20.03.2020 | 21:00 Uhr Dresden verschärft ab Mitternacht Ausgangsregelung

Zahlreiche Menschen haben sich in einem Park versammelt
Partys wie diese im Alaunpark in dieser Woche haben dazu geführt, dass die Stadt Dresden die Maßnahmen deutlich verschärft. Bildrechte: Kevin Müller

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, verschärft die Stadt Dresden ihre Ausgangsregelung. Sie tritt in der Nacht zum Sonnabend in Kraft. Wie die Stadt Dresden am Abend mitteilte, dürfen Einwohner das Haus nur beim Vorliegen triftiger Gründe verlassen. Das sind unter anderem:

  • Weg zur Arbeit
  • notwendige Einkäufe
  • Arzt- und Apothekenbesuche
  • Besuch von Lebenspartner, Alten, Kranken und Menschen mit Einschränkungen
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft - ausschließlich allein oder mit Angehörigen des eigenen Haushaltes

Das Verlassen der eigenen Häuslichkeit ist untersagt. Eine Ausnahme besteht nur bei Vorliegen triftiger Gründe, die gegenüber der Polizei, dem Gemeindlichen Vollzugsdienst sowie dem Gesundheitsamt und an deren mit dem Vollzug dieser Verfügung betrauten Stellen, bei Aufforderung glaubhaft zu machen sind.

Allgemeinverfügung der Stadt Dresden vom 20. März 2020

Stadtsprecher: Signal an die Partygemeinde

Nach der ab dem 21. März ab 00:00 Uhr geltenden Regelung ist es in Dresden untersagt, sich in Gruppen mit mehr als fünf Personen zu treffen. Damit geht die Stadt Dresden weiter als der Freistaat Sachsen. Der hatte am Freitagnachmittag verfügt, dass Ansammlungen von Gruppen künftig verboten sind, ohne eine genaue Anzahl von Personen zu nennen. In Leipzig gilt bislang eine Regelung (vom 18. März), wonach bei privaten Feiern nicht mehr als 20 Menschen anwesend sein dürfen.

Pressesprecher Kai Schulz sagte auf Anfrage von MDR SACHSEN, der Prozess der Neuinfektionen soll radikal verlangsamt werden. Es sei ein Signal an die Partygemeinde, sich nicht mehr in großen Gruppen zusammen zu finden. In Dresden sind bislang 89 Corona-Infektionen bestätigt.

Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren, was auch das Verbot jeglicher privaten Veranstaltungen und Feierlichkeiten einschließt. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs ist nur unter Beachtung des vorgenannten Mindestabstands zulässig.

Allgemeinverfügung der Stadt Dresden vom 20. März 2020

Quelle: MDR/dk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.03.2020 | ab 21:00 Uhr

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