Dresdner Reden - Karola Wille
Bis tief in die Nacht hat Karola Wille an ihrer Rede gefeilt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dresdner Reden 2019 MDR-Intendantin Karola Wille: "Demokratie ist eine Baustelle"

"Es geht um Demokratie", hieß der Untertitel zur Dresdner Rede, die MDR-Intendantin Karola Wille am Sonntag gehalten hat. Darin sprach sie über die Verantwortung und Pflichten des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, denen dieser sich im Wahljahr 2019 stellen muss. Und sie legte dar, womit klassische Medien auf Fake-News, Polarisierung und Teilöffentlichkeiten antworten sollten.

von Kathrin König

Dresdner Reden - Karola Wille
Bis tief in die Nacht hat Karola Wille an ihrer Rede gefeilt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Demokratie ist immer nur so stark, wie wir sie machen. Das wissen wir gerade in Ostdeutschland". Mit diesen Worten eröffnete MDR-Intendantin Karola Wille am Sonntag ihre Dresdner Rede vor den fast ausverkauften Rängen im Staatsschauspiel. Für die promovierte Juristin ist "Demokratie eine Baustelle." Und um den Bauplan für so eine Baustelle umzusetzen, genüge der Blick ins Grundgesetz, in dem alle Spielregeln und Anforderungen für eine repräsentative Demokratie beschrieben seien. "Die Regierung und das Parlament müssen ihre Arbeit fortlaufend in Frage stellen und korrigieren", verlangte Wille. Was herauskommen könne, wenn sie das nicht mehr können oder wollen, sei gerade in Großbritannien zu sehen.

Tatsachen von Meinungen unterscheiden

MDR-Intendantin Prof. Dr. Carola Wille nach ihrer knapp 90-minütigen Dresdner Rede am 17.2.2019.
Karola Wille, Intendantin der Drei-Länder-Anstalt MDR Bildrechte: MDR/Kathrin König

Ergebnisse von Wahlen seien keine Blankoschecks, die für vier Jahre gelten. "Repräsentative Demokratie ist eine Mitmachveranstaltung." Bürgerinnen und Bürger müssten in Parteien, aber auch ohne Parteibücher bei der Meinungsbildung mitmachen. Nur so könne ein ergebnisoffener freier Diskurs in der Gesellschaft entstehen.

"Das ist anstrengend und dauert. Mancher hätte da gerne ein härteres, schnelleres Durchgreifen", meinte Karola Wille und verwies darauf, dass in funktionierenden Demokratien auch Minderheiten im Diskurs ihre Meinungen durchsetzen können. Dieser sei aber auch Grundlage dafür, Entscheidungen der Mehrheit zu akzeptieren. All dies setze einen informierten und urteilsfähigen Bürger voraus. "Damit dies gelingen kann, ist vor allem die Fähigkeit und auch Bereitschaft notwendig, Tatsachen von Meinungen zu unterscheiden."

Demokratie braucht Fakten

Dresdner Reden - Karola Wille
Hunderte Zuhörer waren ins Dresdner Schauspielhaus gekommen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Damit war die Rednerin in der digitalisierten Medienwelt zwischen Fakten und Fake-News-Debatten angelangt und bilanzierte: "Wir erleben derzeit, dass der Geltungsanspruch der Wahrheit durch belegbare Tatsachen in Frage gestellt wird. Wir geraten damit ein Stück weit hinter die Aufklärung zurück." Wille verwies mehrfach auf Fake-News-Debatten in den USA. Zudem zitierte sie die politische Theoretikerin Hannah Arendt, für die "der ideale Untertan totalitärer Herrschaft" Menschen sind, "für die der Unterschied zwischen Fakten und Fiktion, wahr und falsch, nicht länger existiert". Der demokratische Diskurs müsse vielmehr auf Tatsachen und nachvollziehbaren Argumenten beruhen. Alle relevanten Entwicklungen, Fragen und Probleme einer Gesellschaft müssten in den Medien abgebildet werden, damit sich die Bürger informieren könnten. Allerdings sieht die MDR-Intendantin bei der Darstellung ostdeutscher Lebenswelten in bundesdeutschen Medien noch "Luft nach oben".

