Ein Mann mit dunkelblondem Haar mit einem angesteckten Mikrofon am Ohr spielt ein Lied auf einer Gitarre.
Der selbsternannte "Volkslehrer" Nikolai Nerling hatte zu der Demonstration aufgerufen. Hier singt er gerade ein Lied. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Kundgebung Demo in Dresden aufgelöst: Ermittlungen wegen Volksverhetzung

80 Menschen hatten sich am Sonnabend auf dem Theaterplatz in Dresden zu einer Kundgebung für "Deutsche Kultur in Deutschland" versammelt. Wegen des Verdachts der Volksverhetzung löste die Polizei die Demonstration vorzeitig auf.

Ein Mann mit dunkelblondem Haar mit einem angesteckten Mikrofon am Ohr spielt ein Lied auf einer Gitarre.
Der selbsternannte "Volkslehrer" Nikolai Nerling hatte zu der Demonstration aufgerufen. Hier singt er gerade ein Lied. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Die Dresdner Polizei hat am Sonnabend eine Demonstration auf dem Theaterplatz aufgelöst. Wie die Polizei mitteilte, unterbrach sie gegen 13:40 Uhr eine Versammlung, die unter dem Motto "Für Deutsche Kultur in Deutschland" stand. Die Beamten äußerten den Verdacht, dass eine Rede volksverhetzend gewesen sei. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft bestätigte sich dieser Verdacht. Gegen einen 64-jährigen Redner wurde ein Verfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.

Nachdem die Veranstaltung wenig später neu gestartet wurde, wiederholte ein 38-Jähriger den Wortlaut des 64-Jährigen. Daraufhin lösten Versammlungsbehörde und Polizei die Demonstration mit etwa 80 Demonstranten gegen 14:30 Uhr auf. Die Polizei informierte die Teilnehmer über die Entscheidung mit einem Lautsprecherwagen und forderte sie auf, den Platz zu verlassen. Gegen den 38-Jährigen wurde ebenfalls ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Eine ähnliche Demonstration wie in Dresden gab es bereits am 19. Januar in Berlin. In beiden Fällen wurde sie von dem Videoblogger und ehemaligen Grundschullehrer Nikolai Nerling organisiert. Als selbsternannter "Volkslehrer" verbreitete er in den vergangenen Jahren im Internet und auf Veranstaltungen immer wieder rechte und verschwörungstheoretische Ansichten.

Eine Ansammlung von Menschen blickt auf eine weiß gestaltete Bühne und hört einem Redner zu.
Circa 80 Menschen waren zu der Kundgebung gekommen. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.03.2019 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 23. März 2019, 17:42 Uhr

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