Ein Flugzeug fliegt am Himmel und zieht Kondensstreifen hinter sich her.
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31.07.2019 | 19:40 Uhr Teurer Tiefflug über Dresden: Pilot muss mit Bußgeld rechnen

Ein Flugzeug fliegt am Himmel und zieht Kondensstreifen hinter sich her.
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Der Tiefflug eines Privatjets über Dresden am Sonnabend hat für den Piloten möglicherweise Konsequenzen. Das kleine Passagierflugzeug war kurz nach 20 Uhr in nur etwa 100 Metern Höhe über das Elbtal und die Landeshauptstadt hinweggeflogen. Wie die Landesdirektion Sachsen am Mittwoch mitteilte, ist der Tiefflug der Deutschen Flugsicherung bekannt. Die Behörde bestätigte zudem die geringe Flughöhe und leitete ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Der Pilot müsse mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 30.000 Euro rechnen.

Über den Vorfall hatte zuerst der Sender "Radio Dresden" berichtet, bei dem sich besorgte Anwohner gemeldet hatten. Zudem sei das am Elbufer stattfindende Kulturfest "Palais Sommer" gestört worden. Das Flugzeug war nach Informationen der "Bild" zunächst über die Elbschlösser in Richtung Heidenau geflogen, habe dort eine Schleife gedreht und ist über die Neustadt weiter nach Klotzsche unterwegs gewesen.

Quelle: MDR/dpa/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 31.07.2019 | 19:00 Uhr

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8 Kommentare

02.08.2019 02:11 Paul S. 8

Ich hoffe doch Minimum 30000 Strafe für jeden der im Flieger saß , nicht nur der Pilot!
Haben nicht alle diesen Flug so gewollt und somit haftbar dafür ?!

01.08.2019 17:32 PilotCitationX 7

Hallo Professor Peter, Drohnen haben da nichts zu suchen, Vogelschlag kanns auch viel höher geben, davon fällt der Jet aber nicht vom Himmel.
30.000€ ist der ungefähre Jahresunterhalt dieser Kiste und für einen Privatjetpilot durchschnittlich 5-6 Monate arbeiten.
Mindestflughöhe über besiedeltem Gebiet liegt halt höher. Aber vorwiegend wegen Lärms. Hat vermutlich irgendeiner sofort seine Freizeit mit einer Anzeige zugebracht!

01.08.2019 15:06 Peter 6

30k? Was kostet ein Privatjet und dessen Unterhaltung? Das zahlt der jenige, der den Piloten gesagt hat das er da mal was tiefer fliegen soll, aus der Portokasse. Flugverbot für den Piloten, ein Startverbot für den Jet und ne 500k Strafe für den Besitzer.
Nicht auszudenken wenn da eine Drohne oder ein Vogel ins Triebwerk geraten wäre.

01.08.2019 09:37 Otto02 5

Interessant wäre auch, WER im Flugzeug gesessen und die "tollen" Blick genossen hat!
Und auch, wer das genehmigt hat.
Ich tippe da mal auf die "üblichen" Verdächtigen.... bestimmt nicht Schulze, Müller oder Maier von nebenan.

01.08.2019 09:30 Werner 4

Also, bis jetzt, und aktuell, kann man an einigen praktischen Beispielen immer wieder feststellen, dass Tiefflug nicht bestraft, sondern mit Jubel, und einem spitzenmäßig gut bezahlten Posten belohnt wird - wenn es genau das Gewünschte ist, also "das richtige Gebiet", wo der Tiefflug stattfindet. Andernfalls gibt es riesenhaftriesige Aufregung, gewaltig auf die Mütze, und saftige Strafen. Kleiner Scherz.

01.08.2019 06:03 Jens 3

Genau das gleiche Zenario hab ich im Juni in Grumbach erlebt. Ein Learjet flog genauso tief zweimal über unseren Ort. Vielleicht war es ja sogar der selbe Flieger!

31.07.2019 22:22 mare nostrum 2


Regeln gelten für alle. Zur Kasse bitte!

31.07.2019 21:43 Wolfgang Bauer 1

Was bezahlen dann Bundeswehr Tornados wenn sie ein Sperrgebiet überfliegen?

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