Wer behauptet, bei uns gebe es nur Staatsmedien, der sollte sich die Entwicklung in den USA ansehen, wo Oligarchen, einzelne Sender und Technologiekonzerne die Demokratie bedrohen.

Karola Wille MDR-Intendantin

Künftig werde es schwieriger, gesamtgesellschaftliche Diskurse zu führen, weil die Welt wegen der sozialen Medien und Programmangebote in viele Teilöffentlichkeiten zerfalle. Wille beschrieb an fünf Beispielen, wie anders Kommunikation in sozialen Netzwerken abläuft im Vergleich zu klassischen bzw. linearen Medien - von Hass-Kommentaren über Computerprogramme, die automatische Leserkommentare schreiben (Bots), unklaren Quellen, Fälschungen bis hin zu Bild-Manipulationen. Im Kontrast dazu muss "der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Vielfalt sichern und zu den Entwicklungen in den sozialen Medien ein Gegengewicht bilden", verlangte Karola Wille.

Aufgaben der klassischen Medien

Medienschaffende müssten sich immerzu hinterfragen, ob sie tatsächlich die Meinungen und Vielfalt im Land widerspiegelten. Dem MDR sei es wichtig, Transparenz in der Arbeit zu zeigen. Und: "Eine offene Fehlerkultur ist wichtig. Denn die Antwort auf ein Mehr an Polarisierung muss ein Mehr an Dialog sein", meinte Karola Wille. Zum Abschluss ihrer Rede verwies sie zudem darauf, dass Medienwissen auch vermittelt werden müsse. "Ein kluger Umgang mit Informationen gehört zur Allgemeinbildung. Das müssen wir als Medien leisten. Das ist aber auch eine riesige gesamtgesellschaftliche Aufgabe."

Wir stehen in der Pflicht und Verantwortung, dass der Zusammenhalt in der Gesellschaft bleibt, dass wir Brücken bauen.

Karola Wille MDR-Intendantin

Das Zuhörer-Echo

Barbara und Dieter Sommer aus Pirna waren am 17.2.2109 im Staatsschauspiel zu Gast, um MDR-Intendantin Pof. Dr. Karola Wille zu hören.
Barbara Sommer (li.) hatte ihrem Mann die Eintrittskarten zur Dresdner Rede von Karola Wille geschenkt. Auf den Geschenkumschlag schrieb sie: "Ein bisschen Kultur muss auch sein." Bildrechte: MDR/Kathrin König

Nach knapp 90 Minuten Rede verließ auch das Ehepaar Sommer mit ihren Mänteln auf dem Arm das Staatsschauspiel. "Das war interessant. Es war aber auch anstrengend zuzuhören", resümierte Dieter Sommer. "Ich habe auch auf Vieles geschimpft in den Nachrichten und beim MDR. Man muss da wohl manches anders machen und sich mehr informieren", meinte der Pirnaer, der die Rede erst einmal in Ruhe überdenken wollte.

Seine Frau hatte ihm zu Weihnachten die Eintrittskarten geschenkt und meinte, "Menschen wie Frau Wille haben uns immer etwas zu sagen. Da nimmt man sicher etwas mit." Über die MDR-Chefin sagte sie: "Dass sie so einen großen Laden schmeißt mit vielen Mitarbeitern und in so eine Männerdomäne, das finde ich gut."

Ich wünsche mir, dass der MDR ein bisschen moderner wird und nicht nur die ältere Zielgruppe anspricht mit Schlager und Seniorenthemen. Gut wäre ein echter ansprechender Jugendsender, der aktuelle und überraschende Informationen liefert und etwas Besonderes präsentiert. Und bitte im Radio nicht so oft künstliches Lachen vom Band abspielen.

