09.04.2020 | 12:42 Uhr Erster der drei gestrandeten Dresdner aus Neuseeland zurück

Drei Dresdner hatten ein spannendes Auslandshalbjahr in Neuseeland verbracht, als ihnen die Corona-Krise mit Ausgangssperre dazwischen kam. Tagelang warteten sie auf den Rückflug im Rahmen des Rückholprogramms der Bundesregierung. Einer der drei jungen Männer ist nun wieder zurück in Dresden.

Eine Boeing 777-300 von Air New Zealand wird vor ihrem Abflug mit Gepäck beladen.
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Nach rund zwei Wochen Wartezeit ist einer der drei jungen Dresdner, die in Neuseeland gestrandet waren, zurück in Sachsen. Am frühen Mittwochmorgen landete Lorenz Grade in Frankfurt am Main. "Meine Freunde sind jedoch noch in Neuseeland und warten auf einen Flugtermin", sagte der 18-Jährige MDR SACHSEN. Mit zwei weiteren Dresdnern und einem Bayern hatte Grade in einem Bungalow auf einem Zeltplatz in Christchurch ausgeharrt und seit dem 25. März auf einen Rückflugtermin gewartet. Wie dem Quartett erging es rund 12.000 Deutschen in Neuseeland.

Nach den beiden Landungen wurde noch für die Crews geklatscht.

Lorenz Grade Kam mit dem Rückholprogramm der Bundesregierung aus Neuseeland heim

Am 6. April bekam der Dresdner eine Mail der Deutschen Botschaft mit den Flugdaten. Zwei Tage später sollte er um 5 Uhr morgens am Flughafen sein, der Flug sollte um 9 Uhr starten. "Vor dem Eingang gab es eine sehr lange Schlange, so 200 Meter lang. Da wurde von Botschaftsmitarbeitern kontrolliert, ob man auf der Liste für den Flug steht", berichtet der Neuseeland-Abenteurer. Gesundheitschecks oder Fiebermessungen seien keine durchgeführt worden. Mit 45 Minuten Verspätung hob die Maschineab, flog mit Zwischenlandung über Bangkok weiter und kam nach 26 Stunden in Frankfurt am Main an.

Ich habe mich sehr gefreut, wieder in Dresden zu sein und meine Familie wiederzusehen.

Lroenz Grade nach einem halben Jahr Neuseeland-Aufenthalt wieder zu Hause

"Das Verlassen des Flugzeugs hat etwas länger gedauert, weil immer nur kleine Gruppen auf einmal aussteigen durften, um größere Menschenmengen zu verhindern. Abgesehen davon gab es aber auch in Deutschland keine größeren Kontrollen oder Sicherheitsmaßnahmen", wunderte sich Lorenz Grade. In eine angeordnete Quarantäne muss der 18-Jährige nicht.

Quelle: MDR/kk

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