Innovation Forscher stellen in Dresden neues Corona-Testmobil vor

Forschende der Fraunhofer-Gesellschaft haben am Freitag in Dresden ein neues Corona-Testmobil vorgestellt. Mit diesem und einem neuartigen Testverfahren wollen Laborteams in Zukunft Infektionen schneller nachweisen, sagte Fraunhofer-Projektverantwortlicher Gerd Geißlinger. Tests und Ergebnisse gäbe es damit schnell und direkt vor Ort, etwa an möglichen Corona-Hotspots.

Ministerpräsident Kretschmer betont Wichtigkeit

Die Wissenschaftler haben dafür ein neues Verfahren entwickelt, mit dem die bisherige minimale Auswertungszeit von derzeit vier Stunden auf 40 Minuten verkürzt werden soll. Komplexe und kostspielige Analysegeräte würden zum Nachweis einer Corona-Infektion zudem nicht benötigt. Denkbar sei der Einsatz des Testmobils etwa am Einlass von Veranstaltungen oder für Untersuchungen an Schulen und Betrieben. Pro Stunde können bis zu 100 Personen mobil getestet werden, so Geißlinger.

Eine Frau in Schutzkleidung zeigt Michael Kretschmer Laborergebnisse
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bei der Präsentation des Fahrzeugs. Bildrechte: Christian Essler

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte bei der Vorstellung die Wichtigkeit von zuverlässigen Testverfahren für die Unterbrechung von Infektionsketten. Das neue Testverfahren könne dabei helfen, am Covid-19-erkrankte Personen schnell zu identifizieren und in Quarantäne zu schicken. Das Testmobil soll noch in diesem Jahr auf die Straße kommen, hieß es.

Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 16.10.2020 | 19:00 Uhr

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