Björn Großmann Besucher

Sandra und Björn Großmann aus Dresden warn zu Gast bei den Dresdner Reden am 17.2.2019. Die Eintrittskarten hatte sich das Paar geschnekt zu Weihnachten.
Sandra und Björn Großmann erwarteten sich Denkanstöße von der Dresdner Rede am Sonntag. Bildrechte: MDR/Kathrin König

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 17.02.2019 | 19:00 Uhr

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Moderatorin Katrin Bauerfeind mit ihren Gästen (v.l.n.r.) Micky Beisenherz, Oliver Pocher und Sebastian Bartoschek im Kölner Dock One. Bildrechte: © WDR/Dirk Borm

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2019, 20:14 Uhr

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62 Kommentare

21.02.2019 06:42 Wo geht es hin? 62

Zitat der MDR - Redaktion: "Das Manual beinhaltet lediglich Hilfestellungen und Empfehlungen." Zitat Ende. Interessant. Also könnte man daraus schlussfolgern, dass Ihr Personal manchmal nicht mehr weiter weiss? Und ohne "Hilfestellung" Probleme nicht lösen kann? Und ich Dummerle dachte immer, Sie stellen ein "Qualitätsmedium" dar, denn GENAU DAS ist doch Ihre Begründung für die zwangsweise Einziehung Ihrer sogenannten "Demokratieabgabe" (hab ich das jetzt richtig geframt?). Ich hätte da einen Vorschlag, der die ganze Diskussion hier obsolet machen würde: reden Sie einfach Klartext und so, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist. Hilfreich dabei könnte sein, den gesunden Menschenverstand einzusetzen. Vielleicht sollten Sie sich das uralte "Spiegel" - Credo (Augstein) zu Eigen machen, was da lautete: BERICHTEN, WAS IST! Und dabei auf jegliche Be/Wertung verzichten. Denn DAS ist NICHT IHR Job, sondern der des Lesers.

21.02.2019 00:27 Eulenspiegel 61

Hallo Werner 60
Ich bedanke mich für ihre Komplimente und ihre Wertschätzung.

20.02.2019 19:27 Werner 60

@ralf meier 59: Dem schließe ich mich nochmals an. Zum "Spezialisten": "Eulenspiegel" hat die Obrigkeit gefoppt - der hiesige "eulenspiegel" foppt und beleidigt feste die Untertanen. Offensichtlich geduldet, kann die Moderation, die sich viel Mühe macht, nix machen- hat eigentlich nichts zu melden. Nicht böse gemeint, ist einfach so, weil es überall so ist- als Feststellung. Beim "eulenspiegel" muss man aus seinem Handeln vom Vortäuschen falscher Tatsachen ausgehen. Irreführung- aber wo gibts noch bei den Framing-Medien" keine Irreführung. Aus der Erfahrung, kann man davon ausgehen, dass der Username das genaue Gegenteil der Suggerierung ist: "Fakt" schreibt garantiert keine Fakten, "Normalo" ist alles Andere als normal. "Der Beobachter" beobachtet nicht nur. Mediator vermittelt nicht, sondern haut mit der Keule feste drauf. Peter kann nichts dafür. Kleiner Scherz und schönen Abend noch.

20.02.2019 18:16 ralf meier 59

@ralf meier Nr 42 an Moderation: Hallo , zunächst einmal Danke für Ihre in anderen Sendeanstalten gar nicht selbstverständliche Rückmeldung !
Zur Sache: immer wieder erlebe ich im MDR eine Berichterstattung, die ich als einseitig und manipulativ betrachte. Diesen Eindruck teile ich mit vielen anderen Foristen und manche machen sich sogar die Mühe, Ihnen das so freundlich und kompetent zu erläutern wie @Hani Nr 21.
Ihre Reaktion auf solche Rückmeldungen ist leider immer wieder die gleiche . Die Fakten des Gegenübers werden ignoriert und ihnen stattdessen ein sich permanent wiederholendes 'nein wir sind die Guten' entgegengesetzt. Damit folgen sie, ob nun per Handlungsanweisung oder aus Überzeugung genau dem , was das ARD Framing Manual dazu empfiehlt. So gesehen ist das Framing Manual vielleicht tatsächlich für Sie mehr 'Ratgeber' als Anweisung und mein Vorwurf 'FakeNews' etwas überspitzt.

