Neues Forschungsprojekt TU Dresden will mit neuem Sensor Coronaviren schneller entdecken

Patientenproben werden im Labor zur Abklärung des Coronavirus vorbereitet.
Forscher der TU Dresden entwickeln einen neuen Sensor für Tests auf Coronaviren. Er soll im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Bildrechte: dpa

Die Technische Universität Dresden forscht an einem neuen Sensor, der Coronaviren innerhalb kürzester Zeit entdecken soll. Wie Gianaurelio Cuniberti, Professor für Materialwissenschaft und Nanotechnik, am Montag mitteilte, wollen die Forscher Viren innerhalb weniger Minuten diagnostizieren. Momentan seien dafür im günstigsten Fall vier Stunden notwendig.

Sensor im kommenden Jahr fertig

Die Diagnose erfolgt bei dem Verfahren über einen Blutstropfen. Cuniberti zufolge will man den Sensor bis zum kommenden Jahr fertigstellen. Die Zukunftsvision liege darin, eines Tages den Nachweis mit dem eigenen Smartphone vornehmen zu können - über Sensoren mit Hautkontakt.

Förderung vom Freistaat

"Durch die Förderung können wir ein zuverlässiges Werkzeug zur Infektionskontrolle bereitstellen", so Cuniberti. Für das Forschungsprojekt der TU, an dem auch Wissenschaftler anderer Disziplinen beteiligt sind, hatte der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages 410.000 Euro freigegeben.

Quelle: MDR/dpa/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.08.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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