Aufwertung Berufsakademie Sachsen soll duale Hochschule werden

Blick auf die Staatliche Studienakademie in Glauchau.
Die Berufsakademie in Glauchau gehört zur Berufsakademie Sachsen. Mehr als 40 Studiengänge werden in den Bereichen Wirtschaft, Technik sowie Sozial- und Gesundheitswesen angeboten. Bildrechte: Stephan Floss

Die Berufsakademie (BA) in Sachsen soll in eine duale Hochschule umgewandelt und somit aufgewertet werden. Das teilte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow am Dienstag in Dresden mit. Das Projekt soll in den kommenden Jahren umgesetzt werden.

Wunsch der Studierenden

Sollte die Berufsakademie diesen Status bekommen, seien dort auch Ausbildungen möglich, die es bisher nicht gab, erklärte Gemkow. Die Aufwertung der Akademie sei ein Wunsch der Studierenden. Demnach wünschten sie sich weitergehende Qualifikationsmöglichkeiten. Zudem sind die Unternehmen vor Ort als Praxispartner der Akademie auf gut qualifiziertes Personal angewiesen. Doch die Partner aus der Wirtschaft würden die Absolventen teilweise nach ein paar Jahren verlieren, weil sich die Betroffenen vor Ort nicht ausreichend weiterbilden können, so der Minister.

Es geht also auch darum, diese Menschen längerfristig an die Unternehmen zu binden.

Sebastian Gemkow Wissenschaftsminister Sachsen

Die an den Einrichtungen erworbenen Abschlüsse sollten zudem national und international mit anderen Hochschulabschlüssen besser vergleichbar sein.

Studium mit Praxisbezug

Staatliche duale Hochschulen gibt es in Deutschland bereits in Baden-Württemberg und Thüringen. Die Berufsakademie Sachsen bietet in Bautzen, Breitenbrunn, Dresden, Glauchau, Leipzig, Plauen und Riesa mehr als 40 Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft, Technik sowie Sozial- und Gesundheitswesen an.

Nach drei Jahren Studium können die Absolventen die Abschlüsse Bachelor oder Diplom machen. Anders als beim Studium an einer Fachhochschule oder Universität sind die Studenten bei einem Praxispartner - oft Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen - angestellt, der ihnen eine monatliche Vergütung zahlt. Dort absolvieren sie auch die Praxisphasen des Studiums.

Quelle: MDR/bb/dpa

2 Kommentare

afdforever123 vor 1 Wochen

Tatsächlich könnten sich, durch die geplante Aufwertung, Probleme dieser Art legen. Als in Baden-Württemberg die Berufsakademie zur DHBW umstrukturiert wurde, gab es die Möglichkeit Abschlüsse im Nachhinein anerkennen zulassen.

Also vom Dipl XY (BA) zu Dipl XY (DH) welcher dann mit einem FH Abschluss identisch war.

JrTks vor 1 Wochen

Schöne Idee, wenn es nur wirklich mit einer Aufwertung gleich käme. Wenn noch nicht einmal das sächsische Kultusministerium das BA Studium als anerkannten Abschluss für z.B. einen Quereinstieg anerkennt und dieses mit der Formulierung, es sei weder ein Studium an einer FH oder einer Universität, degradiert, wird es höchste Zeit zu handeln...

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