[Lieber Ralf Meier, eine Diskussionskultur besteht aus vielfältigen Meinungen, die eben auch voller Kritik sein dürfen. Kritik gegen öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten nehmen wir gern entgegen und werten diese auch aus, wir denken, selbiges gilt auch für die Kollegen der anderen Anstalten. Unangenehme Vorwürfe oder vermeintliche "Ungereimtheiten", die nach außen "dringen" oder plötzlich "auftauchen" sind in den meisten Fällen sehr übertrieben oder aufgrund von Enttäuschung sehr einseitig. Selbstverständlich bemüht sich das betroffene Haus (ob MDR, ARD oder andere ÖR) um "Klarstellung" bzw. allgemeine Stellungnahme. Hierbei muss immer beachtet werden, dass es sowohl zu den Betroffenen schätzenswerte Inhalte, als auch schätzenswerte Interna gibt. Dies mag oft missfallen, jedoch ist ein solches Haus auch Arbeitgeber und schützt die Interessen seiner Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, angefangen von der Reinigungskraft bis hin zur Intendantin. Somit kommt es vor, dass Aussagen sehr distanziert und sachlich herüberkommen bzw. "geframed" wirken. Eine boshafte Absicht ist steht jedoch nicht dahinter. Die Zeit der Digitalisierung und des sofortigen Dialogs benötigt manchmal Handlungsstränge, die als rote Linie vorhanden sind, sonst könnte man gar nicht so individuell und schnell handeln und antworten, da ein Redakteur/eine Redakteurin, ein Moderator/eine Moderatorin u.s.w. in erster Linie Mensch ist und ja, auch subjektiv empfindet. Demnach braucht es etwas objektives, an dem "man" langhangeln kann um professionell zu handeln. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin gibt täglich sein/ihr Bestes, "gemenschelt" wird jedoch überall. Lieben Gruß aus Ihrer MDR.de-Redaktion]

20.02.2019 17:12 ralf meier 58

@aus Dresden Nr 56: Auch den Tagesspiegel erinnert die in der Framing Handlungsanweisung der ARD geforderte Selbstdarstellung der ARD an eine Sekte:

Ich zitiere aus dem aktuellen Artikel '„Framing Manual“ Wie die ARD kommunizieren soll':

"Das Manual argumentiert nicht, es dekliniert nicht Für und Wider, es will den Überbringern folgender Botschaft Kraft und Überzeugung einflößen: „Die ARD ist die Gesellschaft: Wir sind Ihr!“ Der Tagesspiegel Autor fühlt sich mit zunehmender Lektüre der Handlungsanweisung 'Unter dem Eindruck einer Sektenschrift, eines Parteiprogramms, ja der Gehirnwäsche'.

[Lieber Ralf Meier, wie Ihnen schon mehrfach mitgeteilt, dient das Manual als Denkanstoß und Diskussionsgrundlage, um sich mit Sprache und Ihrer Wirkung auseinander zu setzen. Wir, der MDR, als Teil der ARD "sprechen", "reden" und "schreiben" mit Ihnen und den anderen Nutzern jedoch immer frei und individuell. Das Manual beinhaltet lediglich Hilfestellungen und Empfehlungen. Wir könne Ihnen jedoch versichern, dass wir im Dialog mit Ihnen und auch mit anderen Nutzern nicht darauf zurückgreifen. Wir würden uns freuen, wenn Sie bei Ihren Antworten bzw. Statements an andere Nutzer, die Ihnen zur Verfügung gestellten Anmerkungen berücksichtigen. Vielen Dank und herzliche Grüße aus Ihrer MDR.de-Redaktion]

20.02.2019 13:09 Graf von Henneberg 57

Sehr verehrter Herr "altrocker" (Nr. 55), ich habe auch versucht das "Manual" mal durchzulesen - aber abgebrochen weil der Verfasser nicht in der Lage war, deutsche Begriffe zu verwenden. Es ist vollkommen unangebracht englische Wörter zu verwenden für Begriffe, welche es auch im Deutschen gibt.
Und - ich hatte mal vor vielen Jahren ein Heft vom FDJ-Zentralverband in der Hand mit der Überschrift "Meinungsmacher missbrauchen Millionen" - damals für mich absurd was drin stand - heute nachdem uns die (west-)deutsche Medienlandschaft eingeholt hat, habe ich dessen Inhalt begriffen.

