Verkehrspolitik Stadt Dresden legt Pläne für höhere Parkgebühren vor

Ein Parkschein Automat.
Dresden will die Parkgebühren an den ÖPNV anpassen. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Christian Schroedter

Die Stadt Dresden will erstmals seit 15 Jahren die Parkgebühren erhöhen. Dabei orientiere man sich an den Ticketpreisen des öffentlichen Nahverkehrs, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Im gleichen Zeitraum seien die Ticketpreise dort um 40 bis 50 Prozent gestiegen. Auch im bundesweiten Vergleich der Parkgebühren in deutschen Großstädten seien Parkgebühren Dresden sehr niedrig.

Anreize für stadtverträgliche Mobilität

"Das Ticket für eine Einzelfahrt mit der Straßenbahn oder dem Bus ist in Dresden deutlich teurer als eine Stunde Parken. Es ist das falsche Zeichen, wenn wir diejenigen, die den umweltfreundlichen ÖPNV nutzen, so viel mehr bezahlen lassen als die Autofahrer", sagte Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn. Damit setze man keinen Anreiz für eine "stadtverträgliche Mobilität", die auf aufgrund der Klimakrise dringend gebraucht werde.

Schrittweise Anhebung ab dem Frühjahr

Laut Verwaltung sollen die Parkgebühren in drei Schritten bis 2023 steigen. Es gibt zwei Zonen. Die teurere Parkgebührenzone 1 umfasst die Altstadt. Die preiswertere Zone 2 erstreckt sich über ein Gebiet vom Hauptbahnhof bis zum Bischofsweg. Eine Stunde Parken in Zone 1 soll ab dem Frühjahr 2,10 Euro kosten, in den nächsten zwei Jahren geht es auf 2,70 Euro rauf. Zone 2 startet in diesem Jahr mit einer Stundengebühr von 1,50 Euro. Zwei Jahre später sollen 2,10 Euro fällig werden. Tagestarife soll es weiterhin geben.

In der kommenden Woche sollen die Ausschüsse über das Vorhaben beraten, im März liegt es dem Stadtrat zur Abstimmung vor. Die Umstellung der 450 städtischen Parkautomaten dauert dann etwa zwei Monate.

Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.01.2021 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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