Faschingssaison 2020/21 Narren in Radeburg planen unbeirrt von Corona weiter

Fasching in Radeburg
Bildrechte: MDR/Nadine Jejkal

Die Narren in Sachsens Faschingshochburg Radeburg halten nach den skeptischen Äußerungen des Bundesgesundheitsministers zum Karneval an ihren Planungen für nächstes Jahr vorerst fest. "Wir gehen gedanklich erstmal davon aus, dass es stattfinden kann", sagte der Vorsitzende des Radeburger Carnevals-Clubs, Olaf Häßlich, am Mittwoch.

Das habe vor allem organisatorische Gründe. Der große Karnevalsumzug habe einen erheblichen Vorlauf und lasse sich nicht in drei Wochen organisieren. Wenn er jetzt absage, und im Januar erweise sich, dass der Karneval doch möglich sei, dann sei das nicht mehr auf die Beine zu stellen, sagte Häßlich.

Fasching in Radeburg
Bildrechte: MDR/Nadine Jejkal

Veranstalter: Faire Regeln notwendig

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich am Dienstag mit Blick auf den Karneval wenig zuversichtlich gezeigt. Er könne sich Karneval im Winter mitten in der Pandemie nicht vorstellen, hatte der CDU-Politiker gesagt. Radeburgs Karnevals-Chef Häßlich will die weiteren Corona-Regelungen abwarten. "In dem Moment, wo es offiziell abgepfiffen wird, machen wir es auch", sagte er.

Wichtig seien aber Regeln, von denen sich die Menschen fair behandelt fühlten. Es dürfe nicht passieren, dass der Karneval verboten werde, aber am gleichen Wochenende die Fußballstadien voll seien.

Der Karnevalsumzug in Radeburg im Landkreis Meißen gilt als größter in Sachsen. Laut Häßlich beteiligen sich daran 2.500 Menschen. Dazu kommen - je nach Wetterlage - mehrere Zehntausend Zuschauer.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.08.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

1 Kommentar

ZP-HB64 vor 21 Wochen

Richtig so. So einige Hauptdarstller hätte ich schon, z. B. einen Clown ... .

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