Autokorso gegen Corona-Maßnahmen Polizei Dresden ermittelt nach Steinwürfen und Körperverletzungen

Teilnehmer eines Autokorsos gegen Corona-Maßnahmen fahren mit einem Schild mit der Aufschrift "Wir kämpfen für unsere Mitarbeiter" durch die Innenstadt.
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Die Polizeidirektion Dresden ermittelt wegen mehrerer Straftaten im Zusammenhang mit dem Autokorso am Sonnabend in der Landeshauptstadt. So soll es auf der Bautzner Straße zu einer Blockadeaktion durch Einzelpersonen gekommen sein, bei der ein Auto durch einen Steinwurf beschädigt worden sein soll. Der Fahrzeughalter habe Anzeige erstattet. Zudem soll es im Bereich der Marienbrücke zu einem weiteren Steinwurf gekommen sein. Tatverdächtige oder geschädigte Personen sind laut Polizei nicht bekannt.

Mehrere Menschen verletzt

Des Weiteren liegt nach Polizeiangaben eine Anzeige wegen Körperverletzung vor, weil Versammlungsteilnehmer mit körperlicher Gewalt gegen Versammlungsgegner vorgegangen sein sollen. Außerdem sei ein Beamter der Verkehrspolizei durch einen unbeteiligten Dritten angefahren und leicht verletzt worden. Die Blockadeversuche konnte die Polizei nach eigenen Angaben unterbinden.

Die Polizei ermittelt im Zusammenhang mit den Sachbeschädigungen und den Körperverletzungen werde aktuell ermittelt.

Autokorsos gegen Corona-Maßnahmen

Am Sonnabend hatten in Dresden Hunderte Menschen mit einem Autokorso gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Wie die Polizei mitteilte, hatten sich 482 Fahrzeuge an der Aktion beteiligt. Aufgerufen hatten zu dem Autokorso unter dem Motto "Lautstarke Aufklärung" die Bürgerinitiativen "Eltern Stehen Auf" und "Querdenken 351 Dresden". Auch in Annaberg-Buchholz versammelten sich rund 500 Menschen, um mit einem Autokorso gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Reporterangaben zufolge musste die Polizei mehrfach wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingreifen.

Quelle: MDR/kh

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 20.02.2021 | 19:00 Uhr

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