Pandemiemaßnahmen Dresden zwischen Maskenpflicht und Kontrollverlust

In Sachsens Landeshauptstadt muss in Teilen der Innenstadt jetzt auch im Freien Maske getragen werden. Die Polizei führte erste Kontrollen durch. Unterdessen räumte das Gesundheitsamt Lücken in der Kontaktverfolgung ein.

Kontrolle der Maskenpflicht in Dresdner Innenstadt
Kontrollen gab es unter anderem auf der Brühlschen Terrasse. Bildrechte: Tino Plunert

In Dresden gilt seit Dienstag in großen Teilen der Altstadt und in der Äußeren Neustadt auch im Freien eine Maskenpflicht. Polizei und Ordnungsamt waren mit acht Teams zu ersten Kontrollen im Bereich der Altstadt unterwegs.

Polizeisprecher Marko Laske zog im Gespräch mit MDR SACHSEN eine erste positive Bilanz: "Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass sich sehr viele an die Maskenpflicht halten, das ist keine Frage. Es gibt einige wenige, die die Maske nicht tragen. Und viele haben uns auch gesagt, dass es noch gar nicht richtig bekannt ist." Die Beamten hätten sich am Dienstag deshalb auch bewusst entschieden, es bei mündlichen Verwarnungen zu belassen. In Zukunft werde man bei Verstößen aber auch Bußgelder kassieren. Dieses kann bis zu 60 Euro betragen.

Dresden hatte die Corona-Maßnahmen verschärft, nachdem die Zahl der Neuinfektionen stark gestiegen war. In den vergangenen sieben Tagen waren das 475 gemeldete Fälle – der 7-Tage-Inzidenzwert liegt bei 86 und damit deutlich über der 50er-Marke, ab der verschärfte Maßnahmen vorgeschrieben sind.

Gesundheitsamt braucht dringend Verstärkung

Unterdessen erklärte das Dresdner Gesundheitsamt am Dienstag, mit der Kontaktnachverfolgung nicht mehr hinterherzukommen. Zwar sei das Team von 15 Mitarbeitern Anfang Oktober auf inzwischen 45 aufgestockt worden. Eine vollständige Nachverfolgung sei dennoch nicht möglich. In den nächsten Wochen sollen demnach Beschäftigte anderer Ämter der Stadtverwaltung ins Gesundheitsamt wechseln. Zudem liefen Anfragen bei der Bundeswehr. In dieser Woche will man sich bereits mit der Dresdner Volkshochschule abstimmen.

Derzeit müssen in Sachsen pro Infiziertem im Durchschnitt 25 Kontaktpersonen ermittelt werden.

Quelle: MDR/dk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.10.2020 | ab 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

42 Kommentare

DER Beobachter vor 4 Wochen

Die Anzahl stationärer Aufenthalte hat sich auch wieder verDREIfacht! War alles auf den MDR-Seiten, die auch Sie gelesen haben, schon mal benannt. Also, wieder mal "netter Versuch", "Freiheit"...

Freiheit vor 4 Wochen

Bitte den Artikel mal lesen! Da steht auch noch: "Dem Bericht zufolge sind die falschen Ergebnisse aber kein Einzelfall."

Und bitte die Beleidigungen unterlassen, das sollte zur Netiquette gehören!

Freiheit vor 4 Wochen

"Ein großes bayerisches Labor hat einem Zeitungsbericht zufolge bei Corona-Tests reihenweise falsch positive Ergebnisse hervorgebracht. Das sei bei Nachprüfungen in einem Krankenhaus im oberbayerischen Taufkirchen/Vils aufgefallen, berichtete der "Münchner Merkur". Dort hätten sich 58 von 60 positiven Tests als falsch herausgestellt."
"Die angewandten PCR-Tests gelten eigentlich zu mehr als 99 Prozent als zuverlässig. Dem Bericht zufolge sind die falschen Ergebnisse aber kein Einzelfall. Auch andere Labore hätten Schwierigkeiten, wegen Personalmangels und fehlender Reagenzien in der gewohnten Qualität zu testen."
"Die angewandten PCR-Tests gelten eigentlich zu mehr als 99 Prozent als zuverlässig. "
"Dem Bericht zufolge sind die falschen Ergebnisse aber kein Einzelfall. "

Quelle: ntv

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