Ein Mann steht auf einem Lime-S Elektroroller.
Bildrechte: dpa

21.06.2019 | 09:52 Uhr Dresden plant "rote Zonen" für E-Scooter

Ein Mann steht auf einem Lime-S Elektroroller.
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Vertreter des Dresdner Rathauses haben erste Gespräche mit Vermietern von Elektrorollern geführt. Wie die Verwaltung mitteilte, soll auf diese Weise sichergestellt werden, dass es einheitliche Regeln für eine sichere Nutzung gibt. Zudem sollen sogenannte "rote Zonen" vereinbart werden. Grundsätzlich dürfen Elektroroller beziehungsweise E-Scooter vor allem auf Radwegen unterwegs sein. Mehrere Anbieter wollen in Dresden solche Elektroroller vermieten. Allerdings haben andere europäische Städte damit auch negative Erfahrungen gemacht. Der Grund: Die Roller wurden ungeordnet abgestellt oder sie blieben kaputt irgendwo liegen.

Freiwillige Vereinbarung mit Vermietern angestrebt

Die Dresdner Stadtverwaltung strebt deshalb möglichst noch im Juli freiwillige Kooperationsvereinbarungen mit Vermietern an. Für den Altmarkt und Neumarkt, den Fürstenzug, Theaterplatz und Palaisplatz und rund um den Goldenen Reiter soll es "rote Zonen" geben. Wo möglichst keine Elektroroller abgestellt werden.

Fußweg ist tabu

Elektro-Tretroller, auch E-Scooter genannt, sind seit dem 15. Juni auf Fahrradwegen erlaubt. Gibt es keinen Fahrradweg, darf die Straße benutzt werden. Fußgängerwege sind tabu – außer eine Ausnahmegenehmigung liegt vor und es gibt eine Kennzeichnung durch ein Zusatzschild. Zugelassen sind lediglich E-Tretroller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde. Fahren dürfen Jugendliche ab 14 Jahren. Ein Mofa-Führerschein ist nicht erforderlich, jedoch ein Versicherungsschutz für "Elektrokleinstfahrzeuge" (ähnlich wie bei Mofas oder kleinen Motorrollern).

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.06.2019 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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2 Kommentare

21.06.2019 18:42 na so was 2

Fühlen sich die Behörden wirklich so allein gelassen ? Denken diese Damen und Herren, dass die Freigabe dieser E-Scooter auf Fahrradwegen, die sich teilweise in einem desolaten Zustand befinden, dazu führt, dass sich irgendetwas in diesem Land zum besseren bekehrt ? Ich fürchte, dass sich die Unfallzahlen mit den E-Scootern, Fahrradfahren und Fußgängern erheblich in die Höhe schnellen werden. 21.06.2019, 18:42

21.06.2019 16:31 Bürgerin 1

Dann viel Freude auf der Prager - und Hauptstr.,wo man jetzt schon den Radlern ausweichen muß .,Ist Laufen nicht gesünder ,als die E-Roller fahren, sie müssen doch sicher nur mit Ökostrom aufgeladen werden und wie umweltfreundlich werden dann die Akkus entsorgt ?

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