01.08.2019 | 19:30 Uhr Forstminister wollen mit "Moritzburger Erklärung" deutschem Wald helfen

Tote Bäume und mit Absicht liegen gelassenes Holz am Fuße des Gipfels des Großen Rachel, 2017
Bäume auf dem Gipfel des großen Rachel in Bayern sind mehrheitlich beschädigt. (Archivbild) Bildrechte: imago images / Thomas Eisenhuth

Die Unions-Forstminister der Länder wollen mit einem Masterplan die Wälder vor dem Kollaps bewahren. Sie übergaben am Donnerstag in Moritzburg bei Dresden eine gemeinsame Erklärung an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Darin werden vom Bund 800 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren für akute und langfristige Maßnahmen gefordert. Die Länder sollen zusätzlich Geld beisteuern. Schwerpunkte des Masterplans sind die Schadensbeseitigung, eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, ein klimagerechter Waldumbau und der Schutz vor Bränden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland mahnte konkrete und effektive Maßnahmen gegen das Waldsterben an.

Im Vorfeld eines Krisengipfels im September traf sich Klöckner am Donnerstag in Moritzburg mit Vertretern unionsgeführter Forstressorts aus Sachsen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Mit Ministerpräsident Michael Kretschmer haben sich die Politiker in Auer bei Moritzburg auch ein beschädigtes Waldstück angesehen.

Die schlechten Nachrichten aus dem Wald reißen nicht ab. Jeden Tag erreichen uns neue Hiobsbotschaften. Wir müssen dringend handeln.

Thomas Schmidt Forst- und Landwirtschaftsminister Sachsen

Nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) sind 2018 bundesweit rund 120.000 Hektar Wald abgestorben, vor allem Fichten, aber auch Kiefern, Buchen und Eichen.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.08.2019 | 5:00 Uhr in den Nachrichten

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