06.03.2020 | 08:38 Uhr TU Dresden: Mehr als drei Viertel der Lehramtsstudenten kommen aus der Region

Lehramtsstudenten an der TU Dresden sind motiviert und regional verwurzelt. So kommen mehr als 75 Prozent der Erstsemester aus der Region in und um Dresden. Das hat eine Umfrage an der Universität ergeben. Immer zu Beginn des Wintersemesters befragt das Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) Studienanfänger im Lehramt an der TU Dresden unter anderem nach ihren Studienwahlmotiven und ihrer Herkunft.

Lehrer als klares Berufsziel

Der jetzt veröffentlichte Bericht für das vorangegangene Wintersemester 2018/19 zeigt laut Uni, dass die große Mehrheit der Studierenden das Berufsziel Lehrer klar vor Augen habe und sich aus pädagogischen Beweggründen für ein Lehramtsstudium entschieden habe. Das Lehramtsstudium als Notlösung komme hingegen kaum vor. "Damit lassen sich Studienbefunde, wonach sich mitunter bis zu einem Drittel der Lehramtsstudierenden von Anbeginn nicht mit dem festen Berufswunsch Lehrer tragen, für die TU Dresden nicht bestätigen", heißt es in einer Mitteilung der Uni.

Interesse an Tätigkeit im ländlichen Raum

Zudem zeigten die Befragten eine überaus starke regionale Verwurzelung. "Mehr als drei Viertel der Lehramtsstudierenden an der TU Dresden kommen aus der Region Dresden und den ostsächsischen Landkreisen und beabsichtigen, auch nach Abschluss des Studiums in Sachsen zu bleiben", so die Uni.

Studenten, die aus dem ländlichen Raum stammen, könnten sich zudem häufig auch eine spätere Berufstätigkeit in dieser Region vorstellen. "Gelingt es, das Potenzial der regionalen Identität bzw. Verwurzelung auszuschöpfen, wäre dies ein wertvoller Beitrag zur Deckung des Lehrerbedarfs in Sachsen insgesamt, insbesondere im ländlichen Raum", heißt es weiter.

Im aktuellen Wintersemester 2019/2020 haben knapp 1.000 Studienanfänger ein Lehramtsstudium aufgenommen. Es handelt sich um die größte Gruppe unter den Erstsemestern an der TU. Auch im aktuellen Wintersemester 2019/20 sind Lehramtsstudenten die größte Gruppe unter den Erstsemestern an der Dresdner Universität.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.03.2020 | ab 11:00 Uhr in den Nachrichten

1 Kommentar

Dynamo vor 45 Wochen

Wenn Lehrer in ganz Sachsen fehlen, gibt es doch einen einfachen Grund dafür.
Es liegt einzig und allein an den Eltern. Ich meine jetzt die, bei denen urplötzlich zu einem Kind noch ein zweites oder drittes kommt. Die zuständigen Ämter, Behörden usw. haben schließlich nur sieben Jahr Zeit, darauf zu reagieren. Schließlich haben diese auch noch was anderes zu tun, z.B. die fristgemäße Regelung der Abgeordnetengehälter. Dort scheinen sie eine ordentliche Arbeit abzuliefern, auf jeden Fall hat man noch nichts Negatives gehört. Nur zur Erinnerung: "Das Beste, was wir haben, sind unsere Kinder". Das für diejenigen, die mit von ihnen gefassten Beschlüssen nur Unruhe in dieses Land reintragen. 06.03.2020, 11:19

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