20.02.2019 12:07 aus Dresden 56

@ MDR (Kommentar 38 und 42)
Wenn passt zum angeblich lediglich deskriptiv-analytischen Charakter des Manuals Passagen wie:
"Wir weisen Sie auf Begriffe hin, die Sie umgehend aus dem Sprachgebrauch der ARD streichen sollten und zeigen Alternativen auf." (S. 6)
"Also, vermeiden Sie wo es nur geht diese Formulierungen. Sprechen Sie vom
gemeinsamen, freien Rundfunk ARD." (S. 29)

@38 Der Vergleich mit Scientology passt wie die Faust aufs Auge.

20.02.2019 11:23 altrocker 55

es wäre angebracht, wenn sich frau prof. wille in ihrem heimatsender mal gegenüber den bürger außert über das framing manual!!! unter ihrer leitung ist es in auftrag gegeben worden und mit 90000Euro aus der mdr-kasse mitfinanziert worden. 90000€ da muß aber ein mdr-gucker ganz schön lange 17,50€ pro monat zahlen. Frau wille grade sie, als geborene ostbürgerin, müßte wissen wie der osten auf meinungsmanipulation reagiert, bedingt aus unserer vergangenheit. diese manuale ist eine waffe , wenn sie vom ard richtig eingesetzt wird kann man gezielt meinungen manipulieren . ich habe mich 98 seiten durch die manuale durchgearbeitet. das was da von der autorin verbal verwendet wird ist einfach krass. sollte jeder mal lesen und sich eine meinung bilden.

20.02.2019 10:27 ralf meier 54

@Wie blöd... Nr. 45 Teil 3: Abchließend zitiere ich aus der Handlingsanweisung der ARD drei Beispiele die 'mit der ARD diskutiert und als stimmig eingestuft' wurden: Im Zusammenhang mit der ARD soll der Journalist von 'Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD' sprechen. Im Zusammenhang mit den Zwangsbeiträgen von 'Unser gemeinsames Rundfunkkapital'. Im Zusammenhang mit den privaten Medien von 'Profitwirtschaftliche Sender'.

Wie sagte doch Frau Wille: '"Wir erleben derzeit, dass der Geltungsanspruch der Wahrheit durch belegbare Tatsachen in Frage gestellt wird. Wir geraten damit ein Stück weit hinter die Aufklärung zurück."'. Die unter ihrer Verantwortung bauftragte 'Handlungsanweisung der ARD' zeigt , wie recht sie damit hat.

PS: Im Kommentar @Tellerrandgucker Nr 14 kann man erfahren, das diese Handlungsanweisung laut ächsische Zeitung Online deutlich verbindlicher ist, als die ARD aktuell behauptet.

20.02.2019 10:05 ralf meier 53

@Wie blöd... Nr. 45 Teil 2: Nun kommt eine mögliche Manipulation ins Spiel. Siehe Seite 15:
'Die Framing­Forschung zeigt eindeutig, dass Menschen sich in ihren Entschei­dungen von Frames anleiten lassen – ohne dies zu merken.'
Genau das soll nun ausgenutzt werden, um die gewünschte Meinungsbildung zu erreichen: Siehe Seite 6: 'Wir weisen Sie auf Begriffe hin, die Sie umgehend aus dem Sprachgebrauch der ARD streichen sollten und zeigen Alternativen auf. Diese Worte sollen laut Seit 17 aufwärts 'von Interview zu Interview, von Debatte zu Debatte, von Schriftsatz zu Schriftsatz' 'immer und immer wieder' benutzt werden, damit sie zu einer 'Wahrnehmungsalternative werden , die die 'Mitbürger für die ARD begeistert'. Das Handlungsmanual der ARD spricht in dem Zusammenhang von 'Hebbian Learning' Zitat: 'Wir nehmen es nicht wahr und wir können es auch nicht beeinflussen.

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