Eine große Pappschachtel zeigt ein täuschend echt aussehendes schwarzes Sturmgewehr. Es wurde Mitte mai an Sachsens wirtschaftsminister an die Privatadresse geschickt.
Diese sogenannte Soft-Air-Waffe wurde an Sachsens SPD-Chef Martin Dulig verschickt. Bildrechte: privat

01.07.2019 | 15:21 Uhr Bedrohung von SPD-Chef Dulig: Landeskriminalamt verfolgt Onlinespur

Eine große Pappschachtel zeigt ein täuschend echt aussehendes schwarzes Sturmgewehr. Es wurde Mitte mai an Sachsens wirtschaftsminister an die Privatadresse geschickt.
Diese sogenannte Soft-Air-Waffe wurde an Sachsens SPD-Chef Martin Dulig verschickt. Bildrechte: privat

Nach der Zusendung einer Sturmgewehr-Attrappe an den sächsischen Wirtschaftsminister und SPD-Chef Martin Dulig ermittelt das sächsische Landeskriminalamt wegen Bedrohung. Wie Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt am Montag sagte, hat sich dabei über die IP-Adresse des mutmaßlichen Käufers der Soft-Air-Waffe ein Ermittlungsansatz ergeben. Die Ermittler prüften nun, ob sich diese Adresse einem Tatverdächtigen zuordnen lasse. Es sei jedoch keineswegs sicher, ob dies auch gelinge, so Schmidt.

Beim Surfen im Internet wird jedem mit dem Netz verbundenen Gerät eine IP-Adresse zugewiesen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, diese zu verbergen, was eine Identifizierung des jeweiligen Gerätenutzers erschwert oder unmöglich macht.

Dulig bedankt sich für Solidarität

Am Wochenende war bekannt geworden, dass Dulig per Post die Nachbildung eines G36-Sturmgewehrs erhalten hatte. Die Sendung sei dem stellvertretendem Ministerpräsidenten nach Hause geschickt worden, sagte Oberstaatsanwalt Schmidt. Der Vorfall hatte weit über Sachsen hinaus Entsetzen und Empörung ausgelöst. Dulig bedankte sich am Montag bei Twitter für den Zuspruch, den er seither erfahren habe.

Quelle: MDR/epd/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 29.06.2019 | 12:00 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 29.06.2019 | 19:00 Uhr

Mehr aus Dresden und Radebeul

Mehr aus Sachsen