23.01.2020 | 13:28 Uhr Leipziger Flughafen im Plus, Dresden mit dicken Verlusten

Terminal des Flughafen Dresden-Klotzsche
Seit 2009 stabil: Der tägliche Moskau-Flug ab Dresden Bildrechte: imago/STAR-MEDIA

Die beiden Flughäfen der mitteldeutschen Holding haben sich im vergangenen Jahr unterschiedlich entwickelt. Während Leipzig/Halle mit gut 2,6 Millionen Fluggästen unterm Strich ein Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbuchen konnte, brachen die Reisendenzahlen in Dresden um 9,3 Prozent auf 1,59 Millionen ein.
Das teilte die Mitteldeutsche Flughafen AG am Mittwoch in Leipzig mit.

Fracht boomt in Leipzig/Halle

Leipzig/Halle legte den Angaben zufolge auch beim Frachtumschlag gegen den weltweiten Trend markant zu, er wuchs auf rund 1,24 Millionen Tonnen an. Der Airport an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt ist Deutschlands zweitgrößter Frachtflughafen nach Frankfurt am Main. In Dresden wird Luftfracht überwiegend mit Lastwagen auf der Straße transportiert oder und spielt eine untergeordnete Rolle. Kleinere Güter werden auch im Frachtraum von Passagiermaschinen befördert.

Das Minus beim Passagieraufkommen in Dresden wurde vor allem mit der Insolvenz der Fluggesellschaft Germania erklärt, mit der 2018 noch jeder fünfte Fluggast in Dresden geflogen sei, so die Holding. Einen Teil der Verbindungen hat die Sundair übernommen. Diese noch junge Airline will in diesem Sommer eine zweite Maschine in Dresden stationieren, womit bei der Passagierkapazität die Germania-Lücke weitestgehend geschlossen werden dürfte.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.01.2020 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2020, 13:27 Uhr

3 Kommentare

W.Merseburger vor 3 Wochen

Diese Entwicklung freut doch dem vom nächtlichen Fluglärm betroffenen Bürger im Bereich des Flughafens und in den Anflug- und Startschneißen. Und wenn es besonders laut ist des Nachts, weiss ich, es werden wieder Panzer und allerlei andere Waffensysteme in die Kriegsgebiete der Welt transportiert. Da kann man doch optimistisch in die Zukunft schauen!

Maxi Sonnenkind vor 3 Wochen

Das Angebot bestimmt hier leider die Nachfrage, oder besser die Nichtnachfrage.

Freiheit vor 3 Wochen

Keine Ziele, keine Fluggäste, so einfach ist das!

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