.2019 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Mehr aus Dresden und Radebeul

Mehr aus Sachsen