Aushang an einer Kita
Bildrechte: Tino Plunert

10.08.2019 | 15:30 Uhr Gesundheitsamt Dresden bestätigt Meningokokken-Diagnose für totes Mädchen

Aushang an einer Kita
Bildrechte: Tino Plunert

Nach dem Tod einer Dreijährigen, die sich mit Meningokokken infiziert haben soll, hat die Stadt Dresden ihre Untersuchungen abgeschlossen. Wie das Gesundheitsamt auf Nachfrage von MDR SACHSEN mitteilte, bleibt die Behörde aufgrund des typischen und schweren Verlaufs bei der Diagnose einer Meningokokken-Erkrankung. Allerdings konnte der Erreger nicht isoliert und mikrobiologisch bestätigt werden. Grund für einen fehlenden Nachweis könne eine bereits begonnene Antibiotika-Behandlung vor einer Probenentnahme sein, die das Bild verfälsche und den Nachweis verhindere, so das Gesundheitsamt. Unklar ist, ob die Begründung auch im konkreten Fall greift. Das Mädchen wurde auch nicht obduziert, da es dafür keinen juristischen Grund gegeben habe und auch die Eltern dies nicht gewünscht haben sollen.

Keine weiteren Verdachts- oder Krankheitsfälle

Nach Bekanntwerden des Meningokokken-Verdachts in der Dresdner Kita im Juni wurden 66 Kinder und 27 Erwachsene in der Einrichtung und aus dem privaten Umfeld der Dreijährigen vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Wie das Gesundheitsamt nun mitteilte, gab es keine weiteren Verdachts- oder Krankheitsfälle. Unklar bleibt, ob das verstorbene Mädchen geimpft war. Das wollte die Behörde "aus Gründen des medizinischen Datenschutzes und aus Respekt vor den Eltern nicht beantworten". Weiter teilte sie mit, dass die überwiegende Zahl der Kita-Kinder gegen Meningokokken geimpft ist.

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.06.2019 | 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

MDR SACHSENSPIEGEL | 19.06.2019 | 19:00 Uhr

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